Hybrid

Cover der Arrive Ausgabe No. 5 - Irre Prämien für Neue und Gebrauchte

arrive Nr. 5: Fördern – was das Zeug hält

Der Wechsel vom Verbrenner zum Stromer zieht sich dahin wie der Hefeteig, den wir zwischen unseren Fingern kneten. Das hat auch die Bundesregierung gemerkt und versucht mit reichlich Fördergeldern den Umstieg auf das E-Auto so attraktiv wie möglich zu machen. In der Folge sind die Anträge bei der BAFA in die Höhe geschossen. Dabei gibt’s oft noch Geld zusätzlich vom Land, den Städten oder auch Energieversorgern. Wie man alle Fördermöglichkeiten ausschöpft, steht in der neuen arrive Nr. 5, die ab sofort im Handel erhältlich ist. Hyundai und Renault machen übrigens zusätzlich Zuschüsse on top locker. Wer kann da jetzt noch widerstehen?
Aber auch andere Hersteller locken jetzt mit neuen, reichweitenstarken Fahrzeugen. Unsere Tests mit dem Mazda MX-30, dem Model Y von Tesla, dem Citroen E-C4 zeigen das eindrucksvoll. Weitere Tests gefällig? Schaut mal im Heft auf die zahlreichen kleineren Nutzfahrzeuge oder die vielen Hybride, zum Beispiel den VW Tiguan, den Clio E-Tec h, den Ford Explorer Plug-in-Hybrid, den Honda Jazz Hybrid oder den Jeep Defender P400e PHEV.
Aber auch Zukunftsthemen kommen dieses Mal nicht zu kurz. Wir gegen einen Einblick in ein „Vehicle-to-grid“-Großprojekt von Fiat in Italien und zeigen, dass schon bald nicht verfahrener Strom problemlos ins Hausnetz rückeingespeist werden kann. Eine ganz praktische Frage wollen wir zudem lösen. Nämlich: Ist das Laden mit dem Verlängerungskabel auf der Trommel erlaubt. Und außerdem: Wie weit sind wir bereits mit den Robo-Trucks, die völlig ohne Fahrer auskommen und Waren über lange Distanzen transportieren?
Unsere Liste aller batterie-elektrischen Fahrzeuge, alle Plug-in-Hybride und die Wasserstoffautos rundet das Heft ab.

Arrive Nr. 5 – jetzt im Handel oder online unter www.arrive-magazin.com


Across

Suzuki macht das erste Hybrid-Angebot

Suzuki wird im Herbst sein SUV-Angebot mit dem Across nach oben abrunden. Das neue Topmodell der Japaner ist genau genommen allerdings kein Suzuki. Vielmehr handelt es sich um das erste Fahrzeug, dass die Japaner im Rahmen ihrer 2019 beschlossenen Kooperation mit Toyota vom neuen Partner übernehmen. Das entsprechende Toyota-Pendant heißt RAV4.

Und diesem sieht der Across sehr ähnlich. Verändert wurden lediglich Weichteile in der Front, was dieser unter anderem mit einem Suzuki-typischen Kühlergrill beschert. Innen macht zudem ein verchromtes S in der Lenkradmitte den Toyota zum Suzuki. Ansonsten zeichnet sich der 4,64 Meter lange Across durch ein Infotainmentsystem mit großem 9-Zoll-Touchscreen und einen 490 bis 1.604 Liter großen Kofferraum aus. Auch die Ausstattung ist üppig, denn serienmäßig bietet der Across LED-Scheinwerfer, Softtouch-Oberflächen innen, 19-Zoll-Räder, Abstandstempomat, Verkehrszeichenerkennung und Querverkehrswarner.

Die Antriebstechnik ist mit der des RAV4 identisch, wobei Suzuki einzig die in Deutschland bei Toyota bislang nicht verfügbare Topvariante mit Plug-in-Hybridantrieb anbieten wird. Diese wird von zwei E-Motoren mit 134 kW/182 PS und 40 kW/54 PS sowie einem 136 kW/186 PS starken 2,5-Liter-Benziner angetrieben. Das Trio mit 225 kW/306 PS Systemleistung erlaubt die Wahl zwischen Front- und Allradantrieb sowie rein elektrisches Fahren. Letzteres soll dank einer 18 kWh großen Batterie bis zu 75 Kilometer weit möglich sein. Als weitere Werte für den Across nennt Suzuki eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h sowie einen Normverbrauch von 1,1 Liter. Vom PHEV-RAV4 ist zudem bekannt, dass der 100-km/h-Sprint rund 6 Sekunden dauert und dieser rein elektrisch bis 135 km/h schnell fahren kann.

