e-tron

VW Neo

Elektrofahrzeuge kommen in 2019 verstärkt - erst langsam, dann mächtig

Das Angebot der reinen Elektrofahrzeuge ist bislang eher langsam gewachsen in Deutschland. In den kommenden Monaten dürfte es sprunghaft zunehmen - und die E-Mobilität auch für neue Kundengruppen attraktiv machen. Eine Auswahl der erwarteten Neuerscheinungen bis Ende nächsten Jahres haben wir einmal für Sie zusammengestellt.

Es geht schon los in den kommenden Wochen: Ende diesen, Anfang nächsten Jahres starten zunächst die deutschen Tesla-Jäger Audi E-Tron und Mercedes. Die beiden Elektro-SUV der 400-PS-Klasse sind passgenau gegen das Model X der Stromer-Pioniere aus Kalifornien positioniert, bieten bei leicht geringeren Abmessungen ähnliche Fahrleistungen zu einem etwas günstigeren Preis. 73.000 Euro für den Mercedes und 80.000 Euro für den Audi engen die Zielgruppe williger und potenter Kunden allerdings immer noch spürbar ein.

Im Laufe des kommenden Jahres dürfte aber auch die Auswahl für Normalverdiener wachsen. Nicht zuletzt, weil dann VW seine E-Mobilität für alle anlaufen lässt. Ende 2019 soll der Kompaktwagen Neo debütieren, ein geräumiges Familienauto mit mindestens 400 Kilometern Reichweite, das nicht teurer sein soll als ein Diesel-Golf. Die Modellfamilie auf Basis einer neu entwickelten Baukastenarchitektur wird über die folgenden Jahre ständig wachsen: Geplant ist neben SUVs und Limousinen als besonderer Sympathieträger auch ein Kleinbus im Stil des legendären Bulli.

Auch beim bisher in Sachen Elektrofahrzeuge eher vorsichtigen PSA-Konzern startet 2019 das Elektro-Zeitalter. Premiere feiert der E-Antrieb im kleinen Crossover DS3 Crossback, bevor er auch in die gängigeren Modelle des Mehrmarkenkonzerns einzieht, 2020 etwa in den Opel Corsa und den Peugeot 208. PSA setzt jedoch stärker als viele andere Hersteller auf den Plug-in-Hybridantrieb, der vor allem in den größeren Baureihen zunächst dominierend bleiben dürfte.

Ebenfalls für 2019 steht wohl die Premiere des Honda Urban EV an. Der Kleinwagen im Retro-Stil hatte auf der IAA 2017 als Studie für Furore gesorgt und soll nun auch in der Serienversion Europas Stadtbewohner ansprechen. Details und Preise sind allerdings noch nicht bekannt. Klar ist aber, dass der Japaner auf wachsende Konkurrenz im Segment der Elektro-Citycars treffen wird. Häufig kommen diese nicht von etablierten Herstellern, sondern von Start-ups. So wie der Dreitürer e.Go, der von dem Team entwickelt wurde, das zuvor den E-Lieferwagen Streetscooter auf die Straße gebracht hat. Das Konzept ist ähnlich: Freundlicher Look, eher spartanischer Innenausbau und günstige Preise ab rund 16.000 Euro. Zum gleichen Preis startet voraussichtlich der Sion von Sonos Motors aus München, der als besonderes technisches Gimmick über eine mit Solarzellen gepflasterte Karosserie verfügt, die zumindest an sonnigen Tagen Strom für rund 30 Kilometer Fahrt liefern und so die Batterie entlasten soll.

Abgerundet wird die Elektrofahrzeuge-Offensive der kommenden Monate wieder durch ein Luxusmodell. Voraussichtlich Ende 2019 startet mit dem Porsche Taycan die Serienversion der lange Zeit als Mission E bekannten Messestudie. Der Model-S-Konkurrent basiert auf einer eigens entwickelten E-Plattform, die ab 2020 auch Konzernschwester Audi nutzen soll. Neben einer Reichweite um 500 Kilometer soll die neue Technik auch das ultraschnelle Laden ermöglichen – einmal Volltanken soll dann in rund 15 Minuten möglich sein.


Die neue Arrive: Kommt jetzt das i-car von apple?

