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Neue Carsharing-Angebote von Volkswagen

Der Volkwsagen-Konzern will im kommenden Jahr einen Carsharing-Dienst mit E-Autos starten. Neben Pkw-Modellen, unter anderem aus der neuen I.D.-Familie, sollen auch elektrische Micromobile verfügbar sein. Als Vorbild dienen die Konzeptstudien Streetmate und Cityskater, zwei Roller für den Stadtverkehr. Nach dem Start auf dem Heimatmarkt soll das Angebot 2020 in ausgewählten Metropolen in Europa, Asien und Nordamerika starten.
Mit dem neuen Carshring-Angebot tritt VW in Konkurrenz zu Car2go von Daimler und BMW. Das süddeutsche Unternehmen setzt bislang allerdings auf eine Mischung aus elektrisch und konventionell angetriebenen Pkw. Für VW ist der neue Dienst keine Premiere im Carsharing-Geschäft: 2012 startet der Konzern in Hannover mit der Marke Quicar, stellte das Projekt vier Jahre später mangels Erfolg wieder ein. Seit 2013 ist VW jedoch am holländischen Anbieter Greenwheels beteiligt, der mittlerweile auch in Deutschland aktiv ist. Zudem zählt mit der Submarke MOIA ein Mobilitätsdienstleister zum Portfolio der Norddeutschen.
Der neue Anlauf soll vor allem in Berlin neue Kunden bringen. Unter der Sub-Marke „We Share“ werden 1.500 VW e-Golf in Berlin zum Leihen bereitstehen, weitere 500 e-up!-Stromer sollen dann später folgen und das bereits existierende Angebot ergänzen.
„Berlin bietet für Carsharing aufgrund seiner hohen Einwohnerzahl und –dichte den idealen Markt und hat das größte Potenzial“, sagt VW-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann. „Hier leben viele Menschen, die das Teilen von Fahrzeugen schon ausprobiert haben – und es werden immer mehr.“ Man wolle mit der „großen Sichtbarkeit“ der „We Share“-Flotte auf die Vorteile der Elektromobilität aufmerksam machen und Interesse für die Technologien wecken, so Stackmann weiter.
Auch Philipp Reth, Geschäftsführer der Volkswagen-Tochter UMI Urban Mobility International, die das Thema Carsharing als Start-up im Unternehmen operativ von Berlin aus steuert, prognostiziert für das neue Angebot ein erstklassiges Wachstum. Nach Berlin soll „We Share“ in weiteren großen Städten in Deutschland eingeführt werden. Eine großangelegte Expansion nach Übersee, insbesondere Nordamerika ist ebenfalls angedacht.
Mehrere Unternehmen in Deutschland - vom kleinen Start-up bis zum Konzern - planen im Übrigen die Kreation neuer Mobilitätsdienste. Mehrere Messen beschäftigen sich mittlerweile mit dem Thema. Einer der größeren ist die Hypermotion, die vom 20.-22. November in der Messe Frankfurt stattfinden wird.