Kona

Tesla3

Die Elektroautos mit der größten Reichweite

Wie weit kommen denn die Elektroautos nun wirklich? Diese Frage hören wir in der Redaktion immer wieder. Eine zu Recht gestellte Frage, denn die Reichweite ist für viele potenzielle Elektro-Autokäufer entscheidend. Wirklich hohe Reichweite brauchen vor allem Fahrer, die häufig längere Strecken ohne zeitraubende Lade-Pausen zurücklegen müssen. E-Fahrzeuge mit Reichweiten von mehr als 500 Kilometern gibt es wenige, aber es gibt sie. Hier zeigen wir 7 E-Autos mit satt Strecke oberhalb der 300-Kilometer-Reichweitengrenze.

Was dabei für viele nicht erstaunlich ist: Die Plätze 1 bis 3 belegt Tesla.

Platz 1: Tesla Model S
Das Model S ist seit dem Markt-Start 2013 in Deutschland der Maßstab für elektrische Business-Limousinen. Das Fahrzeug erfährt regelmäßige Modellpflege und strotzt vor immer mehr Leistung: Als P100D mit dem „Ludicrous Mode“ sind es zirka 770 PS, die das E-Auto in unter 3 Sekunden auf 100 beschleunigen lässt. Doch das Model S hat auch echte Langstrecken-Qualitäten: Mit einer Reichweite bis zu 632 Kilometer ist das Model S absoluter Spitzenreiter in Sachen elektrischer Reichweite. Die Batteriekapazität beträgt dabei 100 kWh und der Verbrauch liegt bei knapp unter 19 kWh/100 km.

Platz 2: Tesla Model X
Das Model X ist die SUV-Variante des Model S. Die Leistung ist ähnlich extrem wie beim Model S, aber die Reichweite wegen des höheren Gewichts und des größeren Luftwiderstands etwas schlechter. Trotzdem sind immerhin bis zu 565 Kilometer Reichweite mit nur einer Akku-Ladung möglich. Verbaut ist ebenfalls eine 100kWh-Batterie. Auch der Verbrauch liegt mit 20,8 kWh/100 km etwas über dem des Model S.
Dafür bietet das Model X Platz für 7 Personen - ganz hinten können dabei nicht nur Kinder sitzen. Sogar einen Anhänger kann das Model X ziehen.

Platz 3: Tesla Model 3
Teslas Model 3 wurde als Massenfahrzeug für größere Bevölkerungsschichten konzipiert. In den USA beginnt der Einstiegspreis bei 35.000 Dollar. Und auch die Reichweite ist wohl für fast jeden Anwender ausreichend: Mit einer Batterie-Kapazität von 75 kW/h bringt es der „kleine“ Tesla auf bis zu 560 Kilometer Reichweite. Der Verbrauch fällt mit gut 14 kWh/100 km deutlich niedriger aus als bei den größeren Modellen. Dafür ist das Model 3 auch etwas kleiner als seine teureren Geschwister S und X. Die Abmessungen sind in etwa mit dem 3er von BMW vergleichbar, das Platzangebot ebenfalls. Im Gegensatz zu den großen Model S und X setzt das Model 3 auf den europäischen CCS-Schnelllade-Anschluss. Die Supercharger-Stationen von Tesla sind entsprechend aufgerüstet worden, die Autos können aber auch an jeder anderen CCS-Ladesäule laden.
In Deutschland sind bislang nur die sehr Leistungsstarken Allrad-Varianten mit bis zu 490 PS Leistung orderbar.

Platz 4: Jaguar i-Pace
Auch Jaguar wirft einen E-SUV ins Rennen und gibt eine Reichweite von 480 Kilometer nach WLTP an. Der Jaguar i-Pace hat damit zwar nicht die Reichweite von Teslas großem Model X, doch ist deutlich günstiger und eleganter. In Deutschland wurde der i-Pace zum Bestseller und zum Auto des Jahres. Die Batterie bietet zwar 90kWh Kapazität, doch der Verbrauch ist mit 21,1 bis 24,2 kWh/100 km – je nach Ausstattung - höher als bei den Konkurrenten. Der britische Herausforderer von Teslas Familienkutsche, dem Model X bietet im Vergleich zwar etwas weniger Platz und Reichweite, überzeugt aber innen wie außen mit sauberer Verarbeitung und solider Technik – und das zu viel tieferen Preisen.

