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Stadt der Zukunft

Toyota baut bald eine Stadt der Zukunft

Toyota arbeitet an der Stadt der Zukunft: Auf einem 175 Hektar großen Gelände am Fuße des japanischen Mount Fuji will der Mobilitätskonzern eine Modell-Metropole bauen. Die jetzt im Rahmen der CES in Las Vegas (-10. Januar) vorgestellte „Woven City“ bildet ein vollständig vernetztes Ökosystem, das Wasserstoff-betriebene Brennstoffzellen nutzt.

Als „lebendiges Labor“ wird Woven City sowohl klassische Einwohner als auch Forscher beherbergen, die vor Ort Technologien wie Autonomie, Robotik, persönliche Mobilität, Smart Home und Künstliche Intelligenz (KI) in einer realen Umgebung testen und entwickeln können.Toyota ist offen für eine Zusammenarbeit mit anderen kommerziellen und akademischen Partnern. Interessierte Wissenschaftler und Forscher aus der ganzen Welt sind eingeladen, an eigenen Projekten in diesem einmaligen, realen Inkubator zu arbeiten. Mit dem Entwurf von Woven City hat Toyota den dänischen Architekten Bjarke Ingels, CEO der Bjarke Ingels Group (BIG), beauftragt, dessen Team unter anderem das World Trade Center und den Hauptsitz von Google entwarf.Neben Strecken für schnellere Fahrzeuge gibt es Abschnitte für einen Mix aus niedrigerer Geschwindigkeit, persönlicher Mobilität und Fußgängern sowie für eine parkähnliche, ausschließlich Fußgängern vorbehaltene Promenade.

Hauptsächlich aus Holz bestehende Gebäude, für die traditionelle japanische Holztischlerei und robotergestützte Produktionsmethoden verwendet werden, reduzieren den CO2-Fußabdruck. Auf den Dächern finden sich Photovoltaik-Anlagen, um Solarstrom zusätzlich zur Stromerzeugung durch Wasserstoff-Brennstoffzellen zu nutzen.

Die Wohnungen in der Stadt der Zukunft werden mit den neuesten Assistenztechnologien wie In-Home-Robotik ausgestattet, um Menschen zu unterstützen. Sensorbasierte künstliche Intelligenz überprüft den Gesundheitszustand der Bewohner und verbessert das tägliche Leben. Auf den Hauptverkehrsstraßen sind ausschließlich völlig autonom fahrende, emissionsfreie Fahrzeuge unterwegs, um die Bewohner zu befördern. Der Toyota e-Palette wird für den Transport und die Warenauslieferung sowie für den mobilen Einzelhandel eingesetzt.Die beiden Nachbarschaftsparks, ein großer zentraler Park zur Erholung sowie ein zentraler Platz für soziale Zusammenkünfte sollen die Gemeinschaft zusammenführen. In Woven City sollen Mitarbeiter und ihre Familien, Ehepaare im Ruhestand, Einzelhändler, Wissenschaftler und Industriepartner leben.

Vor Ort finden zunächst bis zu 2.000 Menschen Platz, deren Zahl im Laufe der Zeit sukzessive ausgebaut werden kann. Der Spatenstich für die Modell-Metropole ist für Anfang 2021 geplant.

Text von auto-medienportal.net/Dennis Gauert


Der Microlino.

Artega und Micro Mobility Systems einigen sich

Was lange nicht möglich schien, ist nun doch noch geschehen. Zwei Streithähne, die um ein E-Modell lang kämpften, haben sich nun geeinigt. Denn eigentlich hätte der Isetta-Klon Microlino längst auf dem Markt sein sollen. Hätte! Doch ein Streit der einstigen Partner, der Artega GmbH aus Delbrück und der Micro Mobility Systems aus dem schweizerischen Küsnacht verhinderte dies. Jetzt planen beide Kontrahenten ihre eigenen, ähnlichen Fahrzeuge, vom Band rollen zu lassen.

