Month: Januar 2020

Opel plant Batteriefabrik bei Kaiserslautern

Das dürfen wir nun sehr gespannt sein. Der Rüsselsheimer Autobauer wirft nun ebenfalls seinen Batteriefabrik-Hut in den Ring. NAchdem VW, ein chinesischer Hersteller und andere Fabriken zur Produktion von Zellen und Batterien angekündigt sind, will auch der PSA-Ableger im Geschäft mit dem Kernelement der Elektromobilität mitmischen.

Opel rüstet für diese neue Zeit weiter auf. Im Motoren- und Komponenten-Werk Kaiserslautern sollen ab dem Jahr 2024 Batterien für E-Autos hergestellt werden. Laut Opel-Chef Michael Lohscheller wird dabei das größte Werk zur Batteriezellenherstellung in Deutschland entstehen. PSA und der Kooperationspartner Saft erwarten bis 2030 eine Verfünfzehnfachung der Nachfrage nach Akkus für batterieelektrische Fahrzeuge. Neben der Batteriefabrik bei Kaiserslautern soll ein Werk in Nordfrankreich die jährliche Produktion von einer Million Batterien mit einer Kapazität von 48 Gigawattstunden realisieren.

Der Paradigmenwechsel, weg vom Verbrenner hin zum E-Auto, deutet sich auch andernorts an. So sind in Deutschland mehrere Projekte zur industriellen Zellenfertigung in Planung. Unter anderem Daimler plant eine eigene Zellenfertigung in Untertürkheim. Der Akkuhersteller CATL aus China will 2022 im thüringischen Arnstadt mit der Massenproduktion beginnen.

Wir von arrive sind gespannt, wer tatsächlich seine Ankündigungen einhält und tatsächlich eine Fabrik in Deutschland errichten wird.


Kona

Renault und Hyundai wollen nicht auf höhere Prämie warten

Die erhöhte Förderprämie der Bundesregierung lässt weiter auf sich warten. Die Förderung muss von der EU-Kommision abgesegnet werden und brauch dafür Informationen und Daten vom Bundeswirtschaftsministerium, am besten einen konkreten Entwurf der aktualisierten Förderrichtlinie, die bei der höheren Förderung greifen soll. Hier soll es, so berichten es mehrere Portale, Fortschritte geben. Die Bundesregierung habe der EU-Kommission erste Daten zu dem überarbeiteten Umweltbonus geliefert.
Darauf wollen Renault und Hyundai aber nicht warten. Beide Auto-Produzenten leisten nun für Verbraucher „auf eigene Rechnung“ die höhere Prämie und wollen damit einer in Ansätzen zu spürenden Kaufzurückhaltung entgegentreten.
Derzeit erhalten Käufer eines neuen Elektrofahrzeugs rund 4.000 Euro als Prämie – 2.000 Euro vom Staat sowie 2.000 Euro Netto-Rabatt vom Produzenten. Die Erhöhung, die 2019 von der Bundesregierung geschlossen wurde, sieht eine weitere Aufstockung um 2.000 Euro vor, um dem Elektro-Auto-Markt mehr Leben einzuhauchen. Die Erhöhung soll bei Fahrzeugen bis zu einem Nettolistenpreis von 40.000 Euro greifen. Für weitaus teurere Fahrzeuge bis zu einer Grenze von 65.000 Euro soll es immerhin noch 5.000 Euro geben. Wer einen Plug-in-Hybrid kaufen will, darf dann immerhin noch 4.500 Euro insgeamt erhalten.

Die Erhöhungen sehen wie folgt aus: Käufer eines Hyundai mit batterieelektrischem Antrieb oder eines Plug-in-Hybriden können sich bereits jetzt Kaufvorteile von bis zu 8.000 Euro sichern. Denn Hyundai verdreifacht den aktuellen Herstelleranteil des Umweltbonus (2.000 Euro) beim Kauf eines Hyundai Kona Elektro oder Hyundai Ioniq Elektro (Stromverbrauch kombiniert: 13,8 kWh/100 km; CO2-Emission kombiniert: 0 g/km). Die Kaufvorteile setzen sich für diese Modelle zusammen aus dem aktuell gültigen Umweltbonus des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) von 2.000 Euro und dem verdreifachten Herstelleranteil von 6.000 Euro.

