Autogas

Die neue Arrive: Kommt jetzt das i-car von apple?

Stromautos zu teuer? Mitnichten! Viele von Ihnen sind bereits weit unter 40.000 Euro zu haben und verfügen über eine ordentliche Reichweite. Wer das noch nicht so recht glauben mag, kann sich gerne einmal die neue Ausgabe der Zeitschrift arrive anschauen, die es ab Freitag, dem 28. September, im Handel zu kaufen gibt. Vom e-golf, über den Hyundai Kona, die Zoe von Renault oder Nissan Leaf, gibt es für jeden Geschmack etwas am Markt, und dazu noch mit ausreichend Reichweite bis fast 500 Kilometer. Wir haben die wichtigsten E-Mobile für Sie mit Daten zusammengestellt.

Aber auch sonst gibt es wieder für alle, die sich für alternative Antriebe und neue, brandaktuelle Mobilitätschancen interessieren, einen tollen Themenstrauß mit viel Hintergrundwissen und zahlreichen Service-Infos.

In der Rubrik „Fahren und Fühlen“ haben wir mehrere Fahrberichte und Präsentationen zusammengestellt, unter anderem über den Mild Hybrid Diesel Kia Sportage 2.0 CRDi,
Audi e-tron, Hyundai Nexo, Renault Zoe, das Solarauto Stella Vie, den Erdgas Panda von Fiat und den Volvo XC 90. Eine Übersicht über den aktuellen Elektro-Roller-Markt und Storys über den Ausbau der Ladesäulen an Supermärkten und Discountern rundet den Themenstrauß hervorragend ab.

Apple-i-car: Kommt der Konzern mit einem eigenen Auto?
Ganz besonders dürften aber apple-Fans auf ihre Kosten kommen. Denn wir gehen der Frage nach, wieweit die Erben von Steve Jobs bereits ein eigenes apple-car entwickelt haben. Hier stellen wir Gerüchte und Fakten zusammen und wagen eine Prognose für die unmittelbare Zukunft. Unter „autonom und vernetzt“ gehen wir noch dem Megatrend E-Bike-Dienstrad-Leasing nach und erklären anhand von konkreten Beispielen, warum das „Jobrad“ so beliebt derzeit ist.

Und für alle Autogas-Fahrer haben wir wieder den beliebten Aral-Payback-Gutschein im Heft. Damit lässt sich an den LPG-Säulen der größten deutschen Tankstellengesellschaft hervorragend, nämlich gleich 10fach punkten.

Jetzt wünschen wir allen Lesern erstmal viel Spaß beim Lesen!

Martin Steffan

PS: Suchen Sie nach arrive im Zeitschriftenhandel? Schauen Sie einfach für Ihren Ort auf www.mykiosk.de.


Arrive Nr. 5 ab heute im Zeitschriftenhandel, Kiosk und Bahnhofsbuchhandel

Killt der Jaguar I-Pace den Tesla X? Diese provokante Frage stellen wir wohl zu Recht in der brandneuen Ausgabe 5 der „Arrive“, die heute Freitag, den 27. Juli, im Handel erscheint. Die elektrische Performance des neuen Elektro-Jaguar ist jedenfalls beeindruckend und hat sowohl Mit-Herausgeber Willy Loderhose wie Schauspieler und Markenbotschafter Jürgen Vogel begeistert. Auf der Rennpiste im Motorsport macht das Fahrzeug auf jeden Fall schon mal eine gute Figur und hat uns zu einer ungewöhnlichen Story inspiriert.

Auch unsere weiteren Lesegeschichten zeichnen den Weg der neuen Mobilität in Deutschland und zeigen wie dynamisch der Markt derzeit ist. Wie ist es eigentlich so, mit einem Wasserstoffauto zu fahren? Das fragten wir einen der wenigen privaten Besitzer eines Hyundai ix35 in Münster und trafen dabei auf erstaunliche Erkenntnisse beim ehemaligen Apotheker Norbert Mattern.

Auch das große Elektro-Auto-Rennen am Pikes Peak in Colorada/USA greifen wir auf, ebenso natürlich viele Modelle in Fahrberichten: z. B. den Toyota C-HR Hybrid, BMW i8 Roadster, Mitsubishi Outlander Plug-In-Hybrid, den Voll-Elektro-Ioniq von Hyundai und natürlich den neuen Nissan Leaf.