So hat der einstige deutsche Sportwagenhersteller Artega angekündigt, im April 2020 den Elektro-Leichtkraftwagen Karo offiziell auf den Markt zu bringen. Damit endet eine über Monate währende rechtliche Pattsituation zwischen den einstigen Partnern Micro Mobility Systems und Artega, die ursprünglich gemeinsam planten, den zunächst als Microlino angekündigten Isetta-Klon entwickeln und produzieren zu wollen. Artega hat sich 2019 jedoch für einen Alleingang bei Produktion und Vertrieb des mit dem Microlino eng verwandten Karo entschieden. Diesem Vorstoß folgte zunächst ein Rechtsstreit zwischen Mirco und Artega, der Ende 2019 in einer außergerichtlichen Einigung mündete. Nach dieser plant Artega nun zusammen mit den ebenfalls in Delbrück beheimateten Partnern Paragon und Voltabox zeitnah mit der Produktion des Karo zu starten, während Micro zusammen mit der italienischen Firma CECOMP 2021 mit dem Microlino folgen will.

Artega nimmt bereits Bestellungen für den Zweisitzer Karo entgegen. Im Frühjahr sollen dann erste Auslieferungen folgen. Abgesehen von 90 km/h Höchstgeschwindigkeit und 200 Kilometer Reichweite werden allerdings noch keine technischen Details zum rein elektrisch angetriebenen Zweisitzer mit der ungewöhnlichen Fronttür genannt. Preise hingegen schon: Demnach soll der Karo „Edition“ rund 18.000 Euro kosten. Alternativ wird zum Marktstart die limitierte Version „Intro“ für rund 22.000 Euro angeboten. Damit wird der Karo deutlich teurer als ursprünglich angedacht: 2018 hatte Micro noch einen Preis von 12.650 Euro für den Microlino genannt.

Das Schweizer Unternehmen hat nach der außergerichtlichen Einigung einen Marktstart des Microlino für 2021 angekündigt. Der neue Partner für Entwicklung und Produktion, das in Turin beheimatete Unternehmen CECOMP, kann unter anderem auf Erfahrungen im Bau von Elektroautos wie dem Bluecar verweisen. Zusammen mit CECOMP will Micro einen Microlino 2.0 entwickeln. Technische Details und Preise wurden noch nicht genannt.


Volvo XC40

2020 wird das Jahr der Stromer - endlich

2020 wird das Jahr der Stromer. Der Durchbruch des E-Autos ist schon häufiger vorausgesagt worden. Im gerade begonnenen Jahr dürfte es so weit sein. Auch, weil so viele attraktive Modelle neu auf den Markt kommen wie nie zuvor. Die Bandbreite reicht vom günstigen Kleinstwagen bis zum rasanten E-Sportler.

Die anstehende Elektrooffensive ist weniger der Sorge ums Klima als vielmehr finanziellem Kalkül geschuldet. Für viele Hersteller wird es sehr teuer, sollten ihre Neuwagen im Mittel den von der EU für 2020 vorgegebenen CO2-Grenzwert überschreiten. Den emissionsfrei fahrenden E-Autos kommt in diesem Zusammenhang die Rolle als Retter der Klimabilanz zu. Damit sie die Statistik der Hersteller aufbessern können, müssen sie allerdings den Kunden besser schmackhaft gemacht werden als zuletzt – Lieferschwierigkeiten, fehlenden Vermarktungs-Elan und unattraktive Kosten-Nutzen-Rechnungen können sich die Hersteller ab 2020 nicht mehr leisten. Profitieren wird der Kunde. Und der findet gleichzeitig eine wachsende Auswahl in allen Klassen vor.

