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Der Buzz kommt später.

Vier im Bunde: VW bezieht Batteriezellen bald aus der ganzen Welt

Der südkoreanische Batteriezellen-Hersteller SK Innovation (SKI) wird in Zukunft für den Volkswagen Konzern der vierte strategische Lieferant für E-Fahrzeuge auf Basis des Modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) sehr wahrscheinlich sein. SKI wird den Bedarf für Nordamerika und einen Teil des Bedarfs für die Produktion von rein elektrischen Fahrzeugen in Europa decken. Damit sind die wichtigsten strategischen Lieferanten von Batteriezellen für die Ausstattung der schnell wachsenden E-Flotte des Konzerns in den wichtigsten Weltregionen benannt.

Im Rahmen der „Roadmap E“ planen die Marken des Volkswagen Konzerns bis zum Jahr 2025 zunächst 50 neue reine Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen. Los geht es nach der jetzigen Planung Ende 2019 mit dem Markteintritt des ersten Fahrzeugs der völlig neuen Elektro-I.D.-Reihe. Nach dem ersten Modell folgen zügig in kurzen Abständen weitere Modelle bis 2025. Für die Ausstattung der eigenen E-Flotte benötigt der Konzern allein bis 2025 eine Batteriekapazität von mehr als unglaublichen 150 GWh pro Jahr. Das entspricht einer Jahreskapazität von mindestens vier „Gigafactories“ für Batteriezellen. Für Europa hat der Volkswagen Konzern LG Chem, Samsung und SKI als strategische Lieferanten an Bord geholt. Ab 2019 wird mit diesen Partnern die Batterieversorgung sichergestellt. Ab 2022 wird SKI zusätzlich den Bedarf des nordamerikanischen Markts für den Konzern abdecken. Der strategische Partner in China ist der Konzern CATL, der dort in China die Batterien für die konzerneigenen E-Fahrzeuge ab 2019 zuliefern wird und der gleichzeitig den Bau eines eigenen Herstellerwerkes bei Erfurt plant, um von dort aus europäische Hersteller, insbesondere BMW, zu beliefern.
Dr. Stefan Sommer, Konzernvorstand für das Ressort Komponenten und Beschaffung der Volkswagen Aktiengesellschaft, will in dieser Konstellation, wie er selbst sagt, „die bestmöglichen Batterien“ bekommen – und zwar „in all den Varianten, die wir brauchen, um die kunden- und markenspezifischen Anforderungen zu erfüllen.“ Damit seien wesentliche Weichen für die Transformation des Volkswagen-Konzerns hin zur Elektromobilität gestellt, so Sommer.
In Deutschland werden die Standorte Zwickau und sehr wahrscheinlich Emden zu reinen E-Produktionsstandorten umgebaut. In Hannover werden ebenso Elektrofahrzeuge bald produziert. Die zum VW-Konzern gehörende „Gläserne Manufaktur“ in Dresden ist bereits jetzt Elektro-Produktionsstandort des e-Golf.

Sehr detailierte Angaben machte VW am 15.11.2018.


Chinesische CATL baut Batteriezellen-Fabrik nahe dem thüringischen Erfurt

Thüringen erhält eine der größten Produktionsstandorte für E-Auto-Batteriezellen in Europa. Der Vertrag für den Bau der Fabrik des chinesischen Herstellers Contemporary Amperex Technology Ltd. (CATL) wurde am Montag im Umfeld der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen in Berlin unterzeichnet. Mehrere Medien, unter anderem auch die DPA (Deutsche Presse Agentur), berichteten hierüber.

Erster Kunde des Werkes, das nahe Erfurt gebaut wird, ist BMW. Noch am Montag vergab der bayrische Autobauer einen Auftrag in Höhe von 4 Milliarden Euro an die Chinesen. Die Hoffnung von CATL ist es nun, dass andere deutsche und europäische Autokonzerne dem Beispiel von BMW folgen werden. Nach dem Willen der chinesischen CATL sollen bis 2022 240 Millionen Euro in das Werk nahe der thüringischen Metropole investiert werden. Für die Ansiedlung der Fabrik erhält CATL zudem eine Förderung vom Land Thüringen in Höhe von 7,5 Millionen Euro. Gemessen an der Größe der Fabrik, jedoch vor dem Hintergrund des hohen Automatisierungsgrades in der Fabrik, plant der Produzent nur mit der relativ niedrigen Zahl von 600 neuen Arbeitskräften zunächst.

