Volvo

Volvo XC40

2020 wird das Jahr der Stromer - endlich

2020 wird das Jahr der Stromer. Der Durchbruch des E-Autos ist schon häufiger vorausgesagt worden. Im gerade begonnenen Jahr dürfte es so weit sein. Auch, weil so viele attraktive Modelle neu auf den Markt kommen wie nie zuvor. Die Bandbreite reicht vom günstigen Kleinstwagen bis zum rasanten E-Sportler.

Die anstehende Elektrooffensive ist weniger der Sorge ums Klima als vielmehr finanziellem Kalkül geschuldet. Für viele Hersteller wird es sehr teuer, sollten ihre Neuwagen im Mittel den von der EU für 2020 vorgegebenen CO2-Grenzwert überschreiten. Den emissionsfrei fahrenden E-Autos kommt in diesem Zusammenhang die Rolle als Retter der Klimabilanz zu. Damit sie die Statistik der Hersteller aufbessern können, müssen sie allerdings den Kunden besser schmackhaft gemacht werden als zuletzt – Lieferschwierigkeiten, fehlenden Vermarktungs-Elan und unattraktive Kosten-Nutzen-Rechnungen können sich die Hersteller ab 2020 nicht mehr leisten. Profitieren wird der Kunde. Und der findet gleichzeitig eine wachsende Auswahl in allen Klassen vor.

Auch im Kleinstwagen-Segment fächert sich das Angebot im kommenden Jahr breiter auf. Vor allem in Form des Trios VW Up, Seat Mii und Skoda Citigo, die künftig ausschließlich mit E-Antrieb und rund 260 Kilometern Reichweite angeboten werden. Mit Preisen von 20.650 bis rund 22.000 Euro zählen sie gemeinsam mit dem gelifteten Smart EQ-Modellen zudem zu den günstigsten Stromern auf dem Markt. Noch eine Spur günstiger wird das Modell Life des Aachener Start-ups e.GO, der trotz einer kürzlich kommunizierten Preiserhöhung mit 18.000 Euro das billigste Modell auf dem Markt wird.

Eine Klasse höher kündigen sich gleich mehrere Neuheiten an. PSA bringt seine neuen Elektrokleinwagen Opel Corsa-e und Peugeot e-208 auf den Markt, die zu Preisen ab rund 30.000 Euro eine Reichweite von 330 Kilometern bieten. Wer lieber einen Crossover will, findet bei den technisch eng verwandten SUV-Modellen 2008 und DS3 Crossback E-Tense ein entsprechendes Angebot. Rund 34.000 Euro muss investieren, wer sich einen Honda E zulegen will. Dieser bietet Retrocharme, einen flotten Antrieb und einen coolen Innenraum. Wegen seiner kleinen Batterie sind allerdings nur 220 Kilometer Reichweite drin. Ähnlich lifestylig ausgerichtet ist auch der Mini Cooper SE, der mit 270 Kilometern Reichweite und einem Preis ab 32.500 Euro recht ähnliche Eckdaten aufweist.

Die fraglos wichtigste E-Neuheit 2020 ist der kompakte ID.3, mit dem VW der E-Mobilität zum großen Durchbruch verhelfen will. Ein gefälliges Design, ein geräumiger Innenraum sowie gute Fahrleistungen in Kombination mit gehobenen Reichweiten sollen zusammen mit einem moderaten Einstiegspreis von rund 30.000 Euro der Schlüssel zum Erfolg sein. Die MEB genannte Plattform des ID.3 wird noch vielen weiteren Modellen des VW-Konzerns als technische Grundlage dienen. Seat und Skoda haben mit El Born und Vision iV bereits Studien der entsprechenden Schwestermodelle gezeigt, die noch 2020 an den Start gehen sollen.