Auch im Kleinstwagen-Segment fächert sich das Angebot im kommenden Jahr breiter auf. Vor allem in Form des Trios VW Up, Seat Mii und Skoda Citigo, die künftig ausschließlich mit E-Antrieb und rund 260 Kilometern Reichweite angeboten werden. Mit Preisen von 20.650 bis rund 22.000 Euro zählen sie gemeinsam mit dem gelifteten Smart EQ-Modellen zudem zu den günstigsten Stromern auf dem Markt. Noch eine Spur günstiger wird das Modell Life des Aachener Start-ups e.GO, der trotz einer kürzlich kommunizierten Preiserhöhung mit 18.000 Euro das billigste Modell auf dem Markt wird.

Eine Klasse höher kündigen sich gleich mehrere Neuheiten an. PSA bringt seine neuen Elektrokleinwagen Opel Corsa-e und Peugeot e-208 auf den Markt, die zu Preisen ab rund 30.000 Euro eine Reichweite von 330 Kilometern bieten. Wer lieber einen Crossover will, findet bei den technisch eng verwandten SUV-Modellen 2008 und DS3 Crossback E-Tense ein entsprechendes Angebot. Rund 34.000 Euro muss investieren, wer sich einen Honda E zulegen will. Dieser bietet Retrocharme, einen flotten Antrieb und einen coolen Innenraum. Wegen seiner kleinen Batterie sind allerdings nur 220 Kilometer Reichweite drin. Ähnlich lifestylig ausgerichtet ist auch der Mini Cooper SE, der mit 270 Kilometern Reichweite und einem Preis ab 32.500 Euro recht ähnliche Eckdaten aufweist.

Die fraglos wichtigste E-Neuheit 2020 ist der kompakte ID.3, mit dem VW der E-Mobilität zum großen Durchbruch verhelfen will. Ein gefälliges Design, ein geräumiger Innenraum sowie gute Fahrleistungen in Kombination mit gehobenen Reichweiten sollen zusammen mit einem moderaten Einstiegspreis von rund 30.000 Euro der Schlüssel zum Erfolg sein. Die MEB genannte Plattform des ID.3 wird noch vielen weiteren Modellen des VW-Konzerns als technische Grundlage dienen. Seat und Skoda haben mit El Born und Vision iV bereits Studien der entsprechenden Schwestermodelle gezeigt, die noch 2020 an den Start gehen sollen.

Breiter wird auch das Angebot elektrisch getriebener SUV werden. Volvo bringt Ende 2020 den über 400 PS starken XC40 Recharge, der 400 Kilometer Reichweite bieten soll. Der Schwede wird auf der gleichen Plattform aufsetzen wie sein ebenfalls für 2020 angekündigter Konzernbruder Polestar 2, der schon im Sommer zu Preisen von 59.000 Euro startet. Auch Mazda hat mit dem E-SUV MX-30 seinen ersten Stromer in der Schublade, der sich mit 200 Kilometern Reichweite als Zweitwagen empfiehlt. Gut doppelt so weit dürfte der fürs Frühjahr von BMW angekündigte iX3 werden, die E-Variante des beliebten SUVs.

Auch im Segment der Sportwagen wird sich etwas bewegen - und zwar ziemlich schnell. Taycan heißt die Porsche-Flunder, die in der Topversion Turbo S mit 560 kW/762 PS den Sprint in 2,8 Sekunden schafft und maximal 260 km/h erreicht, preislich allerdings in der abgespeckten Basis bereits sechsstelliges Niveau erreicht. Nicht ganz so sportlich und mehr auf Komfort ausgelegt dürfte der mit dem Taycan technisch eng verwandte Audi E-Tron GT werden, der aber wohl erst 2021 kommt.

Auch bei den Transportern tut sich einiges. Streetscooter will seinen Lieferwagen Work aufpeppen, der geräumiger, schneller und komfortabler werden soll. Mercedes bietet ab Frühjahr mit dem EQV eine elektrifizierte V-Klasse mit 400 Kilometern Reichweite und Fiat will den Lieferwagen Ducato zeitnah in einer E-Version auflegen, nennt aber noch keine Details. Konkreter wird bereits PSA, die die Elektrifizierung ihrer Transporter-Baureihen mit den E-Varianten von Peugeot Expert, Citroen Jumpy und Opel/Vauxhall Vivaro starten werden. Zudem kombiniert Renault die elektrischen Lieferwagen Kangoo und Master künftig mit einer Brennstoffzelle, die als Range Extender fungiert.