Preise wird Suzuki erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Rund 50.000 Euro für einen Teilzeitstromer dieses Formats sollte man schon erwarten. Für deutsche Fahrer dürfte es abzüglich der Förderungen dann doch etwas günstiger werden.


arrive Nr. 3 2020

Die neue arrive – ab sofort im Handel mit der großen „Parade der Hybriden“

Die Corona-Krise bestimmt derzeit alles was wir tun. Unsere Gesundheit, unser Business, unsere Familie – all das ist, erkennen wir, derzeit das Wichtigste, was wir haben. Und wir alle setzen uns stärker als jemals zuvor dafür ein. Selbst der Einkauf im Supermarkt wird zur Herausforderung, wenn wir plötzlich kein Toilettenpapier oder Mehl mehr ergattern. Wir von arrive wollen was anderes anbieten: „Lebensmittel für den Kopf“.
Darum haben wir auch in dieser Ausgabe wieder viele Themen aufbereitet, die das mobile Leben mit Elektro- und Hybridantrieben nach Corona lebenswerter machen sollen. Gleich mehrere Fahrtests mit Hybridfahrzeugen (Opel Grandland X4, Peugeot 3008 Plug-in, Kia Ceed SW Plug-in-Hybrid, BMW 745e Plug-in, Fiat 500 Hybrid und Panda Hybrid) zeigen, dass hoher Komfort und ein immer niedrigerer Verbrauch immer stärker bei den aktuellen Modellen Einzug halten. Auch das Autonome Fahren kommt voran. Nissan macht es vor, und schickt einen Leaf 370 Kilometer auf eine Strecke bei London. Vor einem Jahr noch undenkbar! Aber auch die Konzerne und Metropolen kommen beim smarten Umbau ihrer Mobilitätsbedürfnisse voran: Bestes Beispiel ist hier – man mag es nicht glauben – die us-amerikanische Stadt Chattanooga, die mit tollen Nahverkehrsangeboten und viel Grün positiv von sich reden macht. Außerdem zeigen wir die Gewinner unserer Autotausch-Aktion.

Und: Wer jetzt vielleicht schon einen Stromer im Herbst plant zu kaufen, kann sich bereits jetzt auf kräftige Rabatte freuen. Wir erklären, warum und weshalb es so wichtig ist, sich ständig zu informieren, was am Markt passiert! Der neue Citroen AMI ist das beste Beispiel dafür. Er ist das kleinste vollwertige E-Auto, dass demnächst auf dem Markt zu kaufen ist, und kommt immerhin 70 Kilometer weit mit einer einzigen Ladung. Zudem sollen die Franzosen mit diesem Gefährt an einem Leasing-Modell arbeiten, dass so günstig ist, dass es faktisch aus der Porto-Kasse eines jeden Haushaltes zu bezahlen ist.

Wir sind gespannt. Und Sie hoffentlich auch!

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Das gewisse Mehr an Energie: Der Audi Plug-in-Hybrid Q5 55 TFSIe

Nach den ersten Teilzeitstromern, so zum Beispiel dem Q7 als Diesel-Hybrid, kommt nun der Q5 55 TFSIe. Damit rollt nun die zweite Modell-Welle an Plug-in-Fahrzeugen aus Ingolstadt in die großen Audi-Autohäuser der Republik. Mit größeren Akkus, noch mehr Reichweite und optimierten Benzin-Antrieben sollen die Fahrzeuge wesentlich mehr CO2 einsparen und damit Ihren Beitrag zu den konzerneigenen Kohlendioxid-Einsparzielen leisten.

Überfluss statt Sparantrieb
Audi setzt bei seinen neuen Plug-in-Hybriden auf ein gewisses Mehr an allem statt auf Sparen. Wo BMW mit seinen e-Fahrzeugen in die Mitte des Motorisierungs-Angebots zielt (zum Beispiel beim 745e, 330e und 530e), da packt Audi richtig an. Auf 367 PS (270 kW) kommt der neue Q5 55 TFSIe. Damit verfügt er also über 20 PS mehr als das ureigene Topmodell SQ5 mit Sechszylinder-Diesel. Diesen unterbietet der TFSIe wohl beim Grundpreis (gut 60.000 statt 69.000 Euro), mit dem S-Line-Paket und dem vollen Assistenz-Paket ausgestattet liegt der Plug-in-Hybrid dann allerdings bei etwa 80.000 Euro.