Renault agiert ähnlich: Der französische Autobauer erhöht den eigenen Anteil von 2.000 auf 4.000 Euro, wodurch beim Kunden ein Gesamt-Elektrobonus von 6.000 Euro ankommt. Wir dürfen gespannt sein, ob auch deutsche Autobauer mit einer eigenständigen Erhöhung nun kommen werden.


Das Recht auf eine Wallbox wird geprüft

Die Errichtung von E-Auto-Ladestationen und einer Wallbox in Mehrfamilienhäusern soll einfacher werden. Das sieht nach Informationen des Verbands der Immobilienverwalter (VDIV) ein vom Justizministerium nun vorgelegter Referentenentwurf zur Novellierung des Wohneigentumsgesetzes (WEG) vor. Demnach sollen bauliche Maßnahmen zur Errichtung einer Lademöglichkeit für elektrisch betriebene Fahrzeuge, zur Barriere -Reduzierung sowie zum Einbruchsschutz nicht mehr der Zustimmung aller Wohnungseigentümer bedürfen. Stattdessen soll jeder Eigentümer grundsätzlich einen Rechtsanspruch darauf haben und die damit verbundenen Kosten selbst tragen.

Bislang ist beispielsweise der Anschluss einer Wallbox in gemeinschaftlich genutzten Tiefgaragen meist nur bei Zustimmung aller Wohnungseigentümer möglich. Schon eine Gegenstimme kann die Installation verhindern. Der Gesetzentwurf muss noch final abgestimmt und vom Bundestag verabschiedet werden. Der VDIV hofft, dass ein entsprechendes Gesetz noch 2020 in Kraft tritt.

Foto: Renault


Trekstor geht unter die E-Scooter-Hersteller

Trekstor , der für die Produktion von Spechermedien bekannte Hersteller, erweitert sein Angebot um ein E-Scouter-Modell, und zwar den EG40610. Dieses Modell mit dem komplizierten Namen zeichnet sich vor allem durch luftgefüllte 10-Zoll-Reifen aus, die im Gegensatz zu Vollgummirädern mehr Komfort und Fahrstabilität auf unebenem Untergrund bieten. Außerdem bietet der EG40610 einen in der Lenkstange untergebrachten Akku, der sich laut Hersteller mit wenigen Handgriffen entnehmen lässt, um ihn leichter zur nächsten Steckdose zu transportieren. Die Ladezeit soll bei 4,5 Stunden liegen, die Reichweite der 230-Wh-Batterie wird mit 20 Kilometer angegeben.

Darüber hinaus verspricht Trekstor ein problemloses erreichen der Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h dank eines 350 Watt starken E-Motors. Zur Ausstattung des 14 Kilogramm schweren Scooters gehören eine integrierte Beleuchtung, Multifunktionsdisplay, Faltmechanismus, Ständer und Klingel. Neben einer mechanischen Scheibenbremse sorgen eine Trittbremse am hinteren Schutzblech und eine E-Bremse für Verzögerung. Der rund 650 Euro teure Scooter ist bereits bestellbar. Speziell im Trekstor-Onlineshop erhalten Kunden bei Bestellung eines EG40610 einen 50-Euro-Gutschein für einen Uvex-Helm.


Lufttaxi von Hyundai.

Lufttaxi von Hyundai: Und Uber will das bedienen

Taxi-Schreck Uber will seine Kunden in Zukunft auch in die Luft bringen. Dazu hat sich der Uber-Ableger Elevate mit Hyundai als Entwicklung- und Produktionspartner für ein Flugtaxi zusammengetan. Ein von den Koreanern erdachtes und als Konzept deklariertes Flugzeug mit Namen S-A1 feiert derzeit auf der Elektronikmesse CES (bis 10. Januar 2020) seine Weltpremiere. In einigen Jahren soll dieses ungewöhnliche Lufttaxi von Hyundai tatsächlich den Schritt von der Vision zur Wirklichkeit machen.

Die zusätzliche Bezeichnung eVTOL übrigens deutet bereits einen wichtigen Teil der Technik an. Das S-A1 wird nämlich von E-Motoren angetrieben, die ein senkrechtes Starten und Landen erlauben. Insgesamt gibt es 12 Rotorblätter, acht mit je zwei Flügeln sowie vier mit fünf Flügeln. Während die Zweiflügler ausschließlich bei Start und Landung eingesetzt werden, unterstützen die Rotoren mit fünf Blättern zunächst nur und übernehmen anschließend die Vortriebsarbeit. Beim Start sind die variabel nutzbaren Rotoren zunächst noch vertikal ausgerichtet, beim Übergang in den Reisemodus richten sie sich dann horizontal aus. Maximal sollen 290 km/h bei 300 bis 600 Meter Reiseflughöhe möglich sein. Die Akkus erlauben bis 100 Kilometer Reichweite, die Ladezeit soll nur 5 bis 7 Minuten betragen.