Platz 5: Kia e-Niro
Der e-Niro ist ein kompakter SUV, mit dem Sie bis zu 450 Kilometer weit kommen. Dabei verbraucht er knapp 16 kWh/100 km. Im e-Niro verbaut Kia seine größte Batterie mit 64kWh. Der e-Niro gilt als besonders geräumig: Fahrer, Passagiere und deren Gepäck finden im Niro gut Platz.
Mit seinen elektrischen 204-PS lässt sich der e-Niro dynamisch bewegen. Auch die Verarbeitungsqualität des Elektro-Koreaners überzeugt.

Platz 6: Kia e-Soul
Die neueste Generation von Kias kastigem Klassiker wird in Europa nur noch rein elektrisch verkauft. Das Top-Model mit großem 64 kWh-Akku glänzt dabei mit einer satten Reichweite von 452 Kilometern. Einen komplett entladenen Akku lädt der e-Soul an einer Schnell-Ladestation in unter einer Stunde wieder auf 80 Prozent Reichweite auf und ist damit auf der Langstrecke besonders komfortabel. Dafür sorgen auch 204 PS Leistung und der hohe Platzkomforts im Innenraum.
An den wesentlich häufigeren 22 kW-Säulen sieht die Lade-Performance des e-Souls leider schwach aus: Hier kann der kastige Koreaner nur mit 7,4 kW Strom ziehen. Das ist problematisch, denn eine Vollladung von null auf 100 Prozent würde an solchen Säulen über neun Stunden dauern. In Städten wie München darf man aber an öffentlichen Säulen nur vier Stunden parken. Anders als bei vielen seiner koreanischen Kollegen ist der e-Soul dafür schneller bei seinen Käufern: Nur sechs Monate Lieferzeit verspricht Kia. Die Koreaner gewähren sieben Jahre Garantie auf die Batterie.

Platz 7: Hyundai Kona Electro
Mit dem Elektro-Kona ist Hyundai ein echter Überraschungserfolg gelungen. Der Preis ist ebenfalls äußerst gut und sehr konkurrenzfähig. Mit 64 kWh ist er wie der Kia e-Niro auf 450 Kilometer Reichweite ausgelegt. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei 14,3 kWh/100 km. Mit seinem Konzern-Bruder, Kias e-Niro, teilt sich der E-Kona eine gute Reichweite, das dynamische Fahrverhalten, viel Platz und den im Verhältnis zum Tesla S anständigen Preis:
39.000 Euro verlangen die Koreaner für den großen Kona mit 64 kWh. Im Vergleich zur Elektro-Konkurrenz ist das Preis-Leistungs-Verhältnis des Kona aber mehr als in Ordnung: Der schlechter ausgestattete Opel Ampera-e kostet 4.000 Euro mehr, e-Golf, BMW i3 und auch der Hyundai Ioniq bieten für etwas weniger Geld viel weniger Auto.

Dieser Text erschien zuerst auf www.efahrer.com.


Nia Niro

Der Kia Niro EV kommt – erst in die Niederlande, dann nach Deutschland

Als Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Modell gibt es den Kia Niro schon seit 2016 bzw. 2017. Jetzt werfen die Koreaner die Benziner-Variante ganz raus aus ihrem Modellprogramm und nehmen eine rein elektrische Version – den Niro EV, mit zwei unterschiedlich großen Akkus, mit offenen, zukunftsgewandten Händen auf. Die ersten Fahrzeuge sollen schon bald in den Niederlanden in den Showrooms stehen.