Stromautos zu teuer? Mitnichten! Viele von Ihnen sind bereits weit unter 40.000 Euro zu haben und verfügen über eine ordentliche Reichweite. Wer das noch nicht so recht glauben mag, kann sich gerne einmal die neue Ausgabe der Zeitschrift arrive anschauen, die es ab Freitag, dem 28. September, im Handel zu kaufen gibt. Vom e-golf, über den Hyundai Kona, die Zoe von Renault oder Nissan Leaf, gibt es für jeden Geschmack etwas am Markt, und dazu noch mit ausreichend Reichweite bis fast 500 Kilometer. Wir haben die wichtigsten E-Mobile für Sie mit Daten zusammengestellt.

Aber auch sonst gibt es wieder für alle, die sich für alternative Antriebe und neue, brandaktuelle Mobilitätschancen interessieren, einen tollen Themenstrauß mit viel Hintergrundwissen und zahlreichen Service-Infos.

In der Rubrik „Fahren und Fühlen“ haben wir mehrere Fahrberichte und Präsentationen zusammengestellt, unter anderem über den Mild Hybrid Diesel Kia Sportage 2.0 CRDi,
Audi e-tron, Hyundai Nexo, Renault Zoe, das Solarauto Stella Vie, den Erdgas Panda von Fiat und den Volvo XC 90. Eine Übersicht über den aktuellen Elektro-Roller-Markt und Storys über den Ausbau der Ladesäulen an Supermärkten und Discountern rundet den Themenstrauß hervorragend ab.

Apple-i-car: Kommt der Konzern mit einem eigenen Auto?
Ganz besonders dürften aber apple-Fans auf ihre Kosten kommen. Denn wir gehen der Frage nach, wieweit die Erben von Steve Jobs bereits ein eigenes apple-car entwickelt haben. Hier stellen wir Gerüchte und Fakten zusammen und wagen eine Prognose für die unmittelbare Zukunft. Unter „autonom und vernetzt“ gehen wir noch dem Megatrend E-Bike-Dienstrad-Leasing nach und erklären anhand von konkreten Beispielen, warum das „Jobrad“ so beliebt derzeit ist.

Und für alle Autogas-Fahrer haben wir wieder den beliebten Aral-Payback-Gutschein im Heft. Damit lässt sich an den LPG-Säulen der größten deutschen Tankstellengesellschaft hervorragend, nämlich gleich 10fach punkten.

Jetzt wünschen wir allen Lesern erstmal viel Spaß beim Lesen!

Martin Steffan

PS: Suchen Sie nach arrive im Zeitschriftenhandel? Schauen Sie einfach für Ihren Ort auf www.mykiosk.de.


Audi e-tron feiert Weltpremiere in San Francisco

Der Audi e-tron ist das erste rein elektrisch angetriebene Serienmodell der Marke mit den Vier Ringen und dürfte sowohl den Tesla-Fahrzeugen, als auch dem E-Pace einen guten Wettbewerb um die Kundschaft ein starker Sparrings-Partner sein. In San Francisco nun präsentierte heute das Unternehmen seinen lange erwarteten Oberklasse-SUV erstmals der Weltöffentlichkeit. Damit reiht sich Audi in die VW-Elektro-Gesamtstrategie des Wolfsburger Konzerns ein.

Der Audi e-tron ist ein Elektro-SUV für Sport, Familie und Freizeit. Er ist 4.901 Millimeter lang, 1.935 Millimeter breit und 1.616 Millimeter hoch. Raumangebot und Komfort entsprechen einem typischen Oberklasse-Modell der Marke. Mit einem Radstand von 2.928 Millimetern bietet der Audi e-tron fünf Personen nebst Gepäck reichlich Platz. Das Gesamtladevolumen beträgt 660 Liter und wappnet den Elektro-SUV für große Reisen.

