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Der Opel Crossland X als LPG-Variante: Für Sparfüchse geeignet

Für den Crossland X bietet Opel nun auch eine Version an, die mit Autogas (LPG) betrieben wird. Unter der Haube des Crossovers arbeitet ein Dreizylinder-Motor 1,2 Liter Hubraum, der 60 kW/81 PS leistet. Den LPG-Verbrauch gibt Opel mit 6,9 Liter an, der Benzinverbrauch liegt bei 5,4 Liter.

Allerdings ist Autogas deutlich günstiger als Benzin. So ist momentan das Verhältnis etwa 0,55 zu 1,30 Euro für einen Liter Benzin. Der günstige LPG-Preis beruht immer noch auf der Steuerbegünstigung für diesen Kraftstoff, die allerdings langsam bis Ende 2022 abgeschmolzen wird. Die Reichweite des Modells soll in der Kombination aus Gas- und Benzintank bei bis zu 1.300 Kilometer liegen. Das sollte erstmal reichen, um in einem Rutsch von Köln nach Berlin oder Hamburg bis München zu kommen. Der LPG-Tank fasst 36 Liter netto und kommt in der Reserveradmulde locker unter.

Als Basispreis für den Crossland X mit LPG-Motor und dem Ausstattungs-Niveau „Edition“ gibt Opel 21.200 Euro an. Damit kostet die Autogas-Variante nur 2.000 Euro mehr als der Standard-Benziner mit gleichen Leistungsdaten. Um den Preisunterschied allein über die geringeren Kraftstoffkosten herauszufahren, reichen also 60.000 Kilometer in reinem Autogas-Betrieb aus, bis sich die Mehrkosten amortisieren. Ab dann fährt das Fahrzeug quasi als Dauersparversion für 3,80 Euro auf 100 Kilometer. Für Langstrecken- und Vielfahrer also auf jeden Fall eine Alternative zu Benziner und Diesel-Fahrzeug.

Die Rüsselsheimer führen mit der neuen Motorenversion außerdem eine so genannte elektronische Mehrventil-Technologie ein. Diese arbeitet mit einem optischen Sensor zusammen, der schneller erkennt, wann die Gasfüllung zur Neige geht, um so frühzeitig eine Umschaltung auf Benzin einzuleiten.

Mit dem neuen Crossland bleibt Opel seiner langjährigen Autogas-Tradition treu, die bereits über mehrere Modell-Varianten gepflegt wird. Derzeit gibt es nur noch wenige Hersteller, die Neufahrzeuge mit Autogas-Antrieb im Markt anbieten.

Mit Material von Spotpress.de


Lada Vesta: Frischer Wind für den Wolga-Segler

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Lada Vesta: Frischer Wind für den Wolga-Segler

Kein anderes europäisches Auto dürfte wohl ein so verfestigtes Image besitzen wie der russische Lada. Technisch rückständig, verstaubt, und unbequem – das sind wohl die ersten Attribute, die vielen Fahrern in den Sinn kommen, sofern sie nicht Förster sind. Denn die lieben den einfach gebauten Niva und machen ihn zu einer Art Bestseller der grünen Szene. Dass es auch ausgereifter geht, beweist nun der Vesta, der technische Anleihen des Renault-Nissan-Konzerns verinnerlicht, zu dem Lada-Bauer AwtoWAS seit geraumer Zeit mehrheitlich gehört.

Martin Steffan    27.10.2017


Dennoch scheint nach unserem Test klar: So ganz an westliche Standards reicht die Stufenhecklimousine mit 5-Gang-Schaltgetriebe noch nicht heran – noch nicht! Dafür muss sich der Halter, der das Fahrzeug mit Autogasanlage bestellt, auch keine Gedanken über Fahrverbote oder Dieselskandale machen. Und das ist doch ok!

Wir haben das Fahrzeug mit integrierter LPG-Anlage direkt von Lada Deutschland erhalten und waren überrascht. Das Interieur hat alles, was ein Mittelklassefahrzeug von der Stange braucht:  Zum Beispiel – ganz wichtig – viel Platz, sowohl vorne wie hinten. Auch der Kofferraum ist mit 440 Litern ansprechend und sollte für die täglichen Einkaufs- und Arbeitsfahrten, aber auch kleinere Umzüge reichen. Bei umgelegter Rücksitzbank

und bis zur Fensterunterkante beladen kommt das Fahrzeug sogar auf satte 825 Liter.

Die Serie hat zudem einiges zu bieten: beheizte Frontscheibe, Klimaautomatik, Licht- und Regensensor, Tempomat, Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer, aber auch Parksensoren hinten und – nicht zu vergessen: das auffällig große Handschuhfach, in das mehr als nur der obligatorische „Lappen“ samt Eiskratzer reinpasst.