Die beiden koreanischen Schwestermarken Kia und Hyundai, die in Deutschland ihr Geschäft streng getrennt voneinander verrichten, versuchen sich schon länger am Thema Elektromobilität. Mit durchaus respektablem Erfolg. Zuerst hat Hyundai den ix 35 mit Brennstoffzelle, die Strom erzeugt auf den Markt gebracht, danach folgte etwas später der Ioniq, der als nicht ganz so reichweitenstarkes E-Auto, Hybrid und Plug-in-Hybrid-Modell auf den Markt kam.
Sehr aktuell im Programm sind der relativ reichweitenstarke, rein elektrisch fahrende Kona und der Wasserstoff-betriebene Nexo, den wir in unserer aktuellen arrive-Ausgabe vorstellen. Mit demütigem zeitlichem Abstand folgt nun der kleine Konzernbruder Kia, der jetzt also den Niro-Benziner rauswirft und sodann den Mini-SUV in seine Reihen reinnimmt. Bereits auf dem Pariser Autosalon in diesem Jahr war der Niro EV, der schon seit Juli in Korea auf den Straßen rollt, zu bewundern.
Jetzt kommt Europa auch an die Reihe mit ersten Fahrzeugen. Allerdings: Ab Anfang 2019 gehen die ersten Autos zunächst in den typischen E-Auto-Märkten wie den Niederlanden oder Norwegen an den Start. Wann genau der E-Niro auch bei den deutschen Händlern steht, ist noch offen, und auch zum hiesigen Preis hält sich Kia noch bedeckt. Branchenexperten gehen allerdings davon aus, dass er so um die 35.000 Euro kosten wird.
Bis zu 485 Kilometer Normreichweite nach WLTP nennt Kia für den e-Niro mit 64-kWh-Akku und 150 kW Motorleistung. Die schwächere 100- kW-Basisversion kommt dagegen nur auf eine kombinierte Reichweite von 312 Kilometer.
Etwas länger als die EV-Version gibt es wie bereits erwähnt den Niro Hybrid, und zwar seit September 2016. Etwas später, in 2017, folgte dann die Plug-in-Hybrid-Version. Laut Herstellerangaben wurden beide Versionen mehr als 200.000 Mal verkauft. 8.600 Exemplare wurden von deutschen Käufern geordert.


Die neue Arrive: Kommt jetzt das i-car von apple?

Stromautos zu teuer? Mitnichten! Viele von Ihnen sind bereits weit unter 40.000 Euro zu haben und verfügen über eine ordentliche Reichweite. Wer das noch nicht so recht glauben mag, kann sich gerne einmal die neue Ausgabe der Zeitschrift arrive anschauen, die es ab Freitag, dem 28. September, im Handel zu kaufen gibt. Vom e-golf, über den Hyundai Kona, die Zoe von Renault oder Nissan Leaf, gibt es für jeden Geschmack etwas am Markt, und dazu noch mit ausreichend Reichweite bis fast 500 Kilometer. Wir haben die wichtigsten E-Mobile für Sie mit Daten zusammengestellt.

Aber auch sonst gibt es wieder für alle, die sich für alternative Antriebe und neue, brandaktuelle Mobilitätschancen interessieren, einen tollen Themenstrauß mit viel Hintergrundwissen und zahlreichen Service-Infos.

In der Rubrik „Fahren und Fühlen“ haben wir mehrere Fahrberichte und Präsentationen zusammengestellt, unter anderem über den Mild Hybrid Diesel Kia Sportage 2.0 CRDi,
Audi e-tron, Hyundai Nexo, Renault Zoe, das Solarauto Stella Vie, den Erdgas Panda von Fiat und den Volvo XC 90. Eine Übersicht über den aktuellen Elektro-Roller-Markt und Storys über den Ausbau der Ladesäulen an Supermärkten und Discountern rundet den Themenstrauß hervorragend ab.

Apple-i-car: Kommt der Konzern mit einem eigenen Auto?
Ganz besonders dürften aber apple-Fans auf ihre Kosten kommen. Denn wir gehen der Frage nach, wieweit die Erben von Steve Jobs bereits ein eigenes apple-car entwickelt haben. Hier stellen wir Gerüchte und Fakten zusammen und wagen eine Prognose für die unmittelbare Zukunft. Unter „autonom und vernetzt“ gehen wir noch dem Megatrend E-Bike-Dienstrad-Leasing nach und erklären anhand von konkreten Beispielen, warum das „Jobrad“ so beliebt derzeit ist.

Und für alle Autogas-Fahrer haben wir wieder den beliebten Aral-Payback-Gutschein im Heft. Damit lässt sich an den LPG-Säulen der größten deutschen Tankstellengesellschaft hervorragend, nämlich gleich 10fach punkten.

Jetzt wünschen wir allen Lesern erstmal viel Spaß beim Lesen!

Martin Steffan

PS: Suchen Sie nach arrive im Zeitschriftenhandel? Schauen Sie einfach für Ihren Ort auf www.mykiosk.de.