Effizienz, Performance und souveräne Ruhe – der Lieferbar ab Ende 2018 steht laut Konzern als Eisbrecher jetzt bereit, die neue Elektro-Ära bei Audi einzuläuten. Gleich zwei E-Maschinen treiben den Elektro-SUV mit einer Systemleistung von bis zu 300 kW und 664 Nm Drehmoment kraftvoll, emissionsfrei und nahezu lautlos an. In Sekundenbruchteilen liegt das maximale Antriebsmoment an und sorgt für enormen Durchzug. Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der Audi e-tron in 5,7 Sekunden. Das ist für einen Stromer richtig schnell. Bei 200 km/h erreicht er seine Höchstgeschwindigkeit. Selbst für die deutschen Autobahnen ist das völlig ausreichend.

Super Rekuperation – 400 Kilometer Reichweite
Mit einer Batterieladung fährt der Audi e-tron im WLTP-Prüfzyklus mehr als 400 Kilometer. Hinter diesem Wert steht vor allem das innovative Rekuperationssystem, das bis zu 30 Prozent zur Reichweite beiträgt. Der Elektro-SUV kann auf zwei Arten Energie zurückgewinnen: wenn der Fahrer vom Fahrpedal geht über die Schubrekuperation oder wenn er aufs Bremspedal tritt über die Bremsrekuperation. In beiden Fällen arbeiten die Elektromotoren als Generator und wandeln die Bewegungsenergie des Audi e-tron in elektrische Energie um. Bis 0,3 g rekuperiert der Elektro-SUV allein über die E-Maschinen. Dies ist bei weit mehr als 90 Prozent aller Verzögerungen der Fall.

Das elektrohydraulisch integrierte Bremsregelsystem entscheidet je nach Fahrsituation, ob der SUV mit E-Maschine, Radbremse oder einer Kombination aus beidem rekuperiert – und das individuell an jeder Achse. Der Übergang zwischen elektrischem und hydraulischem Bremsen vollzieht sich weich und homogen, unmerklich für den Fahrer, laut Herstellerangabe.
Entscheidend für die Effizienz des Audi e-tron ist auch die Aerodynamik: Highlight im Konzept sind die optionalen virtuellen Außenspiegel – eine Welt-Innovation im Serien-Automobilbau. Ihre Träger integrieren je eine kleine Kamera, deren Bilder auf kontraststarken OLED-Displays im Interieur erscheinen. Andere Aerodynamik-Lösungen erfüllen ihren Zweck im Verborgenen, beispielsweise der vollverkleidete Unterboden mit der Aluminiumplatte zum Schutz der Hochvolt-Batterie und die Luftfederung. Sie reduzieren den Luftwiderstand ebenso wie der steuerbare Kühllufteinlass. Er integriert Kanäle zur Kühlung der vorderen Bremsen und dient als Schaltstelle des komplexen Thermomanagements mit der serienmäßigen Wärmepumpe. Es ermöglicht gleichbleibend starke Fahrleistungen auch bei hoher Beanspruchung, eine lange Lebensdauer der Batterie und schnelles Laden mit Gleichstrom.

Die Ladekonzepte
Als erstes Serienautomobil kann der Audi e-tron an Schnellladesäulen mit bis zu 150 kW Gleichstrom (DC) laden. Damit gehört er derzeit zu einer Handvoll an Modellen, die so eine Leistung überhaupt vertragen. Eine halbe Stunde an der Strippe reicht dann für die lange Strecke. Es geht aber auch gemächlich mit Wechselstrom (AC) mit bis zu 11 kW, optional mit 22 kW. Hipp dabei ist der Audi-eigene Ladedienst, mit dem der e-tron-Kunden einen Zugang zu zirka 80 Prozent aller öffentlichen Ladestationen in Europa ermöglicht. Ob AC- oder DC-Laden, ob 11 oder 150 kW – eine einzige Karte genügt, um den Vorgang zu starten. Mit der Funktion Plug & Charge, die 2019 folgt, wird das Prozedere noch komfortabler: Das Auto autorisiert sich selbst an der Ladesäule und schaltet sie frei.
Für das Laden in der eigenen Garage bietet Audi verschiedene Lösungen an. Das serienmäßige mobile Ladesystem lässt sich sowohl an einem 230 Volt-Haushaltsanschluss nutzen als auch an einer 400 Volt-Drehstromsteckdose. Das optionale System connect verdoppelt die Ladeleistung auf bis zu 22 kW. Im Zusammenspiel mit einem Heimenergie-Managementsystem bietet es intelligente Funktionen, etwa das Laden zu kostengünstigen Zeiten oder mit Solarstrom, sofern das Haus über eine Photovoltaik-Anlage verfügt. Mit der myAudi App managen Audi-Kunden alle Ladevorgänge sowie die Vorklimatisierung über ihr Smartphone.
Zahlreiche Assistenzsysteme machen die Fahrt noch entspannter, darunter der serienmäßige Effizienzassistent. Er unterstützt den Fahrer durch prädiktive Hinweise im Audi virtual cockpit und die automatische Rekuperation bei einer ökonomischen Fahrweise.