Mit weiteren echten Zukunftsgeschichten wollen wir wieder dem Puls der neuen mobilen Zeit noch weiter nachfühlen: Unsere Kernfrage hier bleibt: Wer baut den wirklich reichweitenstarken Akku der Zukunft? Wir von Arrive wissen es nicht, können aber heute schon sagen, dass die Feststoffbatterie irgendwann die derzeit gebräuchliche Lithium-Ionen-Batterie ablösen wird. Sehr aktuell und nicht mehr zukunftsgerichtet ist die Tatsache, dass Fahrzeuge schon bald eine Panne vorhersagen werden, bevor sie eintritt. Unglaublich, aber keine Science Fiction!

Weitere Themen im aktuellen Heft: Die VW-Elektrostrategie wird mit dem I.D. Vizzion noch konkreter und visionärer. Und Mercedes macht sich schon mal mit ersten Tests im spanischen Andalusien für den 2019 auf den Markt kommenden rein elektrischen EQC warm. Ein fantastisches Fahrzeug! Aber auch den globalen Blick wollen wir nicht vernachlässigen: Beispiel? Das kleine, aber sehr reiche Land Katar am Persischen Golf mutiert ganz langsam vom gigantischen Öl-Exporteur zum Öko-Staat. Verblüffend!

Jetzt wünsche ich erstmal viel Spaß beim Lesen!
Ihr

Dr. Martin Steffan
Chefredakteur


Ab Samstag im Handel: Die neue Arrive Nr. 4

Das nächste Heft der Zeitschrift arrive erscheint am Samstag, 2. Juni, im Handel. Und wieder haben wir für alle, die sich für alternative Antriebe und neue, brandaktuelle Mobilitätschancen interessieren, einen tollen Themenstrauß mit viel Hintergrundwissen und zahlreichen Service-Infos zusammenstellt. Ganz aktuell und vor dem Marktstart bei vielen Herstellern noch in diesem Jahr sind die neuen Einparkassistenten. Und die bieten tatsächlich viel Convenience. Das aufwendige Hin- und Herlenken, um noch in die letzte schmale Parklücke zu kommen und im dichten Stadtverkehr die auch noch vorab zu finden, gehört bei den neuen Autos der Vergangenheit an. Denn wie von Zauberhand geschieht das völlig von selbst. Wie das genau geht, beschreiben wir in der neue arrive – heißt also: connectivity ist ganz real ab Sommer schon zu haben.

Natürlich werfen wir wieder einen Blick auf weitere neue Hybrid- und Strom-Fahrzeuge: In unserer optimierten Rubrik „Fahren und Fühlen“ bringen wir jede Menge Fahrberichte – vom BMWi3, über den nun doch kaufbaren Opel Ampera, bis hin zu den hybriden Range Rover, BMW 225xe und Mini Countryman.
Ganz im Vordergrund steht im aktuellen Heft aber der vollelektrische AUDI e-tron quattro, der im 4. Quartal in Serie auf den Markt kommen wird und neben einer Reichweite von zirka 500 Kilometern über zirka 400 PS verfügen dürfte. Das angekündigte, perfekte Full-Service-Paket mit apps, Haus-Stromladesystemen und Planungstools für Ladesäulenstopps bei längeren Fahrten, sollte eingefleischte Audi-Fans, die noch mit Verbrenner unterwegs sind, überzeugen. Autogas-Interessierte dürfte die Ankündigung von Fiat, bei Gas-Fahrzeugen tatsächlich ordentlich Gas zu geben, freuen. Und beim Thema Konnektivität ist überraschenderweise Skoda ganz vorne mit dabei. Unsere Storys über das Elektro-Autoland Niederlande, ein Ausflug in die Fahrzeuglandschaft von China und die weltweit ersten Air-Taxis runden unser Heft dieses Mal ab.
Nicht zu vergessen: unsere Kolumne von Fernsehmoderator Thomas Ranft, der sich dieses Mal mit der Datenschutzgrundverordnung für den Automobilisten auseinandersetzt.

Jetzt wünschen wir vom Herausgeberteam – Martin Steffan, Volker Andres, Rüdiger Quass von Deyen und Willy Loderhose – erstmal und wieder einmal viel Spaß beim Lesen!
Ihr

Martin Steffan

PS: Sie suchen nach arrive im Zeitschriftenhandel? Schauen Sie mal für Ihren Ort auf www.mykiosk.de oder besuchen Sie unsere Abo-Seite oder e-paper-Abo-Seite.