Darüber hinaus haben sich noch einige Newcomer aus China angekündigt. Für Aufsehen sorgen dürfte der Byton M-Byte, der als „Smartphone auf Rädern“ beworben wird und zudem hohe Reichweiten bieten soll. Die Preise starten bei 53.300 Euro. Aiways hingegen sieht für seinen ab April verfügbaren U5 mit 500 Kilometer Reichweite nur ein Leasing-Konzept vor. Eine Nummer kleiner ausfallen wird der ebenfalls aus China stammende MG ZS EV, der mit 44,5 kWh rund 260 Kilometer weit kommen soll. Auch Geely, Mutterkonzern von Volvo, plant 2020 den Markteintritt in Deutschland unter anderem mit E-Modellen der Marken Lynk & Co und Geely.


Tesla will Gigafactory bei Berlin bauen

Elon Musk hat es wieder einmal allen gezeigt. Sein ungewöhnliches Marketing-Gespür für den richtigen Moment, Dinge zu verkünden, die die Autowelt bewegen, hat ihn auch auf der Verleihung des „Goldenen Lenkrades“, der Preisgala einer großen deutschen Autozeitung, nicht im Stich gelassen. Seine Botschaft: Tesla will bis Ende 2021 eine funktionstüchtige Gigafactory für E-Fahrzeuge und Batterien bauen, und zwar in dem Örtchen Freienbrink, dass zur brandenburgischen Gemeinde Grünheide gehört. Mehr als 8.000 Menschen sollen in der Gigafactory arbeiten. Das wäre für das immer noch strukturschwache Bundesland Brandenburg ein echter Segen und ein gehöriger Imagegewinn dazu. Experten und Verantwortliche der Ladesäulenaufstelleräußerten sich insgesamt positiv zu dieser Ankündigung. Derzeit gibt es bereits entsprechende Fabriken in Sparks, Buffalo (beide USA) in Shanghai (im Bau), und nun in Grünheide bei Berlin. Hinzu kommt noch das Stammwerk in Freemont/USA. Allein die erste Gigafactory erreichte schon Mitte 2018 eine auf Jahressicht berechnete Kapazitätsrate von rund 20 GWh, wodurch sie damals weltweit die Fabrik mit der höchsten hergestellten Batteriekapazität wurde. Laut Elon Musk soll sie einmal, wenn sie tatsächlich vollständig fertiggestellt ist, das größte Gebäude der Welt werden.

Mit 43 Fahrzeug- und Motorenfabriken ist Deutschland schon jetzt der größte Automobilstandort in der Europäischen Union. Realisiert der E-Autobauer Tesla seine nun geäußerten Pläne für das Werk nahe Berlin, wächst der Abstand auf Europas Nummer 2, Frankreich, mit 37 Werken weiter. Rang drei belegt laut einer Statista-Grafik auf Basis von Zahlen des Branchenverbands ACEA das Vereinigte Königreich mit 23 Werken. Ebenfalls eine zweistellige Zahl an Produktionsstandorten weisen Italien (23), Polen (16), Spanien (13) und die Niederlande (10) auf. Blickt man über die Grenzen der EU hinaus, teilt sich Russland mit 37 Werken europaweit den zweiten Rang mit Frankreich. Berücksichtigt sind jeweils Fabriken für Kraftfahrzeuge und Motoren, keine Werke von Zulieferern und keine Kleinserienhersteller. Insgesamt gibt es in der EU 229 Produktionsstandorte, in ganz Europa einschließlich der Türkei sind es 309.
Tesla-Chef Elon Musk hat zusätzlich angekündigt, am Fabrikstandort ein Design- und Ingenieurszentrum ansiedeln zu wollen. Die Eröffnung soll voraussichtlich Ende 2021 erfolgen.