Der Verbrenner hat hier nun nur 4 Zylinder. Mit Turbo-Aufladung bietet der Zweiliter-Benziner in der TFSIe-Konfiguration 252 PS (185 kW) auf – das sollte für das rund 2,1 Tonnen schwere SUV mehr als genug sein. Der E-Antrieb bringt mit 350 Newtonmetern Drehmoment ohnehin einen beachtlichen Schub, in der Summe stehen maximal 500 Newtonmeter zur Verfügung, in der Theorie ab 1.700 Umdrehungen.
Im Hybrid-Modus geht es bei Halbgas elektrisch lautlos und geschmeidig los, wenn der Verbrenner einsetzt gibt es eine kurze Zugkraft-Unterbrechung (E-Motor und Verbrenner sitzen gemeinsam vor dem Getriebe), dann aber ziehen beide Maschinen gemeinsam und schreiten kräftig voran.
Im Fahrprogramm „Efficiency“ wechseln E-Motor und Verbrenner sich gegenseitig ab oder ergänzen sich, je nachdem, was gerade den effizientesten Verbrauch bringt. Das System bezieht dabei Kartendaten aus der Navigation mit ein, um vorausschauend Steigungen, Tempolimits und Gefälle zu berechnen. Auch über längere Strecken ist so ein Durchschnittsverbrauch von 6 Litern klasse.
Dann ist da noch der EV-Modus, also nur elektrisch. Hier werden ca. 85 kW Leistung abgerufen. Mit dieser Leistung kommt man im täglichen Verkehr prima klar – das aktive Gaspedal unterstützt den Fahrer dabei, dem Verbrenner einen 2. Rang zuzuweisen. Ein deutlich spürbarer Widerstand zeigt die Schwelle an, ab der der Vierzylinder zugeschaltet würde. Das geht so bis 130 km/h vorzüglich, und im Notfall reicht ein leicht stärkerer Pedaldruck, um die volle Systemleistung abzurufen.
Was jetzt noch wichtig ist im Fahrzeug ist der „Dynamic“-Modus. Er verknüpft die System-Elektronik beider Antriebe, um dem Fahrer eine optimale Leistung und beste Beschleunigungsmöglichkeiten an die Hand zu geben. Auf diese Weise schafft es das Auto durch einfache Launch-Control in 5,3 Sekunden bis zur Hunderter-Marke und der elektrische Boost treibt das Fahrzeug bis maximal 239 km/h.
Der recht angestrengt klingende Vierzylinder des Q5 könnte mal einen Blick in Richtung München werfen, wo BMW im i8 einen 1,5-Liter großen Dreizylinder so mit dem E-Antrieb verschränkt, dass jederzeit der Eindruck eines großen Motors mit Leistung zuhauf entsteht.
Trotzdem zeigt der Q5 ein dynamisches und sehr sicheres Fahrverhalten. Der hohe SUV-Schwerpunkt wird durch den tief eingebauten Akku ausgeglichen, selbst die Gewichtsverteilung ist durch den Akku neutraler als beim SQ5. Es macht durchaus Freude, mit dem Auto über Landstraßen zu fahren.

Ganz sicher was für Außendienstler
Als Dienstwagen ist der Q5 55 TFSIe vermutlich eher auf den deutschen Highways aktiv, weniger auf den Land- und Bundesstraßen. Und als Dienstwagen könnte er mit der 0,5-Prozent-Versteuerung und dem E-Kennzeichen eine besonders gute Figur machen.

Im Test auf der lange Piste (180 Kilometer) auf Autobahnen und Schnellstraßen mit Tempomat-Einstellung 130 km/h kommt der Q5 auf einen Verbrauch im Durchschnitt auf 9,5 Liter. Das ist nicht nur schlechter als ein vergleichbarer A4 Avant mit Benzinmotor, der einen wesentlich niedrigeren Luftwiderstand aufweist als der Q5. Die Entscheidung zwischen SQ5 und TFSIe sollte man nach dem individuellen Fahr-Profil fällen. Wer mehr als die Hälfte der Kilometer auf der Langstrecke auf der Autobahn zurücklegt, wird den Diesel schnell liebgewinnen. Wer nur Strecken von bis zu 45 Kilometer täglich fährt, der ist mit dem TFSIe deutlich Preis- und CO2-bezogen besser bedient.