Breiter wird auch das Angebot elektrisch getriebener SUV werden. Volvo bringt Ende 2020 den über 400 PS starken XC40 Recharge, der 400 Kilometer Reichweite bieten soll. Der Schwede wird auf der gleichen Plattform aufsetzen wie sein ebenfalls für 2020 angekündigter Konzernbruder Polestar 2, der schon im Sommer zu Preisen von 59.000 Euro startet. Auch Mazda hat mit dem E-SUV MX-30 seinen ersten Stromer in der Schublade, der sich mit 200 Kilometern Reichweite als Zweitwagen empfiehlt. Gut doppelt so weit dürfte der fürs Frühjahr von BMW angekündigte iX3 werden, die E-Variante des beliebten SUVs.

Auch im Segment der Sportwagen wird sich etwas bewegen - und zwar ziemlich schnell. Taycan heißt die Porsche-Flunder, die in der Topversion Turbo S mit 560 kW/762 PS den Sprint in 2,8 Sekunden schafft und maximal 260 km/h erreicht, preislich allerdings in der abgespeckten Basis bereits sechsstelliges Niveau erreicht. Nicht ganz so sportlich und mehr auf Komfort ausgelegt dürfte der mit dem Taycan technisch eng verwandte Audi E-Tron GT werden, der aber wohl erst 2021 kommt.

Auch bei den Transportern tut sich einiges. Streetscooter will seinen Lieferwagen Work aufpeppen, der geräumiger, schneller und komfortabler werden soll. Mercedes bietet ab Frühjahr mit dem EQV eine elektrifizierte V-Klasse mit 400 Kilometern Reichweite und Fiat will den Lieferwagen Ducato zeitnah in einer E-Version auflegen, nennt aber noch keine Details. Konkreter wird bereits PSA, die die Elektrifizierung ihrer Transporter-Baureihen mit den E-Varianten von Peugeot Expert, Citroen Jumpy und Opel/Vauxhall Vivaro starten werden. Zudem kombiniert Renault die elektrischen Lieferwagen Kangoo und Master künftig mit einer Brennstoffzelle, die als Range Extender fungiert.

Darüber hinaus haben sich noch einige Newcomer aus China angekündigt. Für Aufsehen sorgen dürfte der Byton M-Byte, der als „Smartphone auf Rädern“ beworben wird und zudem hohe Reichweiten bieten soll. Die Preise starten bei 53.300 Euro. Aiways hingegen sieht für seinen ab April verfügbaren U5 mit 500 Kilometer Reichweite nur ein Leasing-Konzept vor. Eine Nummer kleiner ausfallen wird der ebenfalls aus China stammende MG ZS EV, der mit 44,5 kWh rund 260 Kilometer weit kommen soll. Auch Geely, Mutterkonzern von Volvo, plant 2020 den Markteintritt in Deutschland unter anderem mit E-Modellen der Marken Lynk & Co und Geely.


Die neue arrive Nr. 4

arrive Nr. 4 im Handel: Die große Wunderwelt der Elektro-Reichweite

An der Reichweite von E-Mobilen wird immer gerne rumgemeckert. Völlig zu unrecht. Denn schon heute gibt es Fahrzeuge mit 300, 400 und sogar 500 Kilometern pro Ladung. Und wer einige Dinge beachtet, kann sogar direkt Einfluss nehmen darauf, wie weit er kommt. Wie man die Reichweite strecken bzw. verändern kann, steht jetzt in der brandneuen arrive-Ausgabe Nr. 4, die heute im Zeitschriftenhandel zu finden ist.