Morgen gibt´s beim Kauf eines Dacia die LPG-Anlage für nix dazu

Eine interessante Aktion gibt es morgen bei der Renault-Marke Dacia. Zum „Tag der offenen Tür“ am morgigen Samstag erhalten alle Besitzer alter Diesel-Pkw (Euro 1, Euro 2, Euro 3 oder Euro 4) beim Kauf eines neuen Dacia LPG-Modells den Flüssiggas-Antrieb ohne Aufpreis gegenüber der Benziner-Variante. Ein weiteres Highlight bei den teilnehmenden Dacia-Händlern steht dann auch schon im Showroom: und zwar der neue Duster.

Der Fahrzeugwechsel lohnt sich bei den Dacia Händlern also jetzt ganz besonders: Im Tausch gegen den alten Diesel gibt es nur eine Voraussetzung. Und zwar muss der Selbstzünder mindestens seit sechs Monaten auf den Besitzer zugelassen sein. Autogas, so wissen noch viele Fahrer dieser Fahrzeuge mit dem besonderen Antrieb, bietet viele Vorteile: Die Nutzer profitieren von geringen Betriebskosten und können mit gutem Gewissen, weil die Verbrennung des Alternativsprits NOx-arm ist, auch längere Strecken fahren.

Insgesamt emittiert der Antrieb wesentlich weniger Schadstoffe und zusätzlich auch noch so gut wie keine Rußpartikel. LPG-Fahrzeugen steht ein Netz aus mehr als 7.000 Tankstellen in Deutschland zur Verfügung. Flüssiggas-Antrieb gehört zu den Stärken von Dacia: Mit 70 Prozent Marktanteil ist der Hersteller klarer Marktführer im Bereich der LPG-Neufahrzeuge in Deutschland. Dennoch werden diese Varianten so gut wie gar nicht beworben. Dacia bietet LPG-Varianten für die Modelle Sandero, Logan MCV, Lodgy, Dokker und Dokker Express an. Das Angebot gilt dann übrigens nicht nur morgen, sondern noch bis zum 30. April 2018.

Foto: Dacia


LPG-Fahrzeuge führend in der Statistik - aber Hybride holen stark auf

Die Prozentzahlen sind enorm und beeindruckend, die absoluten Zahlen sind aber eher verhalten. Rund 4.400 neu zugelassene Autogas-Neufahrzeuge für 2017 registrierte das Kraftfahrtbundesamt (KBA) zu Anfang des Jahres 2018. Das war immerhin eine prozentuale Steigerung von 47,2 Prozent. Allerdings gingen im gleichen Zeitraum eine um ein vielfaches höhere Anzahl, nämlich 26.742 Autogas-Fahrzeuge, aus dem Markt raus. Sie waren völlig überaltert und wurden zum Großteil verschrottet. Ähnliche Rückgänge sind für die kommenden Jahre zu erwarten, da weitere Fahrzeuge aus der Umrüstwelle der Jahre 2007 bis 2010 dann ihr Alter erreicht haben werden und dann ebenfalls den Markt verlassen werden.

Gemessen am Gesamtvolumen von 3,44 Millionen Neuzulassungen ist der Zugang von 4.400 LPG-Autos zudem sehr niedrig und weit entfernt von den großen Zuwächsen zu Beginn des Jahrzehnts. Ähnlich niedrige Zahlen liefert der Erdgasfahrzeug-Sektor. Hier gab es trotz Dieselkrise nur 3.723 Neuzulassungen in 2017. VW möchte jedoch zusammen mit Gasnetzbetreibern das CNG-Tankstellennetz von derzeit 900 auf 2.000 Stationen vergrößern, entsprechend nachziehen soll der Bestand von derzeit 75.459 Autos auf eine Million bis 2025. Ob dies jedoch realistisch ist, bezweifeln Experten, zumal die Steuerbegünstigung für Erdgas als Kraftstoff bis 2026 komplett abgebaut wird. Autogas könnte unter dem Auslaufen der Steuerbegünstigung ebenfalls leiden, da diese sogar schon Ende 2022 ganz wegfällt.