Auf der Autobahn nur 30 km elektrisch
Die neuen Plugin-Hybride als Q5, A6, A7 und A8 setzen auf 14 kWh große Akkus (nur im Q7 kommt ein 17-kWh-Akku zum Einsatz). Im Fahrbetrieb sind ca. 12 kWh davon ganz real nutzbar. Der Q5 erreicht damit im Landstraßen-Stadt-Mischbetrieb eine rein elektrische Reichweite von „nur“ 45 Kilometern. Auf der Autobahn wird es nochmal ein bischen weniger. Dort schrumpft die Reichweite auf 30 Kilometer. Der Audi ist damit im Konkurrenzumfeld der Mittelklasse-Hybride gut dabei.
Seine technische Klasse spielt der Audi beim Laden aus: Die neuen Plug-in-Modelle aus Ingolstadt setzen allesamt auf zweiphasiges Laden mit 16 Ampere – die resultierende Ladeleistung von 7,4 Kilowatt bedeutet, dass der Akku an einer Wallbox in weniger als 2 Stunden vollgeladen ist. Damit ist der Q5 für Fahrer, die über den Tag verteilt mehrere kurze Etappen unter die Räder nehmen müssen, wesentlich besser geeignet als etwa der X5 45e, der zwar eine größere Reichweite aufweist, aber nicht unter 7 Stunden voll auflädt. Das mitgelieferte Ladegerät verfügt neben einem Industrie-Drehstromanschluss auch über einen Schuko-Adapter. Mit den damit möglichen 2,3 kW Ladeleistung dauert das Vollladen knapp sechs Stunden. Fürs Übernachtladen also dann bestens geeignet.

Vieles ganz klassisch noch mit Knöpfen
Der Plugin-Q5 unterscheidet sich nicht wirklich von den Verbrenner-Geschwister-Modellen. Der Kofferraum ist mit 465 Litern zwar kleiner als bei Diesel oder Benziner, dafür ist der Kofferraumboden ab der Ladekante eben – so ist der Platz gut nutzbar. Die Kopffreiheit auf der Rücksitzbank ist etwas geringer als bei den Standard-Modellen, aber durch die SUV-Bauhöhe trotzdem voll ausreichend. Für eine 4-köpfige Familie bietet das Fahrzeug in fast allen Situationen ausreichend Platz, als komfortable Reiselimousine für vier Erwachsene geht der Q5 aber unserer Meinung nach nicht durch. Trotz aller Digitalisierung setzt der Q5 bei der Bedienung auf das klassische Audi-Bedienkonzept mit Dreh-Drück-Eingabe und auf eine Klimatisierung mit Knöpfen und Drehreglern (A6, A7 und A8 setzen für die Klimatisierung auf ein tief platziertes Touch-Display). Das ist in Ordnung: Das Wichtigste ist nach kurzer Zeit blind zu bedienen, was ein Sicherheits-Zugewinn gegenüber den in Mode gekommenen Touch-Bedienfeldern ist.

Nur bei der Einbindung eines Smartphones per Android Auto oder Apple CarPlay fehlt die Touch-Bedienung am Hauptbildschirm, die die neueren Modelle nutzen. Der Dreh-Drück-Regler navigiert allerdings umständlich durch die Smartphone-Menüs.

Ein Ausrufezeichen setzt Audi mit der Navigations-Software. Die Echtzeit-Daten für die Routenplanung beziehen jetzt erstmals auch Innenstadt-Verkehr mit ein: Selbst in kleineren Kommunen berechnet das Navi Stau-Verzögerungen recht zuverlässig und bietet Alternativrouten dann an. So wird die Navigation mit den Daten von Here Maps endlich zu einer ernstzunehmenden Alternative zu Google Maps. Der Hauptgrund für das Einbinden des Handys fällt damit weg.