Die IAA.

Arrive Nr. 6 im Handel: Starkstrom für 2020

Immer mehr E-Modelle kommen jetzt auf den deutschen und europäischen Markt. Schade nur, dass nur ein Teil davon kürzlich auf der IAA, der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt zu bewundern war, denn viele Hersteller, darunter Toyota, Nissan, Mazda oder Renault waren gar nicht vor Ort mit einem Stand. Verbraucher konnten also nur einen Teil der vielen Modelle bestaunen, die da 2020 auf den deutschen Markt kommen werden. Das wollten wir von arrive natürlich ändern.
Mit der aktuellen Ausgabe 6, die bereits im Handel ist, holt ihr Euch den Überblick auf den Strom an neuen Fahrzeugen ins Haus. Offensichtlich dabei: Mit E-Modellen wie dem ID 3 von VW, dem Opel Corsa-e oder dem Hyundai Kona ist die Elektromobilität im Jahr 2020 jetzt endgültig in der Mitte der Gesellschaft angekommen.
Die neuen Angebote sind nicht mehr eine Antriebs-Alternative für Pioniere, sondern für den Normalfahrer: Seat Mii-Elektro oder Renault Captur-Plug-in und andere sind voll alltagstauglich – und auch beim Preis kommen sich Verbrenner und Stromer jetzt endlich nah.
Natürlich kommen die Tests nicht zu kurz im Heft: Vom U5 des chinesischen Anbieters Aiways, über den Hyundai Nexo, bis hin zum Audi e-tron und Mercedes EQV zeigen wir, was gerade up-to-date wird. Für Harley Davidson-Fans präsentieren wir einen fulminanten Test mit der vollelektrischen LiveWire. Aber auch die neuen Mobilitätskonzepte sollen bei uns nicht zu kurz kommen. Denn immer mehr wird in Zukunft Mobilität über private Sharing-Dienste nachgefragt. Das eigene Auto wird sozusagen zum weiteren Geldverdiener in der Familie. Wie das genau geht, zeigen wir in einem Artikel über unser smart-Event in Paris. Und auch die Photovoltaik wird bald nicht nur auf unseren Dächern ihre Berechtigung haben sondern auf vielen neuen Auto-Modellen wie dem Sion oder dem Lightyear One. Was mit den Modulen schon jetzt möglich ist, zeigt YouTube-Star Alex in einem Bericht über die Elektromotoryacht Silent 55, die allein mit der Energie der Sonne bis zu 200 Kilometer auf See schafft. Unglaublich!


Die neue arrive Nr. 5: Wenn E-Mobile zu Goldeseln werden

Statt mit Benzin und Diesel mit Stromern oder Hybriden fahren. Das war noch nicht so einfach wie heute. Und bald kommt es noch besser. Denn Spritkosten kann man sich bald nicht nur sparen sondern verdienen. Was wie Spinnerei klingt, dürfte nach dem Willen von BMW bald schon Realität werden. Das Auto wird zum Goldesel und verdient dank ausgeklügelter Stromlade- und –rückführtechnik mit Strom Geld – dank bidirektionalem Laden. Damit erhält das Wort Goldesel eine völlig neue Dimension und Bedeutung. Alle Infos dazu in der neuen arrive, die morgen, Freitag, 9. August, im gut sortierten Zeitschriftenhandel zu finden ist. Auch sonst gibt es im 100 Seiten starken Heft Vieles, was der Elektro-, Hybrid- oder Brennstoffzellen-Autofahrer von morgen wissen sollte. Unser Test mit dem Mercedes EQC gehört genauso dazu wie die Vorstellung des Honda e, des Peugeot e-208, des vollelektrischen Mini Cooper SE, der bereits jetzt stark vorbestellt wird, oder Polestar 2, der dem Model 3 von Tesla demnächst Konkurrenz machen wird. Viele weitere Themen, z. B. der Gebrauch von E-Scootern, Roboterauto-Tests von Daimler und Bosch in den USA oder der Wandel der Ölkonzerne BP und Shell zu Mobilitätsdienstleistern runden das bunte Spektrum der Storys ab. Auch Motorräder haben wir wieder dabei und zwar die kräftige Zero SR/F, die das Herz eines jeden motorisierten Zweirad-Enthusiasten höher schlagen lässt. Und dann noch der neue Trend in der Szene der Schönen und Berühmten, der sehr auffällig mit Jogi Löw und VW aber auch anderen in Erscheinung tritt: Immer mehr Prominente lernen die Stromer zu schätzen und bekennen sich öffentlich zu den neuen Autos. Jetzt, ganz aktuell bei uns im Heft: Lena. Sie elektrisiert gerade die Marke Smart mit einer aufregenden Werbekampagne. Inspirierend und lässig. Halt typisch Lena!