Da aber allgemein ein starkes Anwachsen von Elektroautos in Europa in den kommenden Jahren erwartet wird, dürfte auch die Nachfrage nach Batterien sowie Batteriezellen anziehen, was zu mehr Einstellungen führen könnte. VW, BMW, Daimler und andere europäische Hersteller kaufen Zellen derzeit und auch in Zukunft stark in Asien ein und bauen sie dann zu Akkus für E-Mobile zusammen. Eine von vielen befürchtete Abhängigkeit vom chinesischen Produzenten CATL dürfte also auch in Zukunft nicht eintreten.

Gewerkschaften, Bundesregierung und vor allem Angela Merkel fordern schon lange eine deutsche oder europäische Produktion. Zwar wären der Kanzlerin mehr eigenständige deutsche Investitionen am liebsten gewesen, sie betonte aber, dass wenn ein chinesischer Investor nach Europa komme, sei es gut, wenn dieser nach Deutschland gehe und hier investiere. Sie sprach unter anderem deshalb am Montag auch von einem wichtigen Tag für Thüringen.

Der in China größte Produzent von Batterien, CATL, existiert seit 2011 und ist seit diesem Jahr an der Börse gelistet. Außer in Thüringen wird noch in Schweden eine Batteriezellenproduktion für Elektroautos in Europa aufgebaut. Dort kooperiert die schwedische Northvolt mit dem deutschen Mega-Player Siemens. Interessant sein dürfte ebenso, dass für Deutschland auch Elon Musk angekündigt hat, eventuell an der Grenze zu den Benelux-Staaten eine Batterienfabrik aufbauen zu wollen.

Mit Material von auto-medienportal.net

Foto: ampnet / CATL


Mit dem Vizzion startet VW in die übernächste Zukunft der E-Mobilität

Das Flaggschiff der übernächsten elektrischen Autogeneration von Volkswagen wird in ein paar Jahren wohl den Namen Vizzion erhalten. Eine Kostprobe, wie diese Zukunft aussehen wird, zeigt die Ausstellung „Driving Vizzions to reality“ im VW-Gebäude „Drive“ an der Friedrichstraße in Berlin.
Seit Anfang der Woche steht die Studie I.D. Die Zukunft von Volkswagen als Highlight der Ausstellung dort. Die erstmals im März auf dem Genfer Autosalon vorgestellte Limousine zeigt die ganz reale Vision der Marke für einen Volkswagen von morgen: Anspruchsvoll in Design, Technik und Qualität – und tatsächlich konsequent für die E-Mobilität entwickelt. Das Fahrzeug ist Teil einer Ausstellung, die für Konzepte für die emissionsfreie und voll vernetzte Zukunft von Automobilen wirbt.
Jürgen Stackmann, Vertriebsvorstand der Marke Volkswagen (Foto), erklärte bei der Eröffnungsveranstaltung: „Leitidee von DRIVING VIZZIONS TO REALITY ist es, die Tür zur Zukunft zu öffnen und die Transformation der Marke zum Anbieter von ganzheitlichen Mobilitätskonzepten erlebbar zu machen.“
Schon jetzt können Besucher sich im jungen, bunten Ambiente der Ausstellung von den Vorteilen der E-Mobilität und des Vizzion übrzeugen. Auch das autonome Fahren sowie digitale Dienste unter dem Stichwort Connectivity werden erfahrbar.
Zu den Highlights gehört bis Mitte August und ab Mitte September auch der I.D. CROZZ. Die Studie dieses batterie-elektrisch angetriebenen Crossovers aus SUV und viertürigem Coupé kann von Anfang August an besichtigt werden. Ebenso sind Indoor-Probefahrten mit dem I.D. Cityskater möglich. Der zusammenklappbare Last-Mile-Surfer wird von Volkswagen Sachsen von Herbst 2018 an in St. Egidien bei Zwickau gebaut. Im Juli und August finden unter Anleitung von Trainern der Driving Experience zudem Probefahrten mit dem Volkswagen e-Golf und dem neuen Volkswagen Touareg statt.
Das erste vollelektrische I.D.-Modell soll ab Ende 2019 gebaut werden. Dann ab zirka März 2020 startet die Auslieferung. Angetrieben wird der erste I.D. von einem 125 kW/170 PS starken Elektromotor an der Hinterachse, die Reichweite soll zwischen 400 und 600 Kilometer liegen. Preislich wird sich das Fahrzeug mit unter 30.000 Euro auf dem Niveau eines gut ausgestatteten Golf mit Dieselaggregat bewegen. dann werden sehr zügig weitere Modelle folgen. Denn VW will bis 2025 mehr als 20 weitere reine E-Mobil-Modelle in den Markt bringen. Bislang existieren die Fahrzeuge aber nur in Form von Studien. Das wird sich aber, wie beschrieben, ab 2020 radikal und sehr schnell ändern.