Etwas mehr Elektro wär nicht schlecht
Der Q5 ist auch als Plug-in-Hybrid eben ein „echter“Audi. Ambiente, Verarbeitung, Materialien und auch das Fahrverhalten passen zu den Fahrzeugen mit den vier Ringen. Die Systemleistung von 367 PS wird beim 55 TFSIe ganz real zur Verfügung gestellt. Der Mittelklasse-SUV ist kein Sportwagen und deshalb auch keine Alternative zum SQ5. Das Versprechen des CO2-Einsparens kann der Q5 nur im Pendelverkehr und auf kurzen Strecken voll einlösen. Auf der Langstrecke fordert der SUV-Luftwiderstand seinen Tribut. Insgesamt gibt es keinen wahren Grund, der für die Motorisierungs-Stufe 55 spricht – das kleine Modell 50 TFSIe setzt auf den gleichen Verbrenner, den gleichen Akku, aber eine auf 299 PS (220 kW) reduzierte Systemleistung. Das ist schade. Für rund 7.000 Euro weniger fährt der 50er praktisch genauso gut wie der 55er.
Als Langstrecken-Auto wünschen wir uns einen A4 Avant mit der gleichen Motorisierung. Durch den deutlich geringeren Luftwiderstand könnte der klassische Dienstwagen-Kombi beim Verbrauch vermutlich besser überzeugen. Bislang ist jedoch kein solcher A4 geplant, wohl weil der Akku im flachen Kombi keinen Platz hätte.

Der Text erschien zuerst auf www.efahrer.com.


Die Arrive Nr. 2 - jetzt im Handel!

Heft Nr. 2 2020 der „arrive“ ist im Handel!

Wieviel E-Mobilität braucht jeder von uns eigentlich? Darüber dachten wir in der Redaktion nach und probten den Vergleich mit drei kleineren E-Fahrzeugen im Alltag: Wir testeten den Seat Mii Electric, den Skoda CITIGOe iV, und den Volkswagen e-Up! Drei, auch motorisch, sehr ähnliche Fahrzeuge, über deren Fahrverhalten wir im neuen Heft Nr. 2 genau erzählen. Das Ergebnis ist dabei gar nicht so überraschend. Leset selbst!

Selbstverständlich haben wir auch wieder viele, sehr persönlich gehaltene Fahrberichte im Heft Nr. 2: Z. B. zum neuen rein batterieelektrischen Mazda MX-30, zum Peugeot e-2008, Lexus UX 300E, Mercedes E-Sprinter und Mustang Mach-E von Ford.
Neu sind zwei Seiten im Heft über Promis, die sich entweder gerne elektrisch fortbewegen oder die Durchdringung von E-Fahrzeugen im Markt nachhaltig fördern. Dieses Mal haben wir folgende Persönlichkeiten dabei: Liverpool-Fußballtrainer Jürgen Klopp, Louisa Neubauer (bekannt durch die Fridays for Future-Demos), Filmkomponist Hans Zimmer, Nicky Shields und einige andere. Wer sich über die Entwicklungen im Bereich der Elektromobiität informieren möchte, dem gefällt sicher unser großes „Batterie-Spezial“, bei dem wir auf einen echten Batterie-Geheimtipp einmal näher eingehen werden. Aber der Spaß an der E-Mobilität soll natürlich im Heft nicht zu kurz kommen. Wir berichten zum Beispiel über ein echtes Unikat, den Rallye Corsa-e. Außerdem dabei im Heft: die Neuheiten der CES in Las Vegas und eine ausführliche Story über die Wiederverwendung von Nissan-Leaf Batterien durch Musik-Bands auf den Hebriden.

Und natürlich ist auch die bewährte Kolumne von Wetter-Experte und Fernsehmoderator Thomas Ranft wieder dabei. Viele tolle kleine Geschichten ergänzen das Heft im Schicksalsjahr der Elektromobiltät.

Und Ihr seht: Für jeden ist wieder etwas dabei.

Wie immer wünscht Euch das Team von arrive viel Spaß beim Lesen!

PS: Suchen Ihr nach arrive im Zeitschriftenhandel? Schauen einfach für Euren Ort auf www.mykiosk.de.
Wer es papierlos mag: Das e-paper ist erhältlich unter www.arrive-magazin.com. Und bis morgen, den 14.02.2020 gibt es noch unsere e-paper-Aktion: 3 e-paper-Hefte für 10 Euro.


Ampera

Prognos-Lade-Report sieht startenden Markthochlauf

Der Ausbau elektromobiler Systeme einschließlich der öffentlichen Ladeinfrastruktur wird derzeit von einer dynamischen Entwicklung erfasst. Die Folge werden starke jährliche Wachstumsraten in der Zukunft sein. Zu diesem Teilresümee kommt der Prognos-Lade-Report 2020 im Auftrag des Energieversorgers EnBW.
Bei der räumlichen Abdeckung von Ladestationen gibt es aber derzeit noch große Unterschiede zwischen ländlichen und urbanen Räumen. Dies zeigen übrigens auch Studien und Papers der Länder und der NOW GmbH.