Das Hyundai-Flugtaxi wurde als Fünfsitzer konzipiert, wobei der vordere Sitz für den Piloten reserviert ist. Zunächst will Uber Flugtaxis von Menschen lenken lassen, später soll tatsächlich auch ein autonomer Taxibetrieb möglich werden. Das aber ist erstmal absolute Zukunftsversion - mehr nicht.

Der koreanische Autohersteller Hyundai hat neben dem Fluggerät auch schon einen Landeplatz erdacht, der als Hub dienen soll. Von der Plattform aus hat man Zugang zu Straßenfahrzeugen, welche dann die Fluggäste zu ihrem endgültigen Bestimmungsort bringen können.

In Deutschland ist Hyundai derzeit mit mehreren Elektro-, Hybrid-, und Plug-in-Hybrid-Modellen vertreten. Besonders die IONIQ-Varianten und der Elektro-Kona erfreuen sich größerer Beliebtheit. Der Fahrdienstleister Uber ist nur in den wenigen Metropolen Deutschlands mit seinen Dienstleistungen derzeit vertreten.


Lena

Lena Meyer-Landrut und Mark Forster bald elektrisch unterwegs?

Die Gerüchteküche brodelt ja, ob die zwei tatsächlich ein Paar sind. Und ob die beiden dann elektrisch unterwegs sein werden, wissen wir von arrive auch nicht. Fest steht aber: Immer mehr Promis lieben Elektro-Fahrzeuge. Zum Beispiel eben Lena Meyer-Landrut. Mit ihrem Album „Only Love, L“,war sie auf Anhieb in den Charts vertreten und gab beim Thema E-Mobilität Vollgas: Sie setzt auf den smart EQ forfour, den Sie seit Januar 2019 fährt.
„Manchmal tut ein ‚Reset‘ gut. Einfach mal umdenken und die Dinge ganz anders machen. Deshalb habe ich mir mit meinem neuen Album viel Zeit gelassen“, sagte Lena Meyer-Landrut vor mehreren Wochen. „Auch beim Thema Mobilität finde ich es an der Zeit, über Alternativen nachzudenken und die ersten, richtigen Schritte zu gehen. Für mich selbst heißt das: Mein Auto fährt komplett elektrisch. Damit möchte ich meinen individuellen Beitrag leisten, um die Umwelt zu entlasten. Es ist zwar schwer alles richtig zu machen, aber ich glaube mit vielen kleinen, bewussteren Entscheidungen können wir die Dinge etwas besser machen. Dementsprechend empfinde ich auch die Entscheidung der Marke smart, ab 2020 „fully electric“ zu gehen, als wichtiges und starkes Statement.“
Popstar Lena ist aber schon seit längerer Zeit eine begeisterte smart-Fahrerin. Und mit ihrem neuen smart EQ forfour verbindet Sie die sprichwörtliche Agilität und Parkplatz-freundlichkeit mit emissionsfreiem Fahren und der Reichweite von 155 Kilometer. Als überzeugte und regelmäßige Nutzerin eines Elektrofahrzeugs hat sich Lena dafür entschieden, eine Partnerschaft mit smart einzugehen, einer Marke von Mercedes, die an Geely teilweise verkauft werden könnte, und die bereits 2007 mit dem smart ed ein vollelektrisches Serienfahrzeug vorgestellt hat. Damit gibt es den smart EQ fortwo, den smart EQ cabrio und den smart EQ forfour als vollelektrische Versionen.
smart will ab diesem Jahr vollständig auf den elektrischen Antrieb setzen und damit die erste Automobilmarke der Welt sein, die von Verbrennungsmotoren komplett auf elektrische Antriebe umsteigt. „Wir freuen uns, mit Lena das Gesicht für die Elektrifizierung unserer Marke gewonnen zu haben. Als Fahrerin eines smart EQ forfour und überzeugte Vertreterin der Elektromobilität ist Lena die perfekte Botschafterin, ab 2020 „fully electric“ zu gehen“, so Kirsten Ehrlich, Leiterin Vertrieb smart des Mercedes-Benz Cars Vertrieb Deutschland (MBD). Gemeinsam mit Lena wollen wir unseren Beitrag dazu leisten, der Elektromobilität zum Erfolg zu verhelfen.“


