Elektroautoprämie

Cover der Arrive Ausgabe No. 5 - Irre Prämien für Neue und Gebrauchte

arrive Nr. 5: Fördern – was das Zeug hält

Der Wechsel vom Verbrenner zum Stromer zieht sich dahin wie der Hefeteig, den wir zwischen unseren Fingern kneten. Das hat auch die Bundesregierung gemerkt und versucht mit reichlich Fördergeldern den Umstieg auf das E-Auto so attraktiv wie möglich zu machen. In der Folge sind die Anträge bei der BAFA in die Höhe geschossen. Dabei gibt’s oft noch Geld zusätzlich vom Land, den Städten oder auch Energieversorgern. Wie man alle Fördermöglichkeiten ausschöpft, steht in der neuen arrive Nr. 5, die ab sofort im Handel erhältlich ist. Hyundai und Renault machen übrigens zusätzlich Zuschüsse on top locker. Wer kann da jetzt noch widerstehen?
Aber auch andere Hersteller locken jetzt mit neuen, reichweitenstarken Fahrzeugen. Unsere Tests mit dem Mazda MX-30, dem Model Y von Tesla, dem Citroen E-C4 zeigen das eindrucksvoll. Weitere Tests gefällig? Schaut mal im Heft auf die zahlreichen kleineren Nutzfahrzeuge oder die vielen Hybride, zum Beispiel den VW Tiguan, den Clio E-Tec h, den Ford Explorer Plug-in-Hybrid, den Honda Jazz Hybrid oder den Jeep Defender P400e PHEV.
Aber auch Zukunftsthemen kommen dieses Mal nicht zu kurz. Wir gegen einen Einblick in ein „Vehicle-to-grid“-Großprojekt von Fiat in Italien und zeigen, dass schon bald nicht verfahrener Strom problemlos ins Hausnetz rückeingespeist werden kann. Eine ganz praktische Frage wollen wir zudem lösen. Nämlich: Ist das Laden mit dem Verlängerungskabel auf der Trommel erlaubt. Und außerdem: Wie weit sind wir bereits mit den Robo-Trucks, die völlig ohne Fahrer auskommen und Waren über lange Distanzen transportieren?
Unsere Liste aller batterie-elektrischen Fahrzeuge, alle Plug-in-Hybride und die Wasserstoffautos rundet das Heft ab.

Arrive Nr. 5 – jetzt im Handel oder online unter www.arrive-magazin.com


Kona

Renault und Hyundai wollen nicht auf höhere Prämie warten

Die erhöhte Förderprämie der Bundesregierung lässt weiter auf sich warten. Die Förderung muss von der EU-Kommision abgesegnet werden und brauch dafür Informationen und Daten vom Bundeswirtschaftsministerium, am besten einen konkreten Entwurf der aktualisierten Förderrichtlinie, die bei der höheren Förderung greifen soll. Hier soll es, so berichten es mehrere Portale, Fortschritte geben. Die Bundesregierung habe der EU-Kommission erste Daten zu dem überarbeiteten Umweltbonus geliefert.
Darauf wollen Renault und Hyundai aber nicht warten. Beide Auto-Produzenten leisten nun für Verbraucher „auf eigene Rechnung“ die höhere Prämie und wollen damit einer in Ansätzen zu spürenden Kaufzurückhaltung entgegentreten.
Derzeit erhalten Käufer eines neuen Elektrofahrzeugs rund 4.000 Euro als Prämie – 2.000 Euro vom Staat sowie 2.000 Euro Netto-Rabatt vom Produzenten. Die Erhöhung, die 2019 von der Bundesregierung geschlossen wurde, sieht eine weitere Aufstockung um 2.000 Euro vor, um dem Elektro-Auto-Markt mehr Leben einzuhauchen. Die Erhöhung soll bei Fahrzeugen bis zu einem Nettolistenpreis von 40.000 Euro greifen. Für weitaus teurere Fahrzeuge bis zu einer Grenze von 65.000 Euro soll es immerhin noch 5.000 Euro geben. Wer einen Plug-in-Hybrid kaufen will, darf dann immerhin noch 4.500 Euro insgeamt erhalten.

Die Erhöhungen sehen wie folgt aus: Käufer eines Hyundai mit batterieelektrischem Antrieb oder eines Plug-in-Hybriden können sich bereits jetzt Kaufvorteile von bis zu 8.000 Euro sichern. Denn Hyundai verdreifacht den aktuellen Herstelleranteil des Umweltbonus (2.000 Euro) beim Kauf eines Hyundai Kona Elektro oder Hyundai Ioniq Elektro (Stromverbrauch kombiniert: 13,8 kWh/100 km; CO2-Emission kombiniert: 0 g/km). Die Kaufvorteile setzen sich für diese Modelle zusammen aus dem aktuell gültigen Umweltbonus des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) von 2.000 Euro und dem verdreifachten Herstelleranteil von 6.000 Euro.

Renault agiert ähnlich: Der französische Autobauer erhöht den eigenen Anteil von 2.000 auf 4.000 Euro, wodurch beim Kunden ein Gesamt-Elektrobonus von 6.000 Euro ankommt. Wir dürfen gespannt sein, ob auch deutsche Autobauer mit einer eigenständigen Erhöhung nun kommen werden.