Norwegen

Nia Niro

Der Kia Niro EV kommt – erst in die Niederlande, dann nach Deutschland

Als Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Modell gibt es den Kia Niro schon seit 2016 bzw. 2017. Jetzt werfen die Koreaner die Benziner-Variante ganz raus aus ihrem Modellprogramm und nehmen eine rein elektrische Version – den Niro EV, mit zwei unterschiedlich großen Akkus, mit offenen, zukunftsgewandten Händen auf. Die ersten Fahrzeuge sollen schon bald in den Niederlanden in den Showrooms stehen.

Die beiden koreanischen Schwestermarken Kia und Hyundai, die in Deutschland ihr Geschäft streng getrennt voneinander verrichten, versuchen sich schon länger am Thema Elektromobilität. Mit durchaus respektablem Erfolg. Zuerst hat Hyundai den ix 35 mit Brennstoffzelle, die Strom erzeugt auf den Markt gebracht, danach folgte etwas später der Ioniq, der als nicht ganz so reichweitenstarkes E-Auto, Hybrid und Plug-in-Hybrid-Modell auf den Markt kam.
Sehr aktuell im Programm sind der relativ reichweitenstarke, rein elektrisch fahrende Kona und der Wasserstoff-betriebene Nexo, den wir in unserer aktuellen arrive-Ausgabe vorstellen. Mit demütigem zeitlichem Abstand folgt nun der kleine Konzernbruder Kia, der jetzt also den Niro-Benziner rauswirft und sodann den Mini-SUV in seine Reihen reinnimmt. Bereits auf dem Pariser Autosalon in diesem Jahr war der Niro EV, der schon seit Juli in Korea auf den Straßen rollt, zu bewundern.
Jetzt kommt Europa auch an die Reihe mit ersten Fahrzeugen. Allerdings: Ab Anfang 2019 gehen die ersten Autos zunächst in den typischen E-Auto-Märkten wie den Niederlanden oder Norwegen an den Start. Wann genau der E-Niro auch bei den deutschen Händlern steht, ist noch offen, und auch zum hiesigen Preis hält sich Kia noch bedeckt. Branchenexperten gehen allerdings davon aus, dass er so um die 35.000 Euro kosten wird.
Bis zu 485 Kilometer Normreichweite nach WLTP nennt Kia für den e-Niro mit 64-kWh-Akku und 150 kW Motorleistung. Die schwächere 100- kW-Basisversion kommt dagegen nur auf eine kombinierte Reichweite von 312 Kilometer.
Etwas länger als die EV-Version gibt es wie bereits erwähnt den Niro Hybrid, und zwar seit September 2016. Etwas später, in 2017, folgte dann die Plug-in-Hybrid-Version. Laut Herstellerangaben wurden beide Versionen mehr als 200.000 Mal verkauft. 8.600 Exemplare wurden von deutschen Käufern geordert.


Der Bundesrat möchte die Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge verbessern

Der Bundesrat möchte die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge verbessern. Rechtliche Hürden, die dem entgegenstehen, sollen nun endlich abgebaut werden. Dies sieht zumindest ein Gesetzesentwurf vor, den die Länder am 15. Dezember 2017 beschlossen haben, heißt es auf der Internetseite des Bundesrates.

Der Gesetzentwurf zielt vor allem auf Verbesserungen bei der Installation von Ladestationen an privaten Kfz-Stellplätzen. Sie sollen nicht mehr von der Zustimmung anderer Wohnungseigentümer bzw. des Vermieters abhängen. Die Länder sehen in dieser Privilegierung einen notwendigen Schritt, um mehr Elektroautos auf die Straße zu bringen. Dass eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur eine der entscheidenden Bedingungen für die Nutzung von Elektromobilität sei, zeigten Vergleiche mit Ländern wie Norwegen oder die Niederlande, heißt es aus der Länderkammer.

Das Thema ist für die Vertretung der Länder aber kein neues. Der Bundesrat hatte nämlich einen entsprechenden Gesetzentwurf bereits im September 2016 in den 18. Deutschen Bundestag eingebracht. Dieser hatte ihn jedoch bis zum Ende der letzten Wahlperiode nicht aufgegriffen, weshalb er – so der Fachjargon – der Diskontinuität unterfiel. Der neue Vorstoß wird nun über die geschäftsführende Bundesregierung dem 19. Bundestag vorgelegt.

Foto: Bundesrat / Frank Bräuer