Während große Agglomerationsräume eine hohe Dichte an Ladesäulen aufweisen, sind ländliche Räume oftmals schlechter ausgestattet. Diese Zahlen können durch die geringere Einwohnerdichte beziehungsweise durch die noch relativ geringe Anzahl an Elektrofahrzeugen – besonders in Regionen mit geringer Kaufkraft – erklärt werden. Der Ladevorgang findet zudem häufig zu Hause oder beim Arbeitgeber statt. Die öffentliche Ladeinfrastruktur bleibt dennoch ein zentrales Element, um flächendeckenden Zugang zur Ladeinfrastruktur zu gewährleisten.

Status quo der Ladeinfrastruktur
Die ausreichende Verfügbarkeit von Ladepunkten ist ein entscheidender Faktor beim Kauf eines Elektrofahrzeugs und dadurch auch für den Hochlauf der Elektromobilität. Ein vorausschauender Aufbau an öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur ist daher wichtig. Um dies zu ermöglichen, sind seitens der Bundesregierung eine Reihe weiterer Maßnahmen und Förderprogramme geplant.
Die öffentliche Ladeinfrastruktur wird von unterschiedlichen Akteuren aufgebaut und betrieben. Neben den großen nationalen Energieversorgern sind es Stadtwerke oder Unternehmen aus anderen Branchen, die mit verschiedenen Angeboten um die Gunst der Kundinnen und Kunden werben. Leider unterscheiden sich die Tarife sehr stark: Sie reichen von Pauschalangeboten über kWh-basierte Abrechnungsmodelle bis zu zeitbasierten Modellen mit oder ohne monatlicher Grundgebühr. Der Prognos-Lade-Report vergleicht die Tarife der E-Mobility-Provider und berechnet anhand von drei Beispielrechnungen die monatlichen Kosten für öffentliches Stromladen bei den betrachteten Angeboten.

Betreiberkonzentration ohne Auswirkung auf Wettbewerbsgleichheit
Ein Punkt, mit dem der Report aufräumt, ist der Vorwurf lokaler Monopolentwicklungen. So gibt es Städte, darunter Düsseldorf oder Stuttgart, in denen die Ladeinfrastruktur mehrheitlich von einem Betreiber bereitgestellt wird. Auch einzelne Konzentrationen auf Landesebene (Stromnetz Hamburg betreibt zum Beispiel etwa 92 Prozent aller Ladepunkte in Hamburg) haben mit Blick auf die oben genannten Rollen im Markt keine negativen Auswirkungen für Verbraucher. Sagt der Report!

Entwicklung öffentlichen Ladebedarfs
Die Prognos-Analysen zeigen ebenso, dass kurzfristig ein schneller Hochlauf öffentlicher (Schnell-)Ladeinfrastruktur notwendig ist, um der steigenden Zahl an E-Autofahrern den Zugang zu Lademöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. So geht die Bundesregierung davon aus, dass sich der Anteil an Ladevorgängen an öffentlichen Ladestationen im Vergleich zu privaten Lademöglichkeiten in den kommenden Jahren von derzeit rund 15 auf bis zu 40 Prozent erhöhen wird. „Rund 50 Prozent aller Autos sind in Besitz von Bewohnern in Mehrfamilienhäusern. Hier ist die Installation eines privaten Ladepunktes oft nicht oder nur erschwert möglich. Speziell in den Städten, werden viele Fahrzeuge im öffentlichen Straßenraum geparkt. Um perspektivisch einer breiten Masse von Nutzern den Zugang zur Elektromobilität zu ermöglichen – unabhängig der Wohnverhältnisse und Stellplatzsituation. wird ein zeitnaher und intensiver Hochlauf der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur gefordert. Eine ausreichende und öffentlich sichtbare Ladeinfrastruktur ist zudem ein entscheidender Faktor bei der Kaufentscheidung für ein Elektrofahrzeug“, sagt Alex Auf der Maur, Projektleiter bei Prognos.