Wichtig, wenn man die Reichweite im Blick hat: Nicht nur die Kilometerzahl ist entscheidend für die Wahl eines Stromers. Ladeparks, die entlang der Autobahnen gebaut werden, bieten bald mehr Komfort ebenso wie Touchscreens, die verstärkt Einzug ins E-Auto halten. Sehr umtriebig beim Bau von Ladeparks sind übrigens Innogy, Enercon, EnBW, aber auch natürlich die IONITY. Und wer die Zukunft Autonomen Fahrens in Deutschland sich ganz aus der Nähe anschauen möchte, könnte sich einmal die e-Golf-Story durchlesen. Denn in der Hafencity von Hamburg gibt es erste e-Golf-Fahrzeuge tagsüber auf einer Strecke rund um die Elbphilharmonie zu bestaunen. Natürlich testeten wir wieder mehrere Fahrzeuge. Dieses Mal dabei die Fahrzeuge Corsa-e, Toyota Camry Hybrid, Kia e-Soul, Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid und der Volvo V60 T8. Fans von YouTube-Elektroauto-Tester Alex Bangula dürfen sich übrigens auf einen Bericht von ihm über den Tesla Model 3 freuen. Storys von Willy Loderhose über Japan als möglichem Mobilitätsvorreiter, der deutschen Märchenstraße, die mit Ladesäulen der Firma Plug´n Charge ausgestattet werden und ein Interview mit E-Mobil-Experte Axel Schmidt runden den Themenstrauß ebenso ab wie die tolle Bilder-Story über zahlreiche Film- und Fernsehstars, die immer stärker die Elektro-Auto-Kampagnen der Hersteller unterstützen. Unter ihnen: Daniel Craig (der als James Bond 2020 einen elektrischen Aston Martin fahren wird), Schauspieler Jürgen Vogel, die Influencerinnen Lisa und Lena, Popstar Khalid und Ex-Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg.

Die arrive gibt es im Abo, als E-Paper-Abo oder Einzel-E-Paper. Schaut einfach oben in die Leiste. Ebenso natürlich gibt es die arrive im Zeitschriftenhandel (wo dort zu finden? Schaut mal auf www.mykiosk.de). Auch in dieser Ausgabe wieder dabei: Der große 10fach-PAYBACK-Aral-Coupon für Autogas-Fahrer.


Volvo folgt der Elektrolinie.

Polestar könnte zum Zugpferd werden

Volvo hat bereits vor längerer Zeit angekündigt, in unmittelbarer Zukunft, genauer gesagt ab dem kommenden Jahr 2019, nur noch elektrische Fahrzeuge produzieren zu wollen. Jetzt wurden für den Elektro-Fahrplan der Marke Polestar erste Einzelheiten veröffentlicht, fast parallel zum Start der Produktion der ersten Polestar 1-Fahrzeuge im nordschwedischen Göteborg, die aber erstmal als Vorserienmodelle für Crash- und Fahrtests eingesetzt werden sollen.
Nach diesem Fahrplan bringt also die neue Volvo-Tochter bis 2022 sowohl eine rein elektrische Limousine als auch ein SUV-Coupé auf den Markt, wie Brent Ellis von Polestar vor kurzem erläuterte. Der reinelektrische „Polestar 2“ wird ab 2019 erst auf Messen gezeigt, ein Jahr später folgt dann das Fahrzeug mit einer Reichweite von 500 Kilometern in der Serie. Damit könnte das Auto zu einem ernstzunehmenden Wettbewerber des Model 3 von Tesla avancieren, neben dem Jaguar E-Pace, dem Audi E-tron und dem Mercedes EQC. Der Preis des Polestar 2 wird vermutlich bei zirka 40.000 Euro liegen, heißt es aus dem Umfeld von Volvo.
Allerdings soll der Newcomer im Hause Volvo erstmal nicht als konventionelles Kauffahrzeug sondern nur als Abo-Auto mit einem zwei- oder drei-jährigen Abonnement angeboten werden. 2021 oder 2022 soll dann der „Polestar 3“ auf den Markt kommen. Bei diesem Fahrzeug handelt es sich um ein ebenfalls rein elektrisches SUV-Coupé, das ebenfalls über eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern verfügen soll. Beide Marken-Autos werden in ihrem Design ganz anders aussehen als der bereits vorgestellte Polestar 1, der noch deutliche Anleihen bei den traditionellen Volvo-Fahrzeugen aufweist.
Die neue Marke ist für den schwedisch-chinesischen Player Volvo eine zukunftsweisende Tochter und sowas wie ein hausinterner Tuner, der an Volvo ähnlich angedockt ist wie AMG bei Mercedes. Seit Oktober 2017 wird die Marke für Hybrid- und Elektroautos schrittweise ausgebaut und soll schon bald zu einem echten Zugpferd in der Branche werden. So wünscht es sich jedenfalls die Unternehmensführung.