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Tesla Model 3: Liefertermine rücken weiter in die Ferne

In den vergangenen Tagen hat Tesla über seine Absatzzahlen im Jahr 2017 und die laufende Produktion berichtet. Für deutsche Kunden auf der Warteliste des Model 3 waren es schlechte Nachrichten – sie werden sich noch länger gedulden müssen als gedacht.

Zwar hat Tesla den Engpass in der Produktion des Model 3 überwunden, an dem ein Zulieferer schuld gewesen sein soll. Wirklich rund läuft die Produktion aber nach wie vor nicht. Der Autobauer aus Kalifornien meldet, dass nun mehr als 1.000 Model 3 pro Woche vom Band rollen. Diese Zahl basiert aber ausschließlich auf einer Hochrechnung der letzten drei Arbeitstage im Jahr 2017. In der letzten Arbeitswoche des vergangenen Jahres hat Tesla dagegen nur 793 Stück geschafft. Massenproduktion sieht anders aus.

Dabei wollte Firmenchef Elon Musk Ende 2017 eigentlich schon bei deutlich größeren Zahlen liegen. Das hat nicht geklappt und so werden auch die nächsten Ziele verschoben. Tesla plant nun, Ende des zweiten statt Ende des ersten Quartals auf eine Wochenproduktion von 5.000 Model 3 zu kommen. Dies ist die zweite Kürzung der Prognosen seit November. Man kann sich ausrechnen, dass Tesla 2018 wahrscheinlich deutlich weniger als 200.000 der Mittelklasse-Stromer fertigen wird.
Da mehr als 450.000 Bestellungen vorliegen und Kunden aus den USA zuerst bedient werden, könnte es bis weit ins Jahr 2019 dauern, bevor die ersten Model 3 in Deutschland ankommen. Die Nachrichtenlage ist nicht nur für die Kunden enttäuschend, dass Wall Street Journal sieht auch Anlass für Investoren, wegen der häufigen Planverfehlungen, nervös zu werden.

Kein Wunder, fehlen dem hochverschuldeten Autobauer doch Umsätze, wenn die Produktion nicht läuft wie erwartet. Dank Model S und Model X hat Tesla im letzten Quartal 2017 mit 29.870 Fahrzeugen dennoch einen Absatzrekord erreicht. Bei den beiden Oberklassemodellen ist aber ein nachlassendes Wachstum der Verkaufszahlen bereits zu erkennen. Das Model 3 muss im Jahr 2018 zum Erfolg werden, sonst könnten die Kalifornier unter Druck kommen.


Testberichte über das Model3 von Tesla: Viel Lob und ebenso viel Kritik

Endlich mehr Tempo: Tesla bekommt die Produktionsprobleme beim Model 3 offenbar langsam in den Griff und liefert seit kurzem größere Stückzahlen aus. Ganz vorne in der Warteschlange stehen Käufer aus Kalifornien, die bereits Besitzer eines Tesla sind und am allerersten Bestelltag geordert haben. Je mehr Kunden ihr Model 3 erhalten, desto häufiger tauchen Erfahrungsberichte im Internet auf. Bei der Beurteilung dieser Berichte sollte man bedenken, dass die Tester praktisch durchweg große Fans der Marke Tesla sind.

So überrascht es nicht, dass in Berichten nahezu alle Besitzer das Model 3 für ein bahnbrechendes Auto halten, welches die hohen Erwartungen noch übertreffe. Zu den größten Pluspunkten werden die Fahrleistungen gezählt. Die Beschleunigung könne mit der eines Tesla Model S 70 D mithalten, bei der Spitzengeschwindigkeit hat einer der Fahrer stolze 228 km/h erreicht. Lob gibt es auch für die Reichweite: Die von Tesla genannten 310 Meilen (knapp 500 Kilometer) sollen in der Praxis tatsächlich machbar sein.

Durchweg positiv werden zudem die Fahreigenschaften des Model 3 bewertet. Jameson Dow von der Website Electrek: „Das Handling ist großartig, ich liebe es. Es ist für mich bisher das Beste an dem Wagen.“ Dow begründet seine Euphorie mit der direkt ansprechenden Lenkung und dem im Vergleich zum Model S deutlich geringeren Gewicht des Fahrzeugs. Das Model 3 sei flinker als der große Bruder. Zum Fahrspaß kommen noch Nutzwert in Form eines großzügigen Innen- und Kofferraums, bequeme Sitze sowie eine bessere Verarbeitung als es beim Serienstart von Model X und S der Fall war.

