Leaf

Arrive Nr. 5 ab heute im Zeitschriftenhandel, Kiosk und Bahnhofsbuchhandel

Killt der Jaguar I-Pace den Tesla X? Diese provokante Frage stellen wir wohl zu Recht in der brandneuen Ausgabe 5 der „Arrive“, die heute Freitag, den 27. Juli, im Handel erscheint. Die elektrische Performance des neuen Elektro-Jaguar ist jedenfalls beeindruckend und hat sowohl Mit-Herausgeber Willy Loderhose wie Schauspieler und Markenbotschafter Jürgen Vogel begeistert. Auf der Rennpiste im Motorsport macht das Fahrzeug auf jeden Fall schon mal eine gute Figur und hat uns zu einer ungewöhnlichen Story inspiriert.

Auch unsere weiteren Lesegeschichten zeichnen den Weg der neuen Mobilität in Deutschland und zeigen wie dynamisch der Markt derzeit ist. Wie ist es eigentlich so, mit einem Wasserstoffauto zu fahren? Das fragten wir einen der wenigen privaten Besitzer eines Hyundai ix35 in Münster und trafen dabei auf erstaunliche Erkenntnisse beim ehemaligen Apotheker Norbert Mattern.

Auch das große Elektro-Auto-Rennen am Pikes Peak in Colorada/USA greifen wir auf, ebenso natürlich viele Modelle in Fahrberichten: z. B. den Toyota C-HR Hybrid, BMW i8 Roadster, Mitsubishi Outlander Plug-In-Hybrid, den Voll-Elektro-Ioniq von Hyundai und natürlich den neuen Nissan Leaf.

Mit weiteren echten Zukunftsgeschichten wollen wir wieder dem Puls der neuen mobilen Zeit noch weiter nachfühlen: Unsere Kernfrage hier bleibt: Wer baut den wirklich reichweitenstarken Akku der Zukunft? Wir von Arrive wissen es nicht, können aber heute schon sagen, dass die Feststoffbatterie irgendwann die derzeit gebräuchliche Lithium-Ionen-Batterie ablösen wird. Sehr aktuell und nicht mehr zukunftsgerichtet ist die Tatsache, dass Fahrzeuge schon bald eine Panne vorhersagen werden, bevor sie eintritt. Unglaublich, aber keine Science Fiction!

Weitere Themen im aktuellen Heft: Die VW-Elektrostrategie wird mit dem I.D. Vizzion noch konkreter und visionärer. Und Mercedes macht sich schon mal mit ersten Tests im spanischen Andalusien für den 2019 auf den Markt kommenden rein elektrischen EQC warm. Ein fantastisches Fahrzeug! Aber auch den globalen Blick wollen wir nicht vernachlässigen: Beispiel? Das kleine, aber sehr reiche Land Katar am Persischen Golf mutiert ganz langsam vom gigantischen Öl-Exporteur zum Öko-Staat. Verblüffend!

Jetzt wünsche ich erstmal viel Spaß beim Lesen!
Ihr

Dr. Martin Steffan
Chefredakteur


Der neue Nissan Leaf: So stark und so weit wie niemals zuvor

Mit der zweiten Auflage rollt der Nissan Leaf, unangefochten das meist verkaufte Elektromobil der Welt und im Jahr 2010 Auto des Jahres in Europa, aus der Exoten-Nische auf die große Bühne. Für die Verantwortlichen des Herstellers ist der neue Leaf daher weniger ein Elektromodell, sondern vielmehr ein weiteres Mitglied der Nissan-Modellpalette. Und doch ist der rund 4,50 Meter lange Fünftürer eine ausgefallende Erscheinung und zieht spätestens, wenn man an eine Ladesäule rollt, die Blicke der neugierig fragenden Passanten auf sich.

In der jüngsten Auflage kommt der Leaf nun seinen Verbrenner-Kollegen ein großes Stück entgegen. Dank des auf 40 kWh vergrößerten Akkus verbesserte sich die Energiedichte um 67 Prozent, sodass der Leaf (mit 16-Zollrädern) jetzt eine Reichweite bei der Überlandfahrt nach dem neuen realistischen WLTP-Messverfahren von maximal 285 Kilometern erreicht (beim bisher eingesetzten Neuen europäischen Fahrzyklus wären es sogar 378 gewesen). Bei der Messung für die Reichweite im städtischen Verkehr wächst der Wert sogar auf bis zu 415 Kilometer. Trotz der verbesserten Werte blieb das Volumen der zwischen den beiden Achsen montierten Batterie unverändert. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 144 km/h erreicht.

Die Optimierungen kommen bei der Kundschaft offensichtlich gut an, denn bisher haben die Händler in Europa bereits 35.000 Bestellungen geschrieben. Allein in Deutschland warten 3000 Kunden auf ihren neuen Leaf, den sie vermutlich nach einer Wartezeit von acht Monaten in Empfang nehmen werden.
Serienmäßig besitzt die zweite Leaf-Generation das sogenannte e-Pedal, mit dem die konventionelle Bremse fast überflüssig wird und der Wagen allein mit dem Beschleunigungspedal dirigiert wird. Das e-Pedal ist tatsächlich ein Schalter hinter dem Wahlknopf für die automatische Schaltung, der die Energie-Rekuperation einleitet, wenn der Fuß das Beschleunigungspedal verlässt. Die Verzögerung erreicht dann bis zu 0,2 g, und bremst den Wagen bei Bedarf bis zum Stillstand ab. Nach einiger Übung wird das Bremspedal so zu einem sehr einsamen Haken im Fußraum. Allerdings dauert es eine gewisse Zeit, bis man das Verzögerungsverhalten richtig einschätzen kann und tatsächlich vor der Ampel zum Stillstand kommt.

Im Stau nimmt zudem der Assistenz ProPilot dem Fahrer die Arbeit ab und folgt dem vorausfahrenden Fahrzeug. ProPilot parkt bei Bedarf den Leaf auch ein. Der elektronische Gehilfe ist von der Ausstattungslinie N-Connecta an Bord.
Nach dem Start zeigt der Leaf von Beginn an sein Drehmoment von 320 Nm und fädelt sich rasant (in 7,2 Sekunden bis 100 km/h) in den Verkehr ein. Auf der Landstraße zeigt sich, dass die zusätzliche Investition in Dämmmaterial gut angelegt ist. Auch auf kurvigen Strecken rollt der Elektro-Nissan gelassen und scheinbar unbeeindruckt über den Asphalt, so lange der Fahrer die Gesetze der Physik akzeptiert.
Die Preisliste beginnt bei 31.090 Euro für das Basismodell. Von der Variante Acenta an ist ein CHAdeMO-Anschluss für schnelles Laden an Bord. So ausgestattet kostet der Leaf mindestens 35.600 Euro. Die Version N-Connecta lässt sich Nissan mit 37.450 Euro bezahlen, und die Top-Version startet bei 39.850 Euro.

Ein ausführlicher Fahrbericht folgt in der Print-Ausgabe 5 von arrive, die am 27. Juli in den Handel kommt.