 

Alltagstaugliches Arbeitstier

Mit 12.740 Euro plus Prins-VSI II-Autogasanlage für 2.500 Euro ist der 4,4 Meter lange Vesta mit seinen 78 kW (106) PS, 148 Newtonmeter Drehmoment, dem 4-Zylinder-Reihen-Motor inklusive der Multipoint-Einspritzanlage ein fulminantes Arbeitstier, das optisch versucht, sich in die Mittelklasse westeuropäischer Modelle einzureihen. Eine Zahnstangenlenkung mit elektromechanischer Servolenkung, ein höhen- sowie längsverstellbares Lenkrad, das einen Airbag beinhaltet inklusive Sicherheitspaket mit Beifahrerairbag reichen für das durchschnittliche Fahrgeschehen auf deutschen Straßen allemal. Wer allerdings etwas mehr Komfort haben möchte, sollte sich eher beim Wettbewerb umsehen.

Dem Sicherheitsempfinden des Durchschnittsbürgers wird mit dem 4-Kanal-ABS-System mit Bremsassistent (BAS) und elektronischem Stabilitätsprogramm in jedem Fall Genüge geleistet. Vorbei scheinen zumindest die Zeiten, wo sich die Sicherheit des Fahrzeugs auf möglichst viel Blech an den Seiten konzentrierte. (…)

(Lesen Sie mehr in der aktuellen arrive, die seit dem 27.10.2017 im Handel ist.)


Alternativsprit bleibt bis 2022 steuerbegünstigt

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Alternativsprit bleibt bis 2022 steuerbegünstigt

Erleichterung bei den Autogasfahrern in Deutschland. Die Entscheidung über die Weiterverlängerung der Steuerbegünstigung für Autogas ist am 1. Juni zugunsten der 450.000 Fahrer in Deutschland ausgefallen.

Martin Steffan    27.10.2017


Die Mitglieder des Deutschen Bundestages haben dem langatmigen Gesetzgebungsverfahren nach der entscheidenden Finanzausschusssitzung des Bundestages ein paar Tage zuvor sich die guten Eigenschaften des Kraftstoffes nochmal zur „Brust genommen“ und die Begünstigung dann bis 2022 verlängert.

Fixiert ist diese – leider abschmelzende – Begünstigung bis 2022, läuft also 1 Jahr länger degressiv als in der ursprünglichen Fassung, die noch bis vor einem dreiviertel Jahr Bestand hatte, dann aber von Bundesfinanzminister Schäuble komplett gekippt wurde, dahingehend, dass die Begünstigung ganz wegfallen sollte zum 1.1.2019. Dem haben die Abgeordneten im April und Mai einen Riegel vorgeschoben und die Begünstigung nun doch bis Ende 2022 durchgesetzt.

Einziger Wehmutstropfen: Das nunmehr am 1. Juni verabschiedete Gesetz sieht eine unterschiedliche Länge der Begünstigung von Erdgas und Autogas vor. Autogas wird bis Ende 2022, Erdgas als Kraftstoff bis 2026 begünstigt.

Trotzdem: Einige, wenige Geschäftsführer aus der Flüssiggaswirtschaft zeigten sich in ersten Stellungnahmen Anfang Juni erfreut über den Ausgang des Verfahrens. „Die Entscheidung des Finanzausschusses sendet ein eindeutiges Signal, dass Autogas im Mobilitätsmarkt der Zukunft als schadstoffarmer und bezahlbarer alternativer Kraftstoff auch weiterhin eine große Bedeutung zukommen wird“, kommentierte beispielsweise Uwe Thomsen, Geschäftsführer der Propan Rheingas GmbH & Co.KG. in Brühl.

Auch der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) äußerte sich erfreut: „Angesichts der Umweltdiskussionen ist es ein notwendiger Schritt, diesem erfolgreichen alternativen Antriebskonzept weiter Vorschub zu leisten“, begrüßte Christoph Konrad, Berlinrepräsentant des ZDK, die erfolgreiche Abwehr des alten Gesetzentwurfes von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble.

Zu Wort meldete sich ebenfalls Elmar Kühn, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der mittelständischen Mineralölhändler (UNITI): „Die degressiv ausgestaltete Verlängerung der Steuerermäßigung für Autogas über 2018 hinaus schafft Planungssicherheit für Unternehmen und Verbraucher. Es ist aus klimapolitischen und Verbraucherschutzgründen vernünftig, nicht nur die Steuerermäßigung für Erdgas zu verlängern, sondern auch Autogas als Europas wichtigsten alternativen Kraftstoff weiter zu unterstützen.“

Wie aus einer Pressemitteilung des Bundestages hervorgeht, werden die Steuerausfälle durch die verlängerte Steuerermäßigung für LPG im Jahr 2019 auf 105,6 Millionen Euro beziffert. 2020 werden 79,2 Millionen, 2021 52,8 Millionen und 2022 noch 26,6 Millionen erwartet. Im Vergleich zur Brennelemente-Steuer, die die Bundesregierung an die Stromkonzerne zurückzahlen muss, sind das wahre „Peanuts“.

SPD- und CDU-Abgeordnete im Bundestag wollten mit der Verlängerung der Steuerbegünstigung ein Signal setzen, so Lothar Binding von der SPD-Bundestagsfraktion, dass Gaskraftstoffe „kurz- und mittelfristig eine wichtige Rolle“ bei der Energiewende spielen sollen. „Wir geben den Bürgern damit auch Planungssicherheit.“