Trotz der Begeisterung erkennen selbst treue Tesla-Anhänger so manches Defizit: Das Lenkrad ist für viele kein optischer Leckerbissen und die Funktionalität überzeugt nicht jedermann. Tom Moloughney vom Branchendienst Inside hätte sich beispielsweise mehr Bedienelemente am Lenkrad gewünscht statt alles auf dem großen Bildschirm in der Mitte des Armaturenbretts zu bündeln: „Ich bin für Einfachheit, aber Tesla ist vielleicht etwas zu weit gegangen. Selbst um das Handschuhfach zu öffnen oder die Scheibenwischer anzustellen muss man den Touchscreen bemühen. Mir erscheint es nicht wirklich sicher, wenn man für jede Kleinigkeit nach rechts sehen soll.“

Während die Testfahrer beim Bildschirm geteilter Meinung sind, besteht Einigkeit bei der mangelhaften Sicht nach hinten. Moloughney: „Das Heck ist so hoch, ich konnte nachts an der Ampel nicht erkennen, ob ein Auto hinter mir steht.“ Als Behelf nutzen einige Besitzer die Rückfahrkamera, um zu sehen, was hinter ihnen vor sich geht.

Zu den grundsätzlichen Defiziten gesellen sich Kinderkrankheiten: Knacken aus der Audioanlage, schlechte Qualität der Wischerblätter, defekte Reifendrucksensoren, plötzlich blinkende Warnlichter, nicht identifizierbare Geräusche aus dem hinteren Teil des Autos und falsch abgerechnete Ladevorgänge am Supercharger sind nur einige Beispiele. Bei einem Fahrer poppte die Meldung auf, sein Fahrzeug müsse zur Inspektion. Der Wagen ließ sich anschließend nicht mehr starten. Derweil gibt es auch Berichte über Systemabstürze.

Wegen der sehr kurzen Testphase des Model 3 dürfte in den kommenden Monaten noch viel über Fehlfunktionen zu lesen sein. Solche Startprobleme hat Tesla bei seinen bisherigen Modellen mit der Zeit behoben. Interessanter ist, wie bei kritischeren Testern das grundsätzliche Urteil zum Model 3 ausfallen wird. Bleibt es bei der Begeisterung oder wird die Liste der Minuspunkte länger werden? Bis die ersten Exemplare irgendwann Ende 2018 oder Anfang 2019 in Deutschland eintreffen, wird man schlauer sein.

Foto: Tesla


Der Bundesrat möchte die Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge verbessern

Der Bundesrat möchte die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge verbessern. Rechtliche Hürden, die dem entgegenstehen, sollen nun endlich abgebaut werden. Dies sieht zumindest ein Gesetzesentwurf vor, den die Länder am 15. Dezember 2017 beschlossen haben, heißt es auf der Internetseite des Bundesrates.

Der Gesetzentwurf zielt vor allem auf Verbesserungen bei der Installation von Ladestationen an privaten Kfz-Stellplätzen. Sie sollen nicht mehr von der Zustimmung anderer Wohnungseigentümer bzw. des Vermieters abhängen. Die Länder sehen in dieser Privilegierung einen notwendigen Schritt, um mehr Elektroautos auf die Straße zu bringen. Dass eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur eine der entscheidenden Bedingungen für die Nutzung von Elektromobilität sei, zeigten Vergleiche mit Ländern wie Norwegen oder die Niederlande, heißt es aus der Länderkammer.

Das Thema ist für die Vertretung der Länder aber kein neues. Der Bundesrat hatte nämlich einen entsprechenden Gesetzentwurf bereits im September 2016 in den 18. Deutschen Bundestag eingebracht. Dieser hatte ihn jedoch bis zum Ende der letzten Wahlperiode nicht aufgegriffen, weshalb er – so der Fachjargon – der Diskontinuität unterfiel. Der neue Vorstoß wird nun über die geschäftsführende Bundesregierung dem 19. Bundestag vorgelegt.

Foto: Bundesrat / Frank Bräuer


Renault und Brillance kooperieren bei Entwicklung von E-Antrieben

Renault und die Brilliance China Automotive Holdings Limited haben eine Kooperation zu Produktion und Vertrieb von leichten Nutzfahrzeugen für den chinesischen Markt vereinbart. Ziel des Joint Venture ist die Fertigung von bis zu 150.000 Einheiten jährlich in drei unterschiedlichen Fahrzeugklassen und unter drei Markennamen sowie der verstärkte Einsatz von elektrifizierten Antrieben.