Die arrive Nr. 5 gibt es an vielen Bahnhöfen und Zeitungsständen zu kaufen, im Abo oder e-paper-Abo oder auch als Einzelheft digital zu kaufen.


Daimler AG auf dem Messestand in Genf

Toyota, BYD, Daimler und BAIC: Neue Bündnisse für die Elektro-Auto-Zukunft

Bei der Entwicklung von E-Fahrzeugen und Batterien gehen die Produzenten verstärkt Bündnisse ein, teilweise sogar mit Wettbewerbern. Neben den deutschen und europäischen neuen Bündnissen – beispielsweise der Verbund BMW und Jaguar – tritt nun ein neues, sehr großes, rein asiatisches Bündnis auf den Plan. BYD und Toyota haben sich im Beisein der Öffentlichkeit die Entwicklungs-Ehe versprochen und wollen im Rahmens einer 50:50-Beteiligung (Joint Venture) Stromer entwickeln und sogar zusammen bauen. Die Verbindung ist ungewöhnlich, zeigt aber, dass in den Zeiten des technischen Umbruchs so manche frühere Konkurrenz nun einfach über Bord geworfen wird.
Auch Batterien wollen die beiden Player zusammen entwickeln. Im Resultat sollen bereits im ersten Halbjahr 2020 unter der Marke Toyota erste Autos auf dem chinesischen Markt das Licht der Öffentlichkeit erblicken.
Die Allianz wurde initiiert, so die Sprecher der zwei asiatischen Konzerne, um einen Beitrag zur Entschärfung des Treibhauseffektes zu leisten. Beide Unternehmen bekräftigten, dass die CO2-Emissionen Ihrer Flotten nachhaltig gesenkt werden sollen. Auch darum sei man nun absolut bemüht, die bisherigen Rivalitäten aufzugeben und neue Wege zu beschreiten.

Auch deutsch-chinesische Bündnisse werden anscheinend stärker geschlossen. Denn ebenfalls bekannt wurde jetzt, dass der chinesische Hersteller Beijing Automotive Group (BAIC) sich über eine Tochtergesellschaft bei der Daimler AG eingekauft hat. Zusätzlich zur direkten Beteiligung von 2,48 % habe BAIC das Recht auf den Erwerb weiterer Stimmrechte in Höhe von 2,52 % erworben, erläuterte BAIC in Peking. Mit dem Anteilserwerb soll die bisherige gute Zusammenarbeit unterstrichen und gestärkt werden. Daimler-Vorstandsvorsitzender Ola Källenius begrüßte den Einstieg mit einem eindeutigen Statement: „Dieser Schritt festigt unsere erfolgreiche Partnerschaft und ist ein Vertrauenssignal in die Strategie und das Zukunftspotential unseres Unternehmens“, betonte der Vorstandschef. Und weiter: „Der chinesische Markt ist und bleibt eine entscheidende Säule unseres Erfolgs – nicht nur für den Absatz, sondern auch für unsere Entwicklung und Produktion.“
Daimler produziert mit BAIC als Partner in China in dem Gemeinschaftsunternehmen Beijing Benz Automotive. Selbst im Vertrieb sowie bei Forschung und Entwicklung arbeiten beide Konzerne zusammen. Auch der chinesische Autobauer Geely ist seit Anfang 2018 an Daimler beteiligt, und zwar knapp 10 % der Aktien der Daimler AG.