Stadt der Zukunft

Toyota baut bald eine Stadt der Zukunft

Toyota arbeitet an der Stadt der Zukunft: Auf einem 175 Hektar großen Gelände am Fuße des japanischen Mount Fuji will der Mobilitätskonzern eine Modell-Metropole bauen. Die jetzt im Rahmen der CES in Las Vegas (-10. Januar) vorgestellte „Woven City“ bildet ein vollständig vernetztes Ökosystem, das Wasserstoff-betriebene Brennstoffzellen nutzt.

Als „lebendiges Labor“ wird Woven City sowohl klassische Einwohner als auch Forscher beherbergen, die vor Ort Technologien wie Autonomie, Robotik, persönliche Mobilität, Smart Home und Künstliche Intelligenz (KI) in einer realen Umgebung testen und entwickeln können.Toyota ist offen für eine Zusammenarbeit mit anderen kommerziellen und akademischen Partnern. Interessierte Wissenschaftler und Forscher aus der ganzen Welt sind eingeladen, an eigenen Projekten in diesem einmaligen, realen Inkubator zu arbeiten. Mit dem Entwurf von Woven City hat Toyota den dänischen Architekten Bjarke Ingels, CEO der Bjarke Ingels Group (BIG), beauftragt, dessen Team unter anderem das World Trade Center und den Hauptsitz von Google entwarf.Neben Strecken für schnellere Fahrzeuge gibt es Abschnitte für einen Mix aus niedrigerer Geschwindigkeit, persönlicher Mobilität und Fußgängern sowie für eine parkähnliche, ausschließlich Fußgängern vorbehaltene Promenade.

Hauptsächlich aus Holz bestehende Gebäude, für die traditionelle japanische Holztischlerei und robotergestützte Produktionsmethoden verwendet werden, reduzieren den CO2-Fußabdruck. Auf den Dächern finden sich Photovoltaik-Anlagen, um Solarstrom zusätzlich zur Stromerzeugung durch Wasserstoff-Brennstoffzellen zu nutzen.

Die Wohnungen in der Stadt der Zukunft werden mit den neuesten Assistenztechnologien wie In-Home-Robotik ausgestattet, um Menschen zu unterstützen. Sensorbasierte künstliche Intelligenz überprüft den Gesundheitszustand der Bewohner und verbessert das tägliche Leben. Auf den Hauptverkehrsstraßen sind ausschließlich völlig autonom fahrende, emissionsfreie Fahrzeuge unterwegs, um die Bewohner zu befördern. Der Toyota e-Palette wird für den Transport und die Warenauslieferung sowie für den mobilen Einzelhandel eingesetzt.Die beiden Nachbarschaftsparks, ein großer zentraler Park zur Erholung sowie ein zentraler Platz für soziale Zusammenkünfte sollen die Gemeinschaft zusammenführen. In Woven City sollen Mitarbeiter und ihre Familien, Ehepaare im Ruhestand, Einzelhändler, Wissenschaftler und Industriepartner leben.

Vor Ort finden zunächst bis zu 2.000 Menschen Platz, deren Zahl im Laufe der Zeit sukzessive ausgebaut werden kann. Der Spatenstich für die Modell-Metropole ist für Anfang 2021 geplant.

Text von auto-medienportal.net/Dennis Gauert


Der Microlino.

Artega und Micro Mobility Systems einigen sich

Was lange nicht möglich schien, ist nun doch noch geschehen. Zwei Streithähne, die um ein E-Modell lang kämpften, haben sich nun geeinigt. Denn eigentlich hätte der Isetta-Klon Microlino längst auf dem Markt sein sollen. Hätte! Doch ein Streit der einstigen Partner, der Artega GmbH aus Delbrück und der Micro Mobility Systems aus dem schweizerischen Küsnacht verhinderte dies. Jetzt planen beide Kontrahenten ihre eigenen, ähnlichen Fahrzeuge, vom Band rollen zu lassen.