Als erstes Modell der Marke ermöglicht der Audi e-tron seinen Kunden ab Mitte 2019, bestimmte Funktionen online hinzu zu buchen – je nach Bedarf und zu jedem beliebigen Zeitpunkt.

Erste Auslieferungen: Ende 2018
Der e-tron fährt im CO2-neutralen Werk in Brüssel bereits seit ein paar Wochen vom Band. Die ersten Auslieferungen an europäische Kunden werden Ende 2018 getätigt. In Deutschland beträgt der Basispreis 79.900 Euro. Für Kunden, die bereits reserviert haben, bieten einige Märkte exklusiv das auf 2.600 Exemplare limitierte Sondermodell „Audi e-tron edition one“ an, das spezielle Designdetails und eine besonders großzügige Ausstattung umfasst.


Ab Samstag im Handel: Die neue Arrive Nr. 4

Das nächste Heft der Zeitschrift arrive erscheint am Samstag, 2. Juni, im Handel. Und wieder haben wir für alle, die sich für alternative Antriebe und neue, brandaktuelle Mobilitätschancen interessieren, einen tollen Themenstrauß mit viel Hintergrundwissen und zahlreichen Service-Infos zusammenstellt. Ganz aktuell und vor dem Marktstart bei vielen Herstellern noch in diesem Jahr sind die neuen Einparkassistenten. Und die bieten tatsächlich viel Convenience. Das aufwendige Hin- und Herlenken, um noch in die letzte schmale Parklücke zu kommen und im dichten Stadtverkehr die auch noch vorab zu finden, gehört bei den neuen Autos der Vergangenheit an. Denn wie von Zauberhand geschieht das völlig von selbst. Wie das genau geht, beschreiben wir in der neue arrive – heißt also: connectivity ist ganz real ab Sommer schon zu haben.

Natürlich werfen wir wieder einen Blick auf weitere neue Hybrid- und Strom-Fahrzeuge: In unserer optimierten Rubrik „Fahren und Fühlen“ bringen wir jede Menge Fahrberichte – vom BMWi3, über den nun doch kaufbaren Opel Ampera, bis hin zu den hybriden Range Rover, BMW 225xe und Mini Countryman.
Ganz im Vordergrund steht im aktuellen Heft aber der vollelektrische AUDI e-tron quattro, der im 4. Quartal in Serie auf den Markt kommen wird und neben einer Reichweite von zirka 500 Kilometern über zirka 400 PS verfügen dürfte. Das angekündigte, perfekte Full-Service-Paket mit apps, Haus-Stromladesystemen und Planungstools für Ladesäulenstopps bei längeren Fahrten, sollte eingefleischte Audi-Fans, die noch mit Verbrenner unterwegs sind, überzeugen. Autogas-Interessierte dürfte die Ankündigung von Fiat, bei Gas-Fahrzeugen tatsächlich ordentlich Gas zu geben, freuen. Und beim Thema Konnektivität ist überraschenderweise Skoda ganz vorne mit dabei. Unsere Storys über das Elektro-Autoland Niederlande, ein Ausflug in die Fahrzeuglandschaft von China und die weltweit ersten Air-Taxis runden unser Heft dieses Mal ab.
Nicht zu vergessen: unsere Kolumne von Fernsehmoderator Thomas Ranft, der sich dieses Mal mit der Datenschutzgrundverordnung für den Automobilisten auseinandersetzt.

Jetzt wünschen wir vom Herausgeberteam – Martin Steffan, Volker Andres, Rüdiger Quass von Deyen und Willy Loderhose – erstmal und wieder einmal viel Spaß beim Lesen!
Ihr

Martin Steffan

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