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Münchner Taxi Zentrum nutzt 10 Jaguar I-Pace

Edel-Karossen für die Münchner Taxi-Welt. Jaguar Land Rover hat gestern in Person von CEO Prof. Dr. Ralf Speth 10 vollelektrische Jaguar I-PACE an das Münchner Taxi Zentrum übergeben. Mit der vor der Staatsoper aufgereihten I-PACE Flotte haben Kunden nun die Möglichkeit, ein ganz besonderes Fahrgefühl zu erleben. Hochwertig, leise, komfortabel und emissionsfrei. „Es ist eine neue Art von Automobil für eine neue Art der Mobilität“, sagte Prof. Dr. Ralf Speth bei der Übergabe. „Ich freue mich sehr, gemeinsam mit der Stadt München, dem ADAC und dem Münchner Taxi Zentrum das ‘eTaxi-Projekt’ mit der ersten vollelektrischen Premium-Taxiflotte in Deutschland auf die Straße zu bringen.“
Die neuen Jaguar Taxen können ab August regulär über die Münchner Funk-Zentrale IsarFunk450540 oder die App taxi.eu gebucht werden. Die im typischen Taxi-Aussehen kreierten Jaguar I-PACE-Fahrzeuge werden von speziell geschulten Fahrern gefahren, die sich auf das neue Drive-Feeling freuen. Taxi-Unternehmer Gregor Beiner weiß genau: „Unsere Fahrer erhielten ein gesondertes Training, um sie mit einem E-Auto und den spezifischen Produkteigenschaften des I-Pace vertraut zu machen. Sie freuen sich auf den Komfort des ‘One-Pedal Betriebs’ und des geräuschlosen Fahrens, wie auch auf die sofortige Beschleunigung, die ein E-Auto bietet.“ Der Jaguar I-PACE kann in den meisten Fällen ohne Betätigung des Bremspedals verzögern und speist dann durch Rekuperation Energie in die Batterie zurück. Auch steht das Drehmoment stets von der ersten Sekunde an zur Verfügung. Nachgeladen werden die im 24-Stunden-Betrieb eingesetzten I-PACE an den neuen Schnellladestationen, die das Münchner Taxi Zentrum auf seinem Betriebshof installiert hat. „Im Wechsel werden immer fünf Autos laden und die anderen fünf unterwegs sein“, erklärt Beiner, der sich dank geringerer Wartungs- und Unterhaltungskosten auch Kostenvorteile von seiner neuen Stromer-Flotte verspricht.
Mit der 90kWh Lithium-Ionen-Batterie – auf die Jaguar acht Jahre Garantie gewährt – steht eine Reichweite von 480 Kilometern (im WLTP-Zyklus) zur Verfügung. An einer 100 kW Schnellladesäule mit Gleichstrom ist der Akku in zirka 40 Minuten wieder zu 80 % gefüllt.


Der Jaguar I-Pace kommt - und ist auf Raubzug

Britisches Understatement sieht anders aus: Jaguar will mit dem neuen I-Pace Maßstäbe in der Elektromobilität setzen. Die Voraussetzungen sind gut.

Noch ist Tesla mit seinen Modellen S und X der unbestrittene Platzhirsch bei edlen und schnellen Elektromobilen der Oberklasse. Doch mit dem I-Pace will Jaguar den Amerikanern jetzt auf die Pelle rücken bzw. an ihnen vorbeiziehen. Und so zeigten die Briten bei der offiziellen Präsentation ihres SUV am 1. März auch ein werbewirksames Wettrennen des I-Pace gegen das Model X. Gewinner: Jaguar. Zwar trat der I-Pace nicht gegen die stärkste Motorvariante des Model X an, doch die Botschaft kam rüber. Der I-Pace reklamiert für sich die Pole Position unter den elektrisch angetrieben SUV.
Das unterstreichen auch seine Leistungsdaten. Die zwei Motoren – einer an der Vorder- und einer an der Hinterachse – leisten zusammen 400 PS, das Drehmoment liegt bei 700 Newtonmeter. Mit diesen Kraftpaketen beschleunigt die Raubkatze in 4,8 Sekunden von 0 auf 100. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 200 km/h.

Die Motoren werden von einer 90 kWh-Batterie mit Strom versorgt, die für eine Reichweite von rund 480 Kilometer gut sein soll. Acht Jahre bzw. 160.000 Kilometer Garantie gewährt Jaguar auf den Akku. An Schnellladestationen soll er bereits nach 45 Minuten Ladezeit zu 80 % gefüllt sein.
Der I-Pace ist zwar kürzer als das Model X von Tesla, aber dennoch geräumig und vor allem wirkt er dynamischer. Schnickschnack wie Flügeltüren bieten die Briten beim Jaguar nicht, dafür versprechen sie eine erstklassig erprobte Technologie und Verarbeitung. Mehr als zwei Millionen Testkilometer hat der I-Pace runtergespult, bevor er zu den Händlern demnächst rollt. Darunter waren auch Fahrten in der Jaguar Land Rover Ice Academy in Schweden bei minus 20 Grad – Temperaturen, die Elektromobilen eigentlich überhaupt nicht liegen.
Nicht nur in Schweden, überall auf der Welt hat Jaguar seine kaum getarnte Testflotte über Asphalt und Stock und Stein gejagt. Alle, die bereits Gefallen an der Optik gefunden haben, dürfen sich freuen: Das Serienmodell unterscheidet sich kaum vom Prototypen. Mit seinem rassisch-eleganten Auftritt macht der Wagen der Marke Jaguar alle Ehre.

So ein Gesamtpaket hat allerdings seinen Preis. Er beginnt beim Grundmodell I-Pace S mit 77.850 Euro. Edleres Interieur, andere Bereifung und ein Fahrassistenz-Paket treiben die Kosten beim HSE auf 91.720 Euro in die Höhe. Noch exklusiver wird es bei der First Edition für 101.850 Euro, die unter anderem ein Panoramadach, 4-Zonen-Klimaautomatik und ein Winterpaket beinhaltet. Wer sich von solchen Summen nicht abschrecken lässt, wird als nächstes die bei e-Autos übliche Zeitfrage stellen: Wann ist der I-Pace lieferbar? Vor Ende 2018 wird es wohl nichts werden, denn es sollen schon viele Bestellungen vorliegen.