Unterm Strich bleibt festzuhalten: Auch wenn Hybride (236.710 Fahrzeuge) und Elektro-Autos (53.861), von einem niedrigen Niveau ausgehend, starke Zuwächse verzeichnen, ist Autogas mit 421.283 Fahrzeugen weiterhin der führende Alternativkraftstoff in Deutschland. Nicht unwahrscheinlich ist, dass dieser aus Butan und Propan bestehende Sprit – sollten sich die Zahlen für LPG-, CNG-, Hybrid- und Elektro-Autos so weiter entwickeln – seine führende Stellung in etwa 2 bis 3 Jahren verlieren könnte.

Zur Erklärung: Autogas (LPG = liquified petrolium gas) besteht aus Propan, Butan und deren Gemischen und wird bereits unter geringem Druck flüssig. Der Energieträger verbrennt CO2-reduziert und schadstoffarm. Flüssiggas wird als Kraftstoff (Autogas), für Heiz- und Kühlzwecke, in Industrie und Landwirtschaft sowie im Freizeitbereich eingesetzt. LPG ist ein Nebenprodukt der Erdölproduktion. Dem Erdgas als Kraftstoff wird oft auch Biogas beigemischt. Auch Propan lässt sich mittlerweile biologisch in einer Raffinerie in Rotterdam herstellen.

Foto: Westfalen Gruppe


Absatz von Gasfahrzeugen stabilisiert sich auf niedrigem Niveau

Dieselkrise und drohende Fahrverbote machen es möglich. Der mächtig unter die Räder gekommene Gasantrieb wird wieder stärker nachgefragt. Während das Jahr 2016 bei Autogasumrüstungen und verkauften Neuzulassungen den absouten Tiefpunkt markierte, gab es 2017 wieder eine leichte Erholung. Dies geht aus den Zahlen hervor, die das statistische Bundesamt veröffentlichte. Allerdings liegt diese positive Stagnation auf sehr niedrigem Niveau. Nur 3.723 Erdgas-Modelle wurde neu zugelassen (+14,9 % gegenüber dem Vorjahr). Bei den Autogas-Neuzulassungen gab es sogar ein sattes Plus von 47,2 %, bei einer mageren absoluten Zahl von nur 4.400 Fahrzeugen.
Diese mageren Zahlen sind weit entfernt von den hohen Zulassungs- und LPG-Umrüstzahlen aus den Jahren 2008 und 2009 entfernt. Wurden 2008 noch mehr als 14.000 LPG- und 12.000 Erdgas-Fahrzeuge verkauft, schnellte der Verkauf in den Folgejahren kontinuierlich Richtung Nordosten. Auch wenn es nun eine leichte Erholung beim Verkauf gibt, darf dies nicht darüber nichttäuschen, dass alte LPG-Fahrzeuge in den letzten drei Jahren massiv altersbedingt verschrottet wurden.

Archivfoto: Martin Steffan


Der Opel Crossland X als LPG-Variante: Für Sparfüchse geeignet

Für den Crossland X bietet Opel nun auch eine Version an, die mit Autogas (LPG) betrieben wird. Unter der Haube des Crossovers arbeitet ein Dreizylinder-Motor 1,2 Liter Hubraum, der 60 kW/81 PS leistet. Den LPG-Verbrauch gibt Opel mit 6,9 Liter an, der Benzinverbrauch liegt bei 5,4 Liter.

Allerdings ist Autogas deutlich günstiger als Benzin. So ist momentan das Verhältnis etwa 0,55 zu 1,30 Euro für einen Liter Benzin. Der günstige LPG-Preis beruht immer noch auf der Steuerbegünstigung für diesen Kraftstoff, die allerdings langsam bis Ende 2022 abgeschmolzen wird. Die Reichweite des Modells soll in der Kombination aus Gas- und Benzintank bei bis zu 1.300 Kilometer liegen. Das sollte erstmal reichen, um in einem Rutsch von Köln nach Berlin oder Hamburg bis München zu kommen. Der LPG-Tank fasst 36 Liter netto und kommt in der Reserveradmulde locker unter.

Als Basispreis für den Crossland X mit LPG-Motor und dem Ausstattungs-Niveau „Edition“ gibt Opel 21.200 Euro an. Damit kostet die Autogas-Variante nur 2.000 Euro mehr als der Standard-Benziner mit gleichen Leistungsdaten. Um den Preisunterschied allein über die geringeren Kraftstoffkosten herauszufahren, reichen also 60.000 Kilometer in reinem Autogas-Betrieb aus, bis sich die Mehrkosten amortisieren. Ab dann fährt das Fahrzeug quasi als Dauersparversion für 3,80 Euro auf 100 Kilometer. Für Langstrecken- und Vielfahrer also auf jeden Fall eine Alternative zu Benziner und Diesel-Fahrzeug.