Das neue Joint Venture „Renault-Brilliance-Jinbei Automotive Company” nutzt Fertigungsstätten im Distrikt Dadong (Shenyang) und wird Kompaktlieferwagen sowie mittlere und schwere Transporter produzieren. Die Fahrzeuge werden unter den Marken Jinbei, Renault und Huasong in China vertrieben. Weiteres Ziel der Kooperation ist die verstärkte Entwicklung von elektrifizierten Antrieben für den chinesischen Markt. Der stark wachsende Nutzfahrzeugmarkt im Reich der Mitte verzeichnet rund drei Millionen Transporter-Neuzulassungen pro Jahr.

Brilliance China bringt in das Joint Venture ein Vertriebsnetz mit 220 Stützpunkten sowie Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten ein. Die Renault Gruppe steuert ihre Nutzfahrzeugexpertise, neue Technologien und ihr Management-Knowhow bei.

Als Basis für das neue Joint Venture hat die Renault Gruppe 49 Prozent an Shenyang Brilliance Jinbei Automobile Co. übernommen. 51 Prozent der Anteile bleiben im Besitz der CBA. Der erfahrene Automobil-Manager Thierry Aubry zeichnet als neuer Geschäftsführer des Joint Venture verantwortlich.

Die Marke Renault verfügt über nahezu 120 Jahre Erfahrung in der Nutzfahrzeugfertigung: Der Unternehmensgründer Louis Renault stellte den ersten Transporter bereits 1900 vor. Renault vertreibt als einziger Anbieter vier rein batteriebetriebene Nutzfahrzeugmodelle.


Elektroautohersteller erzielt erstmals bestes Umweltimage

Autoindustrie und Umweltschutz, zwei Begrifflichkeiten, die immer häufiger in einem Atemzug genannt werden. Doch welche Marke sehen die Verbraucher als umweltfreundlich an? 45 % der Deutschen nennen als Antwort Tesla. Das ergab die repräsentative Aral Studie „Trends beim Autokauf 2017“.
Der amerikanische Elektroautohersteller erzielte ein Plus von 18 Prozentpunkten gegenüber der Vorgängerstudie von 2015 und ließ damit das Wettbewerberumfeld zum ersten Mal deutlich hinter sich. Seit der erstmaligen Einführung der Frage nach dem Umweltimage der Autohersteller in 2009 hatten sich bislang stets Toyota oder VW auf dem ersten und zweiten Platz abgewechselt.
Immerhin: Platz zwei konnte die japanische Automarke Toyota mit 25 % auch in diesem Jahr behaupten – jedoch mit einem klaren Rückgang im Vergleich zu 2015 (36 %). Dahinter folgen BMW mit 23 % (2015: 29 %) und VW mit 19 % (2015: 33 %). Mit Werten im zweistelligen Prozentbereich platzierten sich im Anschluss Audi, Mercedes, Opel, Ford und Smart, wobei Opel sich gegenüber 2015 stabilisiert hat und Ford sogar zulegen kann. Am unteren Ende finden sich die Marken Peugeot, Citroen und Fiat, alle drei aber mit höheren Werten als in der Vorgängerstudie.
Rund zwei Drittel, nämlich 65 %, der Deutschen sprechen im Übrigen den Autoherstellern generell ein positives Umweltimage ab. Dieser Trend zeichnete sich bereits vor zwei Jahren bei der Vorgängerstudie ab. Damals stuften sogar 69 % der Befragten keine Automobilmarke als umweltfreundlich ein. Zum Vergleich: Im Jahr 2009 sah noch fast jeder Zweite mindestens eine Marke als umweltfreundlich an.
Das Umweltimage hat jedoch wenig Einfluss auf die Wahl des Antriebes beim nächsten Autokauf. Denn trotz des führenden Platzes für einen Elektroautohersteller in dieser Kategorie wollen vorerst 5 % der Studienteilnehmer ein batterie-elektrisches Auto erwerben. 15 % geben an, ein Hybrid-Auto zu wählen. Mehr als die Hälfte (52 %) will tatsächlich noch einen Benziner und weitere 18 % einen Diesel kaufen.
Die Hauptgründe für die Kaufzurückhaltung bei Elektroautos sind laut der Studie die mangelnde Reichweite sowie die lange Ladedauer. So erwarten die Studienteilnehmer im Durchschnitt eine Reichweite von 463 Kilometern und 57 % der Teilnehmer halten eine Ladedauer von bis zu 30 Minuten für akzeptabel.
Diese Ergebnisse können natürlich in ein paar Wochen schon wieder ganz anders aussehen.


