Month: Juli 2020

eBussy

Elektrokleinfahrzeug eBussy überzeugt mit Retro-Zitaten

Die deutsche Firma Electric Brands will 2021 mit dem eBussy ein elektrisches Nutzfahrzeug der Leichtbauklasse L7e in Deutschland auf den Markt bringen. Der kleine Stromer, den es auch als Personenbus oder Camper geben soll, vereint modernes Design mit Retro-Zitaten, die entfernt an den ersten VW Bus oder Ford Transit erinnern.

Der eBussy basiert auf einem modularen Konzept, welches neben verschiedenen Aufbauten auf einer 3,65 Meter kurzen Plattform auch unterschiedliche Batteriegrößen erlaubt. Die Speicherkapazität der Akkus variert zwischen 10 und 30 kWh, was Reichweiten von 200 bis 600 Kilometer erlaubt. Sind optionale Solarzellen am Fahrzeug, sollen bis zu 800 Kilometer Reichweite möglich sein.

Bei den Aufbauten werden neben Personen- oder Campingbus auch Pritsche, Kipper, Kastenwagen oder Kofferaufbauten zur Wahl stehen. Insgesamt 10 Karosserievarianten sind angedacht. Zudem sollen sich Aufbauten leicht wechseln lassen, was eine variable Nutzung einer Plattform erlaubt. Das dank Drive-by-Wire-Technik nicht mechanisch mit den Vorderrädern verbundene Lenkrad lässt sich auf dem Armaturenbrett verschieben. Entsprechend kann der eBussy ganz einfach zum Rechts-, Links- oder Mittellenker gewandelt werden.

Für den Vortrieb ist ein gerademal 15 kW/20 PS starker Allradantrieb verantwortlich, der den eBussy auf maximal 90 km/h beschleunigt. Wie in der L7e-Klasse üblich, empfiehlt sich damit auch dieser kleine Stromer vornehmlich für den urbanen Einsatz.

Ab dem dritten Quartal 2021 will Electric Brands die Serienproduktion des eBussy bei einem Auftragsfertiger in Deutschland starten. Rund 16.000 Euro soll die Basisversion mit Fahrerkabine ohne Aufbauten kosten. Für die Camper-Version werden rund 29.000 Euro angepeilt. Bei Electric Brands erwartet man eine Jahresproduktion von 30.000 Fahrzeugen. Eine Vertriebsstruktur ist bereits vorhanden. So sollen sich bereits 80 Händler in Deutschland auf den Start des Mehrzweckstromers vorbereiten.

In Deutschland sind diese Klein-Nutzfahrzeuge für den Straßenbereich eher noch eine große Ausnahme. Allerdings gibt es schon große Robo-Trucks, die auf den Straßen Amerikas oder Australiens Ihren Dienst verrichten. Besonders interessant für den europäischen Markt sind die Trucks von Volvo Trucks, weil sie eigens für den Transport ohne Fahrer, und damit auch ohne Fahrerkabine konzipiert wurden. Nachzulesen in der kommenden Ausgabe 5 der arrive. Bald im Handel!


Across

Suzuki macht das erste Hybrid-Angebot

Suzuki wird im Herbst sein SUV-Angebot mit dem Across nach oben abrunden. Das neue Topmodell der Japaner ist genau genommen allerdings kein Suzuki. Vielmehr handelt es sich um das erste Fahrzeug, dass die Japaner im Rahmen ihrer 2019 beschlossenen Kooperation mit Toyota vom neuen Partner übernehmen. Das entsprechende Toyota-Pendant heißt RAV4.

Und diesem sieht der Across sehr ähnlich. Verändert wurden lediglich Weichteile in der Front, was dieser unter anderem mit einem Suzuki-typischen Kühlergrill beschert. Innen macht zudem ein verchromtes S in der Lenkradmitte den Toyota zum Suzuki. Ansonsten zeichnet sich der 4,64 Meter lange Across durch ein Infotainmentsystem mit großem 9-Zoll-Touchscreen und einen 490 bis 1.604 Liter großen Kofferraum aus. Auch die Ausstattung ist üppig, denn serienmäßig bietet der Across LED-Scheinwerfer, Softtouch-Oberflächen innen, 19-Zoll-Räder, Abstandstempomat, Verkehrszeichenerkennung und Querverkehrswarner.

Die Antriebstechnik ist mit der des RAV4 identisch, wobei Suzuki einzig die in Deutschland bei Toyota bislang nicht verfügbare Topvariante mit Plug-in-Hybridantrieb anbieten wird. Diese wird von zwei E-Motoren mit 134 kW/182 PS und 40 kW/54 PS sowie einem 136 kW/186 PS starken 2,5-Liter-Benziner angetrieben. Das Trio mit 225 kW/306 PS Systemleistung erlaubt die Wahl zwischen Front- und Allradantrieb sowie rein elektrisches Fahren. Letzteres soll dank einer 18 kWh großen Batterie bis zu 75 Kilometer weit möglich sein. Als weitere Werte für den Across nennt Suzuki eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h sowie einen Normverbrauch von 1,1 Liter. Vom PHEV-RAV4 ist zudem bekannt, dass der 100-km/h-Sprint rund 6 Sekunden dauert und dieser rein elektrisch bis 135 km/h schnell fahren kann.

Preise wird Suzuki erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Rund 50.000 Euro für einen Teilzeitstromer dieses Formats sollte man schon erwarten. Für deutsche Fahrer dürfte es abzüglich der Förderungen dann doch etwas günstiger werden.