Die Rüsselsheimer führen mit der neuen Motorenversion außerdem eine so genannte elektronische Mehrventil-Technologie ein. Diese arbeitet mit einem optischen Sensor zusammen, der schneller erkennt, wann die Gasfüllung zur Neige geht, um so frühzeitig eine Umschaltung auf Benzin einzuleiten.

Mit dem neuen Crossland bleibt Opel seiner langjährigen Autogas-Tradition treu, die bereits über mehrere Modell-Varianten gepflegt wird. Derzeit gibt es nur noch wenige Hersteller, die Neufahrzeuge mit Autogas-Antrieb im Markt anbieten.

Mit Material von Spotpress.de


Lada Vesta: Frischer Wind für den Wolga-Segler

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Lada Vesta: Frischer Wind für den Wolga-Segler

Kein anderes europäisches Auto dürfte wohl ein so verfestigtes Image besitzen wie der russische Lada. Technisch rückständig, verstaubt, und unbequem – das sind wohl die ersten Attribute, die vielen Fahrern in den Sinn kommen, sofern sie nicht Förster sind. Denn die lieben den einfach gebauten Niva und machen ihn zu einer Art Bestseller der grünen Szene. Dass es auch ausgereifter geht, beweist nun der Vesta, der technische Anleihen des Renault-Nissan-Konzerns verinnerlicht, zu dem Lada-Bauer AwtoWAS seit geraumer Zeit mehrheitlich gehört.

Martin Steffan    27.10.2017


Dennoch scheint nach unserem Test klar: So ganz an westliche Standards reicht die Stufenhecklimousine mit 5-Gang-Schaltgetriebe noch nicht heran – noch nicht! Dafür muss sich der Halter, der das Fahrzeug mit Autogasanlage bestellt, auch keine Gedanken über Fahrverbote oder Dieselskandale machen. Und das ist doch ok!

Wir haben das Fahrzeug mit integrierter LPG-Anlage direkt von Lada Deutschland erhalten und waren überrascht. Das Interieur hat alles, was ein Mittelklassefahrzeug von der Stange braucht:  Zum Beispiel – ganz wichtig – viel Platz, sowohl vorne wie hinten. Auch der Kofferraum ist mit 440 Litern ansprechend und sollte für die täglichen Einkaufs- und Arbeitsfahrten, aber auch kleinere Umzüge reichen. Bei umgelegter Rücksitzbank

und bis zur Fensterunterkante beladen kommt das Fahrzeug sogar auf satte 825 Liter.

Die Serie hat zudem einiges zu bieten: beheizte Frontscheibe, Klimaautomatik, Licht- und Regensensor, Tempomat, Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer, aber auch Parksensoren hinten und – nicht zu vergessen: das auffällig große Handschuhfach, in das mehr als nur der obligatorische „Lappen“ samt Eiskratzer reinpasst.

 

Alltagstaugliches Arbeitstier

Mit 12.740 Euro plus Prins-VSI II-Autogasanlage für 2.500 Euro ist der 4,4 Meter lange Vesta mit seinen 78 kW (106) PS, 148 Newtonmeter Drehmoment, dem 4-Zylinder-Reihen-Motor inklusive der Multipoint-Einspritzanlage ein fulminantes Arbeitstier, das optisch versucht, sich in die Mittelklasse westeuropäischer Modelle einzureihen. Eine Zahnstangenlenkung mit elektromechanischer Servolenkung, ein höhen- sowie längsverstellbares Lenkrad, das einen Airbag beinhaltet inklusive Sicherheitspaket mit Beifahrerairbag reichen für das durchschnittliche Fahrgeschehen auf deutschen Straßen allemal. Wer allerdings etwas mehr Komfort haben möchte, sollte sich eher beim Wettbewerb umsehen.