Elektroauto Uniti One: Von 0 auf alles in 3 Jahren

Die Elektrokleinfahrzeuge sind im Kommen. Nach Smart, e.go und Microlino folgt nun der Uniti One vom schwedischen Elektroauto-Start-up Uniti. Erst am 8. Dezember vorgestellt, macht es jetzt bereits mächtig Furore in den deutschen und internationalen Auto-Medien. Aber abgesehen von der prächtigen Vorstellung in einem mittelgroßen schwedischen Ort ist anscheinend vieles so ganz anders als bei konventionellen Fahrzeugen. Das deutet bereits die eigenwillige Aerodynamik-Form an. Auch die Umweltwerte sind ungewöhnlich gut. auszeichnen. 2019 soll es losgehen, zu Preisen ab 14.900 Euro.
Wer jetzt schon mal bestellen will, kann das – ganz nach Tesla3-Manier – jetzt schon gegen eine Anzahlung machen. Nur 149 Euro werden bei der Vorbestellung fällig. 1.000 sollen es angeblich schon sein. Wer sich einen One reserviert, wird zudem früher als andere den Online-Konfigurator nutzen können und soll dann bei der Belieferung vorrangig behandelt werden. In zwei Mediamarkt-Filialen in den schwedischen Metropolen Malmö und Stockholm hat Uniti sogar schon zwei Showrooms eröffnet. Sollte der Test dieser Vertriebsform erfolgreich verlaufen, sollen weitere Showrooms in anderen Mediamärkten folgen.

Sollte 2019 tatsächlich der Serienbau beginnen, wäre das verblüffend schnell, denn 2016 gab es bei dem aus einem Universitätsprojekt heraus entwickelten Start-up nur ein paar Ideen, Konzepte und Computerretuschen. Doch das genügte, um in den vergangenen Monaten 1,2 Millionen Euro auf der Crowdfunding-Plattform Fundbedbyme für den Bau der nun vorgestellten Prototypen zusammenzutragen.

Im dem kleinen Flitzer gibt es Platz für zwei Leute. Platz. Dank eines 15 kW/20 PS leistenden E-Motors soll das Minimobil bis zu 90 km/h schnell werden. Strom für das rund 400 Kilogramm leichte und zum Großteil aus Biomasse gefertigte Gefährt kommt aus einer 11-kWh-Batterie. Der Natrium-Ionen-Akku soll Reichweiten von bis zu 150 Kilometer möglich machen. Wie Uniti verkündet, soll der One über seinen Lebenszyklus nur etwa ein Viertel der CO2-Emissionen konventioneller Autos verursachen.

Variante mit Flugzeugsteuer soll auch kommen
Neben der Basisversion hat Uniti nun auch größere Varianten in Aussicht gestellt. So ist zum Beispiel die Produktion einer Karosserie mit vier oder fünf Sitzen geplant. Zusätzlich soll es auch eine Batterie mit 22 kWh Speicherkapazität geben. Und bei den Antrieben sind bis zu 40 kW/54 PS starke Leistungsstufen geplant.

Darüber hinaus versprechen die Macher ein grundlegend verbessertes Fahrerlebnis und einzigartige Sicherheitstechniken. Neben einer Version mit klassischem Lenkrad will Uniti zum Beispiel eine Variante mit Flugzeugsteuer anbieten, bei der dank Steer-by-wire-Technik der Fahrer beschleunigt, indem er die beiden Lenkradgriffe wie einen Joystick nach vorne schiebt, und bremst, indem er diese zurückzieht. Fußpedale haben hier ausgedient. Zudem sollen sich Uniti-Autos für Carsharing-Anwendungen besonders gut eignen und automatisierte Fahrkünste bieten.

Mit Material von spotpress.de


Boston Consulting Group sieht Zeitalter der Elektromobilität anbrechen

Für viele Zeitgenossen gilt allein die Elektromobilität als Retter der Umwelt und Allheilmittel in Zeiten des Klimawandels. Allerdings ist die E-Mobilität aktuell im Verkehr noch wenig wahrnehmbar und kommt weltweit auf einen Marktanteil von gerade einem Prozent. Insgesamt wurden in diesem Jahr weltweit geschätzt 900 000 Fahrzeuge mit einem ganz oder teilweise elektrischen Antrieb ausgeliefert.

Dieses Nischendasein könnte sich allerdings in den kommenden Jahren deutlich ändern, meint wenigstens das Beratungsunternehmen Boston Consulting Group in einer aktuellen Studie. Allein in den USA wird sich danach der Marktanteil der, so die Autoren, in „irgendeiner Form elektrifizierten Fahrzeuge“ auf 50 Prozent verbessern. Weltweit soll danach der Anteil von batterieelektrischen Automobilen von sechs Prozent (im Jahr 2025) auf 14 Prozent oder 15,3 Millionen Modelle im Jahr 2030 steigen. Dazu kommen noch Hybrid-Fahrzeuge sowie Fahrzeuge mit 48-Volt-Anlagen, was sich weltweit zu insgesamt 52 Millionen elektrifizierten Fahrzeugen im Jahr 2030 summiert.