Elektrofahrzeugbestand könnte dieses Jahr doch noch stark steigen

Rund 200.000 Elektrofahrzeuge könnten es am Ende des Jahres in Deutschland werden, berichteten nun der Donaukurier und die Nachrichtenagentur Agence France Press (AFP) übereinstimmend. Diese Zahlen hat die Unternehmensberatung Horváth & Partner hochgerechnet und glaubt sogar, dass es Ende 2022 mehr als eine Million reine Stromer und Hybride werden. Das wäre für die Verfechter der umweltfreundlichen Fahrweise ein Erfolg und läge nur rund 2 Jahre hinter den Prognosen der Bundesregierung.
Die Berechnungen folgen den Zahlen aus 2017, die mit 123.000 Autos dreimal so hoch lagen wie in 2015. Damit hätte man zumindest ein Wachstum von 68 Prozent erzielt, wenn auch ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau. Bei ähnlich exponentieller Steigerung prognostiziert nun die Unternehmensberatung einen Bestand von 250.000 E-Autos gegen Ende des Jahres. Dem entgegensprechen würden allerdings die erheblichen Lieferengpässe, die sich derzeit auftun. Gerade bei deutschen Herstellern ergeben sich bei manchen Fahrzeugen Wartezeiten von bis zu 14 Monaten. Sollten diese schnell behoben werden, wären dann doch noch theoretisch 600.000 stromgetriebene Autos bis 2020 auf deutschen Straßen möglich. Das wären trotzdem noch 40 Prozent weniger als die Bundesregierung sich das vor acht Jahren noch erhoffte.
Im Verhältnis zu den 45 Millionen Verbrenner-PKW, die derzeit auf den deutschen Straßen unterwegs sind, bleibt der Anteil aber dann noch gering, dürfte allerdings ab 2020 exponentiell steigen, wenn VW in Deutschland mit dem ersten I.D.-Modell seine Modelloffensive beginnt. Dass die Zahl der E-Autos derzeit steige, liege vor allem am Ausbau des Angebots an Hybrid-Modellen, so ein Sprecher der Unternehmensberatung. Außerdem werden bestehende Elektro-Modelle mit stärkeren Batterien verbessert.

Foto: Cambio


Volkswagen setzt neue Bestzeit im großen Rennen von Pikes Peak

Der Volkswagen Konzern ist stärker denn je in das Rennen von Pikes Peak involviert. Mit dem aktuellen Elektrorennfahrzug hat der Konzern nun für das „Pikes Peak International Hill Climb“-Rennen eine neue Marke deutlich gesetzt. (Wir berichteten über das Rennen in der Print-Ausgabe von arrive 3.) Der Franzose Romain Dumas fuhr am 24. Juni mit dem 680 PS (500 kW) starken I.D. R Pikes Peak einen neuen Rekord für Elektrofahrzeuge. Zudem war er an diesem Tag der Schnellste. Dumas schlug die bisherige Bestzeit von Sébastien Loeb, Frankreich, aus dem Jahr 2013 um 16 Sekunden. Dumas bewältigte in dem Elektrorennwagen von VW die Strecke in 7.57,148 Minuten.
Das Bergrennen im US-Bundesstaat Colorado, das seit 1916 ausgetragen wird, führt über knapp 20 Kilometer und durch 156 Kurven. Der Volkswagen I.D. R Pikes Peak wiegt inklusive seiner Batteriezellen weniger als 1.100 Kilogramm. Den Strom für eine komplette Ladung in unter 20 Minuten lieferten Generatoren am Fuße des Pikes Peak. Als Kraftstoff diente Glycerin, das chemisch gesehen ein Zuckeralkohol ist.
Es entsteht beispielsweise bei der Herstellung von Bio-Diesel und verbrennt nahezu völlig ohne schädliche Abgase oder Rückstände. Glycerin selbst ist ungiftig und wird als Zusatzstoff auch in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie verwendet. Rund 200 Gäste verfolgten am Sonntag auch in der Autostadt in Wolfsburg den erfolgreichen Rekordversuch bei einer Live-Übertragung.
Zusammen mit Autostadt-Geschäftsführer Roland Clement gaben zudem der Markenvorstand für technische Entwicklung von Volkswagen, Frank Welsch, Jost Capito von der R GmbH Einblicke in die Technologie des I.D. R Pikes Peak. Rallyelegende Jochi Kleint fuhr einst mit einem VW Golf 2 beim Pikes Peak Hillclimb und warf auf der Bühne einen Blick in die Vergangenheit dieses spektakulären Autorennens. Bei den Motorrädern gewann Ducati-Fahrer Carlin Dunne auf der Multistrada 1260 mit 9.59,102 Minuten.

Mit Material von auto-medienportal.net
Foto: VW