Opel plant Batteriefabrik bei Kaiserslautern

Das dürfen wir nun sehr gespannt sein. Der Rüsselsheimer Autobauer wirft nun ebenfalls seinen Batteriefabrik-Hut in den Ring. NAchdem VW, ein chinesischer Hersteller und andere Fabriken zur Produktion von Zellen und Batterien angekündigt sind, will auch der PSA-Ableger im Geschäft mit dem Kernelement der Elektromobilität mitmischen.

Opel rüstet für diese neue Zeit weiter auf. Im Motoren- und Komponenten-Werk Kaiserslautern sollen ab dem Jahr 2024 Batterien für E-Autos hergestellt werden. Laut Opel-Chef Michael Lohscheller wird dabei das größte Werk zur Batteriezellenherstellung in Deutschland entstehen. PSA und der Kooperationspartner Saft erwarten bis 2030 eine Verfünfzehnfachung der Nachfrage nach Akkus für batterieelektrische Fahrzeuge. Neben der Batteriefabrik bei Kaiserslautern soll ein Werk in Nordfrankreich die jährliche Produktion von einer Million Batterien mit einer Kapazität von 48 Gigawattstunden realisieren.

Der Paradigmenwechsel, weg vom Verbrenner hin zum E-Auto, deutet sich auch andernorts an. So sind in Deutschland mehrere Projekte zur industriellen Zellenfertigung in Planung. Unter anderem Daimler plant eine eigene Zellenfertigung in Untertürkheim. Der Akkuhersteller CATL aus China will 2022 im thüringischen Arnstadt mit der Massenproduktion beginnen.

Wir von arrive sind gespannt, wer tatsächlich seine Ankündigungen einhält und tatsächlich eine Fabrik in Deutschland errichten wird.


Kona

Renault und Hyundai wollen nicht auf höhere Prämie warten

Die erhöhte Förderprämie der Bundesregierung lässt weiter auf sich warten. Die Förderung muss von der EU-Kommision abgesegnet werden und brauch dafür Informationen und Daten vom Bundeswirtschaftsministerium, am besten einen konkreten Entwurf der aktualisierten Förderrichtlinie, die bei der höheren Förderung greifen soll. Hier soll es, so berichten es mehrere Portale, Fortschritte geben. Die Bundesregierung habe der EU-Kommission erste Daten zu dem überarbeiteten Umweltbonus geliefert.
Darauf wollen Renault und Hyundai aber nicht warten. Beide Auto-Produzenten leisten nun für Verbraucher „auf eigene Rechnung“ die höhere Prämie und wollen damit einer in Ansätzen zu spürenden Kaufzurückhaltung entgegentreten.
Derzeit erhalten Käufer eines neuen Elektrofahrzeugs rund 4.000 Euro als Prämie – 2.000 Euro vom Staat sowie 2.000 Euro Netto-Rabatt vom Produzenten. Die Erhöhung, die 2019 von der Bundesregierung geschlossen wurde, sieht eine weitere Aufstockung um 2.000 Euro vor, um dem Elektro-Auto-Markt mehr Leben einzuhauchen. Die Erhöhung soll bei Fahrzeugen bis zu einem Nettolistenpreis von 40.000 Euro greifen. Für weitaus teurere Fahrzeuge bis zu einer Grenze von 65.000 Euro soll es immerhin noch 5.000 Euro geben. Wer einen Plug-in-Hybrid kaufen will, darf dann immerhin noch 4.500 Euro insgeamt erhalten.

Die Erhöhungen sehen wie folgt aus: Käufer eines Hyundai mit batterieelektrischem Antrieb oder eines Plug-in-Hybriden können sich bereits jetzt Kaufvorteile von bis zu 8.000 Euro sichern. Denn Hyundai verdreifacht den aktuellen Herstelleranteil des Umweltbonus (2.000 Euro) beim Kauf eines Hyundai Kona Elektro oder Hyundai Ioniq Elektro (Stromverbrauch kombiniert: 13,8 kWh/100 km; CO2-Emission kombiniert: 0 g/km). Die Kaufvorteile setzen sich für diese Modelle zusammen aus dem aktuell gültigen Umweltbonus des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) von 2.000 Euro und dem verdreifachten Herstelleranteil von 6.000 Euro.

Renault agiert ähnlich: Der französische Autobauer erhöht den eigenen Anteil von 2.000 auf 4.000 Euro, wodurch beim Kunden ein Gesamt-Elektrobonus von 6.000 Euro ankommt. Wir dürfen gespannt sein, ob auch deutsche Autobauer mit einer eigenständigen Erhöhung nun kommen werden.