Dem Sicherheitsempfinden des Durchschnittsbürgers wird mit dem 4-Kanal-ABS-System mit Bremsassistent (BAS) und elektronischem Stabilitätsprogramm in jedem Fall Genüge geleistet. Vorbei scheinen zumindest die Zeiten, wo sich die Sicherheit des Fahrzeugs auf möglichst viel Blech an den Seiten konzentrierte. (…)

(Lesen Sie mehr in der aktuellen arrive, die seit dem 27.10.2017 im Handel ist.)


Alternativsprit bleibt bis 2022 steuerbegünstigt

Autogas

Alternativsprit bleibt bis 2022 steuerbegünstigt

Erleichterung bei den Autogasfahrern in Deutschland. Die Entscheidung über die Weiterverlängerung der Steuerbegünstigung für Autogas ist am 1. Juni zugunsten der 450.000 Fahrer in Deutschland ausgefallen.

Martin Steffan    27.10.2017


Die Mitglieder des Deutschen Bundestages haben dem langatmigen Gesetzgebungsverfahren nach der entscheidenden Finanzausschusssitzung des Bundestages ein paar Tage zuvor sich die guten Eigenschaften des Kraftstoffes nochmal zur „Brust genommen“ und die Begünstigung dann bis 2022 verlängert.

Fixiert ist diese – leider abschmelzende – Begünstigung bis 2022, läuft also 1 Jahr länger degressiv als in der ursprünglichen Fassung, die noch bis vor einem dreiviertel Jahr Bestand hatte, dann aber von Bundesfinanzminister Schäuble komplett gekippt wurde, dahingehend, dass die Begünstigung ganz wegfallen sollte zum 1.1.2019. Dem haben die Abgeordneten im April und Mai einen Riegel vorgeschoben und die Begünstigung nun doch bis Ende 2022 durchgesetzt.

Einziger Wehmutstropfen: Das nunmehr am 1. Juni verabschiedete Gesetz sieht eine unterschiedliche Länge der Begünstigung von Erdgas und Autogas vor. Autogas wird bis Ende 2022, Erdgas als Kraftstoff bis 2026 begünstigt.

Trotzdem: Einige, wenige Geschäftsführer aus der Flüssiggaswirtschaft zeigten sich in ersten Stellungnahmen Anfang Juni erfreut über den Ausgang des Verfahrens. „Die Entscheidung des Finanzausschusses sendet ein eindeutiges Signal, dass Autogas im Mobilitätsmarkt der Zukunft als schadstoffarmer und bezahlbarer alternativer Kraftstoff auch weiterhin eine große Bedeutung zukommen wird“, kommentierte beispielsweise Uwe Thomsen, Geschäftsführer der Propan Rheingas GmbH & Co.KG. in Brühl.

Auch der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) äußerte sich erfreut: „Angesichts der Umweltdiskussionen ist es ein notwendiger Schritt, diesem erfolgreichen alternativen Antriebskonzept weiter Vorschub zu leisten“, begrüßte Christoph Konrad, Berlinrepräsentant des ZDK, die erfolgreiche Abwehr des alten Gesetzentwurfes von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble.

Zu Wort meldete sich ebenfalls Elmar Kühn, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der mittelständischen Mineralölhändler (UNITI): „Die degressiv ausgestaltete Verlängerung der Steuerermäßigung für Autogas über 2018 hinaus schafft Planungssicherheit für Unternehmen und Verbraucher. Es ist aus klimapolitischen und Verbraucherschutzgründen vernünftig, nicht nur die Steuerermäßigung für Erdgas zu verlängern, sondern auch Autogas als Europas wichtigsten alternativen Kraftstoff weiter zu unterstützen.“

Wie aus einer Pressemitteilung des Bundestages hervorgeht, werden die Steuerausfälle durch die verlängerte Steuerermäßigung für LPG im Jahr 2019 auf 105,6 Millionen Euro beziffert. 2020 werden 79,2 Millionen, 2021 52,8 Millionen und 2022 noch 26,6 Millionen erwartet. Im Vergleich zur Brennelemente-Steuer, die die Bundesregierung an die Stromkonzerne zurückzahlen muss, sind das wahre „Peanuts“.

SPD- und CDU-Abgeordnete im Bundestag wollten mit der Verlängerung der Steuerbegünstigung ein Signal setzen, so Lothar Binding von der SPD-Bundestagsfraktion, dass Gaskraftstoffe „kurz- und mittelfristig eine wichtige Rolle“ bei der Energiewende spielen sollen. „Wir geben den Bürgern damit auch Planungssicherheit.“