Audi

Audi revitalisiert die Brennstoffzelle

Audi holt die Brennstoffzelle wieder aus der Schublade. Die Ingolstädter wollen die Entwicklung der Wasserstofftechnologie beschleunigen, wie Konzernchef Bram Schot jetzt berichtete. In diesem Zusammenhang will Audi innerhalb des Volkswagen-Konzerns zum Kompetenzzentrum für Brennstoffzellen werden. Noch im laufenden Jahr wollen die Ingolstädter die Studie eines entsprechenden E-Autos vorstellen, 2021 könnte ein fertiges Modell im Leasing angeboten werden. Zuletzt hatte Audi 2016 die Brennstoffzellentechnik mit einer Fahrzeugstudie öffentlich in den Fokus gestellt.

Mit der Brennstoffzelle würde Audi eine Alternative zur Batterie in der Hinterhand haben. Eventuelle Lieferengpässe oder die Abhängigkeit von asiatischen Zellproduzenten könnten so verringert werden. Die Wasserstofftechnik bietet vor allem im Güterverkehr und für Langstrecken-Pkw gegenüber vergleichbaren Batterien Reichweitenvorteile, auch die Betankung ist schneller erledigt als das Aufladen. Die lange Zeit eher stiefmütterlich behandelte Brennstoffzelle könnte daher in Zukunft doch noch mal einen neuen Schwung erhalten, auch wenn VW-Chef Diess sich kürzlich stark für eine starke Ausrichtung der VW-Zukunftstechnologien in Richtung Elektromobilität ausgesprochen hat.
Erst kürzlich hatte bereits der Stuttgarter Zulieferer Bosch angekündigt, in die Produktion einzusteigen. Spätestens 2022 will der Automobilzulieferer seine gemeinsam mit dem Spezialisten Powercell Sweden entwickelte Technik auf dem Markt haben. Für 2030 erwartet das Stuttgarter Unternehmen einen Brennstoffzellen-Anteil von 20 Prozent bei Elektrofahrzeugen. Bisher gibt es nur sehr wenige Fahrzeuge im deutschen Markt, die mit Wasserstoff betankt werden können. Zudem ist die umweltfreundliche Produktion von Wasserstoff in großem Stil noch ungeklärt.

Eine interessante Entwicklung kommt da vielleicht jetzt aus Japan von Toyota. In seinem japanischen Werk Motomachi hat der Autobauer eine autarke Wasserstofftankstelle namens Simple Fuel in Betrieb genommen. Die Anlage kann dank Solarzellen die Energie selbst erzeugen, die es zu Produktion von Wasserstoff benötigt. Das mit Hilfe erneuerbarer Energie erzeugte Gas stellt die Anlage zur Betankung bereit.

Der Solarstrom wird zur Elektrolyse eingesetzt, die wiederum Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff aufspaltet. Pro Tag lassen sich so 8,8 Kilogramm Wasserstoff generieren. Diese Menge soll für den Betrieb von sieben bis acht Gabelstaplern mit Brennstoffzellenantrieb reichen. Derzeit sind in Motomachi 22 Wasserstoff-Gabelstapler unterwegs. Toyota will im Rahmen einer Initiative des japanischen Umweltministeriums die Zahl auf 50 Fahrzeuge erhöhen und zudem weitere Simple-Fuel-Tankstellen in Betrieb nehmen.