Vor allem in China und den USA wird nach der Studie die E-Mobilität rasant zulegen. Der größte Markt für Elektrofahrzeuge wird danach in China entstehen, wo die batterieelektrischen Fahrzeuge 2030 mit starker politischer Unterstützung einen Marktanteil von 17 Prozent oder sechs Millionen Modelle pro Jahr erreichen werden.

Ein Grund für den stürmischen Anstieg der Elektromobilität sehen die Experten von Boston Consulting unter anderem in den rasant sinkenden Batteriepreisen. Lag der Preis für eine Kilowattstunde im Jahr 2010 noch bei rund 670 Dollar, so liegt er heute bei 150 und wird innerhalb der kommenden fünf Jahre bei nur noch 70 Dollar liegen. Hinzu kommen technische Weiterentwicklungen wie die Feststoffbatterie, an der zurzeit alle Hersteller arbeiten und die in der Zeit nach 2020 ihre Serienreife erreichen soll. Mit dieser Technologie könnte der Preis pro Kilowattstunde auf 60 Dollar und die Ladezeit auf einige Minuten sinken. Mit solchen Batterien könnten die rein batterieelektrisch betriebenen Fahrzeuge eine Reichweite auf dem Niveau der Verbrennermodelle erreichen. Weiterlesen

 

Mit Material von www.auto-medienportal.net


Immer mehr Elektroautomobile werden weltweit verkauft

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Immer mehr Elektroautomobile werden weltweit verkauft

Eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) hat den Verkauf von Elektrofahrzeugen weltweit analysiert. Danach stieg 2017 der Absatz von E-Mobilen in den ersten acht Monaten um rund 52 Prozent auf 339.419 Autos im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch in Deutschland ist dieser Kauftrend von einem niedrigen Niveau ausgehend, erkennbar. Um rund 132,6 Prozent, so PwC, auf 13.690 Fahrzeuge erhöhte sich die Zahl der Elektrofahrzeuge im analysierten Zeitraum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Martin Steffan    26.10.2017


Für den europäischen Raum wurden noch deutlichere Steigerungen ermittelt, erläutert PwC, über dessen Zahlen auch das Fachmagazin carIT auf seiner Webside berichtet.

Danach erhöhten sich die Registrierungen von E-Mobilen in der ersten Jahreshälfte um 53,6 Prozent auf 287.231 Autos. Führend sind hier in absoluten Zahlen gesehen die Hybrid-Fahrzeuge mit 199.283 Fahrzeugen, einem Plus von 55,7 Prozent, gefolgt von den Plug-in-Hybriden mit 49,5 Prozent (45.734 Fahrzeuge) und den reinen batteriegetriebenen Stromern mit 48,5 Prozent, das sind 42.214 Fahrzeuge.

Zum weltweit größten Markt hat sich schon seit langem China entwickelt, dass nun auch eine Elektro-Fahrzeugquote einführen wird. Im oben genannten Analysezeitraum wuchs der Absatz von Batterie-Fahrzeugen um 69,2 Prozent auf 209.885 Fahrzeuge. Vorreiter sind hier chinesische Marken wie BYD, Dongfeng und andere, gefolgt von den Importmarken. Allein im August wurden im Reich der Mitte 43.847 E-Mobile verkauft – wesentlich mehr als in ganz Europa.

Der technologische Übergang von den Plug-In-Hybriden hin zu den reinen E-Fahrzeugen wird in China schon jetzt vorweggenommen. Denn der Absatz dieser Zwei-Motor-Fahrzeuge im Analysezeitraum ging um 6,1 Prozent auf 53.139 Fahrzeuge zurück. „Die Regulierung in China basiert auf einem intelligenten Quoten- und Punktesystem – anders als es in der EU umgesetzt wird“, sagte Christoph Stürmer, Global Lead Analyst bei PwC Autofacts, vor kurzem in einer Erklärung. „Unternehmen können Punkte durch die Produktion von Elektroautos erwerben und handeln – bis 2019 müssen sie aber alle ihr Ziel erreicht haben: die Anzahl der gesammelten Punkte muss zehn Prozent der pro Unternehmen produzierten Autos entsprechen, bis 2020 müssen es 12 Prozent sein. Ein intelligentes System, das den Staat entlastet und einen echten Marktpreis für die Emissionsfreiheit von Fahrzeugen innerhalb der Branche etabliert.“