So hat der einstige deutsche Sportwagenhersteller Artega angekündigt, im April 2020 den Elektro-Leichtkraftwagen Karo offiziell auf den Markt zu bringen. Damit endet eine über Monate währende rechtliche Pattsituation zwischen den einstigen Partnern Micro Mobility Systems und Artega, die ursprünglich gemeinsam planten, den zunächst als Microlino angekündigten Isetta-Klon entwickeln und produzieren zu wollen. Artega hat sich 2019 jedoch für einen Alleingang bei Produktion und Vertrieb des mit dem Microlino eng verwandten Karo entschieden. Diesem Vorstoß folgte zunächst ein Rechtsstreit zwischen Mirco und Artega, der Ende 2019 in einer außergerichtlichen Einigung mündete. Nach dieser plant Artega nun zusammen mit den ebenfalls in Delbrück beheimateten Partnern Paragon und Voltabox zeitnah mit der Produktion des Karo zu starten, während Micro zusammen mit der italienischen Firma CECOMP 2021 mit dem Microlino folgen will.

Artega nimmt bereits Bestellungen für den Zweisitzer Karo entgegen. Im Frühjahr sollen dann erste Auslieferungen folgen. Abgesehen von 90 km/h Höchstgeschwindigkeit und 200 Kilometer Reichweite werden allerdings noch keine technischen Details zum rein elektrisch angetriebenen Zweisitzer mit der ungewöhnlichen Fronttür genannt. Preise hingegen schon: Demnach soll der Karo „Edition“ rund 18.000 Euro kosten. Alternativ wird zum Marktstart die limitierte Version „Intro“ für rund 22.000 Euro angeboten. Damit wird der Karo deutlich teurer als ursprünglich angedacht: 2018 hatte Micro noch einen Preis von 12.650 Euro für den Microlino genannt.

Das Schweizer Unternehmen hat nach der außergerichtlichen Einigung einen Marktstart des Microlino für 2021 angekündigt. Der neue Partner für Entwicklung und Produktion, das in Turin beheimatete Unternehmen CECOMP, kann unter anderem auf Erfahrungen im Bau von Elektroautos wie dem Bluecar verweisen. Zusammen mit CECOMP will Micro einen Microlino 2.0 entwickeln. Technische Details und Preise wurden noch nicht genannt.


Volvo XC40

2020 wird das Jahr der Stromer - endlich

2020 wird das Jahr der Stromer. Der Durchbruch des E-Autos ist schon häufiger vorausgesagt worden. Im gerade begonnenen Jahr dürfte es so weit sein. Auch, weil so viele attraktive Modelle neu auf den Markt kommen wie nie zuvor. Die Bandbreite reicht vom günstigen Kleinstwagen bis zum rasanten E-Sportler.

Die anstehende Elektrooffensive ist weniger der Sorge ums Klima als vielmehr finanziellem Kalkül geschuldet. Für viele Hersteller wird es sehr teuer, sollten ihre Neuwagen im Mittel den von der EU für 2020 vorgegebenen CO2-Grenzwert überschreiten. Den emissionsfrei fahrenden E-Autos kommt in diesem Zusammenhang die Rolle als Retter der Klimabilanz zu. Damit sie die Statistik der Hersteller aufbessern können, müssen sie allerdings den Kunden besser schmackhaft gemacht werden als zuletzt – Lieferschwierigkeiten, fehlenden Vermarktungs-Elan und unattraktive Kosten-Nutzen-Rechnungen können sich die Hersteller ab 2020 nicht mehr leisten. Profitieren wird der Kunde. Und der findet gleichzeitig eine wachsende Auswahl in allen Klassen vor.

Auch im Kleinstwagen-Segment fächert sich das Angebot im kommenden Jahr breiter auf. Vor allem in Form des Trios VW Up, Seat Mii und Skoda Citigo, die künftig ausschließlich mit E-Antrieb und rund 260 Kilometern Reichweite angeboten werden. Mit Preisen von 20.650 bis rund 22.000 Euro zählen sie gemeinsam mit dem gelifteten Smart EQ-Modellen zudem zu den günstigsten Stromern auf dem Markt. Noch eine Spur günstiger wird das Modell Life des Aachener Start-ups e.GO, der trotz einer kürzlich kommunizierten Preiserhöhung mit 18.000 Euro das billigste Modell auf dem Markt wird.