Für den Alltagsbetrieb von Brennstoffzellenfahrzeugen wie dem Toyota Mirai oder dem Hyundai Nexo wird rund 1 Kilogramm Wasserstoff je 100 Kilometer benötigt.


arrive Nr. 3

Volle Ladung ! Ab heute: Heft Nr. 3 der „arrive“ im Zeitschriftenhandel!

So langsam wird´s was mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Deutschland. Dabei ist vielen noch gar nicht bekannt, dass schon jetzt tausende an Säulen für jedermann öffentlich zugänglich sind. Wir zeigen in der aktuellen Ausgabe der arrive, die ab heute, Freitag (5.4.2019), im Handel ist, wie einfach sie die Standorte erfahren, nutzen und an den Strecken fürs Laden sogar vorbuchen können. Neben Apps und Websites machen vor allem die großen Anbieter wie EnBW, schnelles Laden, aber auch Aldi, McDonald´s und Deutsche Telekom mächtig Dampf beim weiteren Ausbau des Netzes. Weit mehr als 25.000 Säulen gibt es bereits jetzt – Tendenz weiter stark steigend.
Außerdem im Heft: Ein Toyota-Hybrid-Spezial mit dem neuen Corolla, RAV 4 und Lexus UX. Natürlich werfen wir auch einen Blick auf den Genfer Salon, wo noch nie so viele Stromer vorgestellt wurden wie in diesem Jahr: Von Audi, über Skoda und Mercedes, bis hin zur Sportversion des E.GO Life und dem Fiat-Konzeptauto Centoventi. Alle hatten mindestens ein Auto „unter Strom gesetzt“. Auch Mazda war dort vertreten. Wir stellen die neuen Skyactiv-Modelle von Mazda im Heft vor, die die besten Eigenschaten aus dem Diesel- und Benzin-Motor auf sich vereinen. Ganz aktuell zudem: Der Kia Soul kommt schon bald in zwei ultracoolen Elektro-Varianten auf den deutschen Markt. Wir dürfen gespannt sein. In einem Essay widmen wir uns der Frage, wohin eigentlich die vielen alten Diesel, die bei den Händlern in Zahlung gegeben wurden, hinkommen.
Wie immer haben wir auch dieses Mal wieder eine anregende Kolumne von HR-Moderator und Wetterfrosch Thomas Ranft im Heft. Außerdem berichten wir über erste erfrischende Ansätze beim Akku-Recycling und geben Einblicke in die geplante CO2-arme Produktion der künftigen I.D.-Elektro-Modelle in den Werkshallen von Volkswagen.

Viel Spaß beim Lesen

wünscht Ihnen

das Team der Zeitschrift arrive!

PS: Suchen Sie nach arrive im gut sortierten Zeitschriftenhandel? Schauen Sie einfach für Ihren Ort ab 5.4.2019 auf www.mykiosk.de.

E-paper ist auch schon hier erhältlich.


Die Mia.

Einer der E-Auto-Pioniere in Europa war die Mia Electric, ein Kunststoff-Van, der trotz seiner besonders kompakten Außenabmessungen einen alltagstauglichen Innenraum bot. Doch nach nur wenigen Jahren kam 2015 das endgültige Aus für den rund 800 Kilogramm leichten Stromer. Jetzt plant die Fox Automotive Switzerland für 2019 eine Neuauflage.
Das meldet der Batteriehersteller Lion Smart, der den Auftrag erhalten hat, eine sogenannte Light-Batterie für die neue Mia zu produzieren, die in die bestehende Fahrzeugarchitektur eingepasst werden soll. Die Neuauflage der Mia wird im Vergleich zur früheren Version in puncto Reichweite und Sicherheit optimiert. Kommendes Jahr wollen die Schweizer die Produktionslinie wieder in Betrieb nehmen und noch im gleichen Jahr die Serienfertigung starten. Ein europaweiter Vertrieb ist geplant.

Foto: Spotpress / Benjamin Bessinger