Carsharing

Zuammenschluss unter Gleichen.

Carsharing: Car2go und DriveNow schließen sich zusammen

car2go und DriveNow schließen sich nun zum Carsharing-Unternehmen „Share Now“ zusammen. Durch den Zusammenschluss der beiden Dienste wird „Share Now“ zu einem der weltweit größten Anbieter im free-floating Carsharing. In 30 Metropolen in Europa und Nordamerika steht eine Flotte von mehr als 20.000 Fahrzeugen der Marken BMW, Mercedes-Benz, MINI und smart zur Verfügung. Vier Millionen Kunden nutzen bereits jetzt die Autos der Gesamtflotte: Die Fahrzeuge beider Anbieter werden ab sofort in beiden Apps angezeigt. Olivier Reppert, vormals Geschäftsführer von car2go, leitet das gemeinsame Carsharing-Unternehmen. „Share Now“ ist einer von insgesamt fünf Mobilitätsdienstleistern, welche aus dem Mobilitäts-Joint-Venture der BMW Group und der Daimler AG hervorgehen.

Zentraler Bestandteil der Zukunftsstrategie soll dabei die Elektromobilität sein. Mit vier vollelektrischen Standorten und teilelektrischen Flotten in dreizehn weiteren Städten, ist „Share Now“ schon heute der größte Anbieter im Bereich des stationsunabhängigen E-Carsharing. Mit den 3.200 E-Fahrzeugen wurden in Summe bereits rund 120 Millionen elektrische Kilometer zurückgelegt.

Kunden profitieren von der Zusammenlegung der Dienste durch den vereinfachten Zugang zu einer gemeinsamen Flotte: car2go und DriveNow Kunden können in der jeweiligen App direkt die Fahrzeuge des jeweils anderen Anbieters auswählen. „In Deutschland finden Kunden nun in der car2go oder DriveNow App über 7.000 BMW, Mercedes-Benz, MINI und smart Modelle. Dies ermöglicht eine deutlich bessere Verfügbarkeit von Fahrzeugen auf einen Blick sowie eine größere Auswahl an Fahrzeugmodellen an mehr Standorten“, so Reppert. Darüber hinaus können sich Kunden des einen Dienstes kostenfrei beim jeweils anderen Sharing-Anbieter registrieren. Langfristig soll ein vollständig integrierter Service in einer einzigen Carsharing-App entstehen. Auch die Fahrzeuge werden in den kommenden Monaten zunächst mit beiden Markennamen, car2go bzw. DriveNow und „Share Now“, unterwegs sein. Nach dieser Übergangszeit wird das neue Branding für alle Fahrzeuge übernommen.

„Share Now“ ist einer von insgesamt fünf Anbietern des neu gegründeten Mobilitäts-Joint-Ventures, das am 22. Februar offiziell von der BMW Group und der Daimler AG in Berlin vorgestellt wurde. Zusammen mit den vier anderen Mobilitätsunternehmen „Reach Now“, “Charge Now“, „Park Now“ und „Free Now“ wird „Share Now“ im Joint Venture dennoch unabhängig agieren. Das gemeinsame Ziel der fünf Unternehmensbereiche ist es, die Mobilitätsbedürfnisse von Millionen Menschen zu erfüllen.

Foto: Car2go


Neue Carsharing-Angebote von Volkswagen

Der Volkwsagen-Konzern will im kommenden Jahr einen Carsharing-Dienst mit E-Autos starten. Neben Pkw-Modellen, unter anderem aus der neuen I.D.-Familie, sollen auch elektrische Micromobile verfügbar sein. Als Vorbild dienen die Konzeptstudien Streetmate und Cityskater, zwei Roller für den Stadtverkehr. Nach dem Start auf dem Heimatmarkt soll das Angebot 2020 in ausgewählten Metropolen in Europa, Asien und Nordamerika starten.
Mit dem neuen Carshring-Angebot tritt VW in Konkurrenz zu Car2go von Daimler und BMW. Das süddeutsche Unternehmen setzt bislang allerdings auf eine Mischung aus elektrisch und konventionell angetriebenen Pkw. Für VW ist der neue Dienst keine Premiere im Carsharing-Geschäft: 2012 startet der Konzern in Hannover mit der Marke Quicar, stellte das Projekt vier Jahre später mangels Erfolg wieder ein. Seit 2013 ist VW jedoch am holländischen Anbieter Greenwheels beteiligt, der mittlerweile auch in Deutschland aktiv ist. Zudem zählt mit der Submarke MOIA ein Mobilitätsdienstleister zum Portfolio der Norddeutschen.
Der neue Anlauf soll vor allem in Berlin neue Kunden bringen. Unter der Sub-Marke „We Share“ werden 1.500 VW e-Golf in Berlin zum Leihen bereitstehen, weitere 500 e-up!-Stromer sollen dann später folgen und das bereits existierende Angebot ergänzen.
„Berlin bietet für Carsharing aufgrund seiner hohen Einwohnerzahl und –dichte den idealen Markt und hat das größte Potenzial“, sagt VW-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann. „Hier leben viele Menschen, die das Teilen von Fahrzeugen schon ausprobiert haben – und es werden immer mehr.“ Man wolle mit der „großen Sichtbarkeit“ der „We Share“-Flotte auf die Vorteile der Elektromobilität aufmerksam machen und Interesse für die Technologien wecken, so Stackmann weiter.
Auch Philipp Reth, Geschäftsführer der Volkswagen-Tochter UMI Urban Mobility International, die das Thema Carsharing als Start-up im Unternehmen operativ von Berlin aus steuert, prognostiziert für das neue Angebot ein erstklassiges Wachstum. Nach Berlin soll „We Share“ in weiteren großen Städten in Deutschland eingeführt werden. Eine großangelegte Expansion nach Übersee, insbesondere Nordamerika ist ebenfalls angedacht.
Mehrere Unternehmen in Deutschland - vom kleinen Start-up bis zum Konzern - planen im Übrigen die Kreation neuer Mobilitätsdienste. Mehrere Messen beschäftigen sich mittlerweile mit dem Thema. Einer der größeren ist die Hypermotion, die vom 20.-22. November in der Messe Frankfurt stattfinden wird.