Trekstor geht unter die E-Scooter-Hersteller

Trekstor , der für die Produktion von Spechermedien bekannte Hersteller, erweitert sein Angebot um ein E-Scouter-Modell, und zwar den EG40610. Dieses Modell mit dem komplizierten Namen zeichnet sich vor allem durch luftgefüllte 10-Zoll-Reifen aus, die im Gegensatz zu Vollgummirädern mehr Komfort und Fahrstabilität auf unebenem Untergrund bieten. Außerdem bietet der EG40610 einen in der Lenkstange untergebrachten Akku, der sich laut Hersteller mit wenigen Handgriffen entnehmen lässt, um ihn leichter zur nächsten Steckdose zu transportieren. Die Ladezeit soll bei 4,5 Stunden liegen, die Reichweite der 230-Wh-Batterie wird mit 20 Kilometer angegeben.

Darüber hinaus verspricht Trekstor ein problemloses erreichen der Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h dank eines 350 Watt starken E-Motors. Zur Ausstattung des 14 Kilogramm schweren Scooters gehören eine integrierte Beleuchtung, Multifunktionsdisplay, Faltmechanismus, Ständer und Klingel. Neben einer mechanischen Scheibenbremse sorgen eine Trittbremse am hinteren Schutzblech und eine E-Bremse für Verzögerung. Der rund 650 Euro teure Scooter ist bereits bestellbar. Speziell im Trekstor-Onlineshop erhalten Kunden bei Bestellung eines EG40610 einen 50-Euro-Gutschein für einen Uvex-Helm.


Lufttaxi von Hyundai.

Lufttaxi von Hyundai: Und Uber will das bedienen

Taxi-Schreck Uber will seine Kunden in Zukunft auch in die Luft bringen. Dazu hat sich der Uber-Ableger Elevate mit Hyundai als Entwicklung- und Produktionspartner für ein Flugtaxi zusammengetan. Ein von den Koreanern erdachtes und als Konzept deklariertes Flugzeug mit Namen S-A1 feiert derzeit auf der Elektronikmesse CES (bis 10. Januar 2020) seine Weltpremiere. In einigen Jahren soll dieses ungewöhnliche Lufttaxi von Hyundai tatsächlich den Schritt von der Vision zur Wirklichkeit machen.

Die zusätzliche Bezeichnung eVTOL übrigens deutet bereits einen wichtigen Teil der Technik an. Das S-A1 wird nämlich von E-Motoren angetrieben, die ein senkrechtes Starten und Landen erlauben. Insgesamt gibt es 12 Rotorblätter, acht mit je zwei Flügeln sowie vier mit fünf Flügeln. Während die Zweiflügler ausschließlich bei Start und Landung eingesetzt werden, unterstützen die Rotoren mit fünf Blättern zunächst nur und übernehmen anschließend die Vortriebsarbeit. Beim Start sind die variabel nutzbaren Rotoren zunächst noch vertikal ausgerichtet, beim Übergang in den Reisemodus richten sie sich dann horizontal aus. Maximal sollen 290 km/h bei 300 bis 600 Meter Reiseflughöhe möglich sein. Die Akkus erlauben bis 100 Kilometer Reichweite, die Ladezeit soll nur 5 bis 7 Minuten betragen.

Das Hyundai-Flugtaxi wurde als Fünfsitzer konzipiert, wobei der vordere Sitz für den Piloten reserviert ist. Zunächst will Uber Flugtaxis von Menschen lenken lassen, später soll tatsächlich auch ein autonomer Taxibetrieb möglich werden. Das aber ist erstmal absolute Zukunftsversion - mehr nicht.

Der koreanische Autohersteller Hyundai hat neben dem Fluggerät auch schon einen Landeplatz erdacht, der als Hub dienen soll. Von der Plattform aus hat man Zugang zu Straßenfahrzeugen, welche dann die Fluggäste zu ihrem endgültigen Bestimmungsort bringen können.

In Deutschland ist Hyundai derzeit mit mehreren Elektro-, Hybrid-, und Plug-in-Hybrid-Modellen vertreten. Besonders die IONIQ-Varianten und der Elektro-Kona erfreuen sich größerer Beliebtheit. Der Fahrdienstleister Uber ist nur in den wenigen Metropolen Deutschlands mit seinen Dienstleistungen derzeit vertreten.