Ampera

Ampera

Entwicklungszentrum von Opel erhält mehr als 160 Ladepunkte

Das Entwicklungszentrum am Stammsitz Rüsselsheim wird zum Reallabor für Elektromobilität, nachdem es wegen eines Teilverkaufs in den vergangen Tagen in die Schlagzeilen geraten ist: Opel wird dort gemeinsam mit der Universität Kassel sowie den beiden auf Ladeinfrastruktur spezialisierten Unternehmen FLAVIA IT und PLUG’n CHARGE am optimalen Aufbau des Stromnetzes der Zukunft forschen. Das dreijährige Zukunftsprojekt „E-Mobility-LAB Hessen“ soll durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert werden.

Dafür errichtet Opel in seinem Entwicklungszentrum ein intelligentes Lade- und -Infrastruktursystem für Elektrofahrzeuge. Die Installation der ersten Ladesäulen auf dem Opel-Gelände in Rüsselsheim sowie dem Testzentrum in Rodgau-Dudenhofen startet schon in wenigen Monaten.
Insgesamt werden dabei mehr als 160 Ladepunkte entstehen, mit denen die E-Automobilflotte des Entwicklungszentrums künftig geladen wird. Basierend auf realen Daten werden umfangreiche und fundierte Simulationen einer Vielzahl von Szenarien ermöglicht. Dies gewährleistet die Übertragbarkeit der Resultate. Erarbeitet wurde das Konzept gemeinsam mit der Denkfabrik der hessischen Energiewende House of Energy.

Bis Ende 2020 werden die Rüsselsheimer 4 elektrifizierte Modelle im Angebot haben, die damit auch die Nachfrage an E-Autos deutlich beschleunigen sollen. Geplant ist bis 2024 in jeder Opel-Baureihe ein elektrifiziertes Modell vorzuweisen.
Opel CEO Michael Lohscheller sagt hierzu kürzlich: „Opel wird elektrisch. Hier in Rüsselsheim schaffen wir nun die notwendige Ladeinfrastruktur in unserem Entwicklungszentrum. Damit unterstützen wir die Bemühungen von Politik und Behörden, den Aufbau einer angemessenen Ladeinfrastruktur voranzutreiben. Denn klar ist: Die Elektromobilität wird nur dann erfolgreich sein, wenn Fahrzeugentwicklung und der Mehr Stationen sind gefordert Hand in Hand gehen.“

Der Anteil von Elektrofahrzeugen im Entwicklungsbereich des Herstellers wird eine Mobilitätssituation abbilden, wie sie im Jahr 2035 erwartet wird. So wollen die Projektpartner wertvolle Erkenntnisse über das Ladeverhalten und die Anforderungen an den Netzausbau erhalten. Mit Hilfe eines intelligenten Steuersystems werden Ladestrom und -zeitpunkt an die jeweilige Nutzung der Entwicklungsfahrzeuge angepasst. Mit dieser smarten Infrastruktur wird realisiert, dass die gesamte Flotte, trotz des hohen Energiebedarfs der Elektrofahrzeuge, jederzeit bedarfsgerecht geladen ist – und das bei minimalem Ausbau des bestehenden Stromnetzes. Aufbauend auf den gewonnenen Daten können verschiedenste Ladesituationen der Zukunft abgebildet werden.
Tarek Al-Wazir, Hessischer Verkehrsminister und stellvertretender Ministerpräsident ist von dem Projekt überzeugt: „Ein klimagerechtes Verkehrssystem ist nötig und möglich, und Hessen hat den Anspruch, Vorreiter der Verkehrswende zu sein. Deshalb engagiert sich die Landesregierung für die Elektromobilität, unter anderem durch die flächendeckende Förderung von Ladeinfrastruktur. Wir freuen uns, dass mit Opel ein hessischer Automobilhersteller die Mobilität von morgen innovativ mitgestaltet.“
Im Testzentrum Rodgau-Dudenhofen wird außerdem ein modularer Batteriespeicher installiert, in dem Fahrzeugbatterien des Opel Ampera wiederverwendet werden, um Strom vorübergehend zu speichern. Dieser stationäre Batterieeinsatz im sogenannten Second Life dient dazu, Verbrauchsspitzen auszubalancieren und so das Stromnetz zu stabilisieren. Insgesamt werden 18 Fahrzeugbatterien in dem Batteriespeicher wiederverwendet, mit deren Speicherkapazität ein Vier-Personen-Haushalt einen Monat lang mit Strom versorgt werden könnte.


Ab Samstag im Handel: Die neue Arrive Nr. 4

Das nächste Heft der Zeitschrift arrive erscheint am Samstag, 2. Juni, im Handel. Und wieder haben wir für alle, die sich für alternative Antriebe und neue, brandaktuelle Mobilitätschancen interessieren, einen tollen Themenstrauß mit viel Hintergrundwissen und zahlreichen Service-Infos zusammenstellt. Ganz aktuell und vor dem Marktstart bei vielen Herstellern noch in diesem Jahr sind die neuen Einparkassistenten. Und die bieten tatsächlich viel Convenience. Das aufwendige Hin- und Herlenken, um noch in die letzte schmale Parklücke zu kommen und im dichten Stadtverkehr die auch noch vorab zu finden, gehört bei den neuen Autos der Vergangenheit an. Denn wie von Zauberhand geschieht das völlig von selbst. Wie das genau geht, beschreiben wir in der neue arrive – heißt also: connectivity ist ganz real ab Sommer schon zu haben.

Natürlich werfen wir wieder einen Blick auf weitere neue Hybrid- und Strom-Fahrzeuge: In unserer optimierten Rubrik „Fahren und Fühlen“ bringen wir jede Menge Fahrberichte – vom BMWi3, über den nun doch kaufbaren Opel Ampera, bis hin zu den hybriden Range Rover, BMW 225xe und Mini Countryman.
Ganz im Vordergrund steht im aktuellen Heft aber der vollelektrische AUDI e-tron quattro, der im 4. Quartal in Serie auf den Markt kommen wird und neben einer Reichweite von zirka 500 Kilometern über zirka 400 PS verfügen dürfte. Das angekündigte, perfekte Full-Service-Paket mit apps, Haus-Stromladesystemen und Planungstools für Ladesäulenstopps bei längeren Fahrten, sollte eingefleischte Audi-Fans, die noch mit Verbrenner unterwegs sind, überzeugen. Autogas-Interessierte dürfte die Ankündigung von Fiat, bei Gas-Fahrzeugen tatsächlich ordentlich Gas zu geben, freuen. Und beim Thema Konnektivität ist überraschenderweise Skoda ganz vorne mit dabei. Unsere Storys über das Elektro-Autoland Niederlande, ein Ausflug in die Fahrzeuglandschaft von China und die weltweit ersten Air-Taxis runden unser Heft dieses Mal ab.
Nicht zu vergessen: unsere Kolumne von Fernsehmoderator Thomas Ranft, der sich dieses Mal mit der Datenschutzgrundverordnung für den Automobilisten auseinandersetzt.

Jetzt wünschen wir vom Herausgeberteam – Martin Steffan, Volker Andres, Rüdiger Quass von Deyen und Willy Loderhose – erstmal und wieder einmal viel Spaß beim Lesen!
Ihr

Martin Steffan

PS: Sie suchen nach arrive im Zeitschriftenhandel? Schauen Sie mal für Ihren Ort auf www.mykiosk.de oder besuchen Sie unsere Abo-Seite oder e-paper-Abo-Seite.