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Schweiz: Jedes zehnte Auto soll ab 2020 elektrisch fahren

Wie der Tagesanzeiger in Zürich meldet, will die Schweiz, um die neuen CO2-Grenzwerte zu erreichen, den Anteil von Elektroautos bei Neuzulassungen ab 2020 auf 10 % massiv erhöhen. Derzeit beträgt der Anteil immerhin 2,7 %. Im Jahr 2020 soll jeder zehnte schweizer Pkw ein E-Mobil oder Plug-in-Hybrid-Fahrzeug sein. Der Slogan „10 / 20“ der Schweizer Regierung wird selbst in Expertenkreisen als ambitioniert aber machbar gesehen, zumal der derzeitige Anteil erst bei 2,7 % liegt. Um dies Ziel zu erreichen, wollen die Behörden den massiven Ausbau der öffentlich verfügbaren Ladesäulen stark forcieren.

Foto: Daimler


Absatz von Gasfahrzeugen stabilisiert sich auf niedrigem Niveau

Dieselkrise und drohende Fahrverbote machen es möglich. Der mächtig unter die Räder gekommene Gasantrieb wird wieder stärker nachgefragt. Während das Jahr 2016 bei Autogasumrüstungen und verkauften Neuzulassungen den absouten Tiefpunkt markierte, gab es 2017 wieder eine leichte Erholung. Dies geht aus den Zahlen hervor, die das statistische Bundesamt veröffentlichte. Allerdings liegt diese positive Stagnation auf sehr niedrigem Niveau. Nur 3.723 Erdgas-Modelle wurde neu zugelassen (+14,9 % gegenüber dem Vorjahr). Bei den Autogas-Neuzulassungen gab es sogar ein sattes Plus von 47,2 %, bei einer mageren absoluten Zahl von nur 4.400 Fahrzeugen.
Diese mageren Zahlen sind weit entfernt von den hohen Zulassungs- und LPG-Umrüstzahlen aus den Jahren 2008 und 2009 entfernt. Wurden 2008 noch mehr als 14.000 LPG- und 12.000 Erdgas-Fahrzeuge verkauft, schnellte der Verkauf in den Folgejahren kontinuierlich Richtung Nordosten. Auch wenn es nun eine leichte Erholung beim Verkauf gibt, darf dies nicht darüber nichttäuschen, dass alte LPG-Fahrzeuge in den letzten drei Jahren massiv altersbedingt verschrottet wurden.

Archivfoto: Martin Steffan