Eine Klasse höher kündigen sich gleich mehrere Neuheiten an. PSA bringt seine neuen Elektrokleinwagen Opel Corsa-e und Peugeot e-208 auf den Markt, die zu Preisen ab rund 30.000 Euro eine Reichweite von 330 Kilometern bieten. Wer lieber einen Crossover will, findet bei den technisch eng verwandten SUV-Modellen 2008 und DS3 Crossback E-Tense ein entsprechendes Angebot. Rund 34.000 Euro muss investieren, wer sich einen Honda E zulegen will. Dieser bietet Retrocharme, einen flotten Antrieb und einen coolen Innenraum. Wegen seiner kleinen Batterie sind allerdings nur 220 Kilometer Reichweite drin. Ähnlich lifestylig ausgerichtet ist auch der Mini Cooper SE, der mit 270 Kilometern Reichweite und einem Preis ab 32.500 Euro recht ähnliche Eckdaten aufweist.

Die fraglos wichtigste E-Neuheit 2020 ist der kompakte ID.3, mit dem VW der E-Mobilität zum großen Durchbruch verhelfen will. Ein gefälliges Design, ein geräumiger Innenraum sowie gute Fahrleistungen in Kombination mit gehobenen Reichweiten sollen zusammen mit einem moderaten Einstiegspreis von rund 30.000 Euro der Schlüssel zum Erfolg sein. Die MEB genannte Plattform des ID.3 wird noch vielen weiteren Modellen des VW-Konzerns als technische Grundlage dienen. Seat und Skoda haben mit El Born und Vision iV bereits Studien der entsprechenden Schwestermodelle gezeigt, die noch 2020 an den Start gehen sollen.

Breiter wird auch das Angebot elektrisch getriebener SUV werden. Volvo bringt Ende 2020 den über 400 PS starken XC40 Recharge, der 400 Kilometer Reichweite bieten soll. Der Schwede wird auf der gleichen Plattform aufsetzen wie sein ebenfalls für 2020 angekündigter Konzernbruder Polestar 2, der schon im Sommer zu Preisen von 59.000 Euro startet. Auch Mazda hat mit dem E-SUV MX-30 seinen ersten Stromer in der Schublade, der sich mit 200 Kilometern Reichweite als Zweitwagen empfiehlt. Gut doppelt so weit dürfte der fürs Frühjahr von BMW angekündigte iX3 werden, die E-Variante des beliebten SUVs.

Auch im Segment der Sportwagen wird sich etwas bewegen - und zwar ziemlich schnell. Taycan heißt die Porsche-Flunder, die in der Topversion Turbo S mit 560 kW/762 PS den Sprint in 2,8 Sekunden schafft und maximal 260 km/h erreicht, preislich allerdings in der abgespeckten Basis bereits sechsstelliges Niveau erreicht. Nicht ganz so sportlich und mehr auf Komfort ausgelegt dürfte der mit dem Taycan technisch eng verwandte Audi E-Tron GT werden, der aber wohl erst 2021 kommt.

Auch bei den Transportern tut sich einiges. Streetscooter will seinen Lieferwagen Work aufpeppen, der geräumiger, schneller und komfortabler werden soll. Mercedes bietet ab Frühjahr mit dem EQV eine elektrifizierte V-Klasse mit 400 Kilometern Reichweite und Fiat will den Lieferwagen Ducato zeitnah in einer E-Version auflegen, nennt aber noch keine Details. Konkreter wird bereits PSA, die die Elektrifizierung ihrer Transporter-Baureihen mit den E-Varianten von Peugeot Expert, Citroen Jumpy und Opel/Vauxhall Vivaro starten werden. Zudem kombiniert Renault die elektrischen Lieferwagen Kangoo und Master künftig mit einer Brennstoffzelle, die als Range Extender fungiert.

Darüber hinaus haben sich noch einige Newcomer aus China angekündigt. Für Aufsehen sorgen dürfte der Byton M-Byte, der als „Smartphone auf Rädern“ beworben wird und zudem hohe Reichweiten bieten soll. Die Preise starten bei 53.300 Euro. Aiways hingegen sieht für seinen ab April verfügbaren U5 mit 500 Kilometer Reichweite nur ein Leasing-Konzept vor. Eine Nummer kleiner ausfallen wird der ebenfalls aus China stammende MG ZS EV, der mit 44,5 kWh rund 260 Kilometer weit kommen soll. Auch Geely, Mutterkonzern von Volvo, plant 2020 den Markteintritt in Deutschland unter anderem mit E-Modellen der Marken Lynk & Co und Geely.