McLaren

Mc Laren: Etwas Elektrik musste jetzt sein

McLaren steht für heiße Motoren und ebenso heiße Schlitten auf den großen Rennstrecken der Welt. Jetzt aber wird der Ofen endlich auch etwas elektrisch. Soll heißen: Bald gibt es erstmals einen Sechszylinder statt einem Achtzylinder. Damit aber nicht genug: Der neue McLaren Artura kommt mit einem 3,0-Liter-Motor, der mit einem Elektromotor kombiniert ist. Und repräsentiert so „das Destillat von allem, was wir jemals gelernt haben“, so McLaren-Chef Mike Flewitt. Seit knapp zwölf Jahren tritt der Rennstall McLaren eigentlich mit Straßenfahrzeugen an. Als Klammer der etwas unübersichtlichen Modellpalette diente bislang der gemeinsam mit Ricardo entwickelte V8-Motor. Das ändert sich nunmehr eindrucksvol.
Immerhin ist es den britischen Ingenieuren gelungen, das Gewicht knapp unter 1,5 Tonnen zu halten, was für einen Hybrid eine sensationelle Leistung darstellt. Die kombinierte Antriebsleistung liegt bei 680 PS (500 kW), die Spitze bei 330 km/h. Bis zu 30 Kilometer können elektrisch zurückgelegt werden, allerdings bei sehr viel niedrigeren Geschwindigkeiten. Konzeptionell entspricht der Artura damit am ehesten dem verflossenen BMW i8, ähnelt aber auch dem Honda NSX, dem allerdings die Plug-in-Fähigkeit fehlt.

Stilistisch orientiert sich der Artura an der etablierten McLaren-Formensprache und ist dabei dem 720S am ähnlichsten, bei nahezu identischen Abmessungen. Das Cockpit ist relativ großzügig geschnitten und zeichnet sich durch rundliche Formen aus. Die zentralen Luftausströmer sitzen dabei unter einer auffälligen Mütze, während das Acht-Gang-Getriebe über einen Schalter an der Instrumenteneinheit sowie über griffige Lenkradpaddel betätigt wird. Der Artura ist mit Reifensensoren von Pirelli ausgerüstet. Das „Cyber Tyre“-System kommuniziert Art des Reifens, Winter- oder Sommerversion, vorgeschriebenen Druck, Lastindex und Geschwindigkeitsklasse sowie aktuelle Betriebsinformationen wie Temperatur und Reifendruck. Für einen Supersportwagen sind das relevante Informationen, die den Fahrer permanent ins Bild setzen.

Die Bestellbücher für den Artura sind bereits geöffnet, die Auslieferungen sollen im Laufe des Jahres beginnen.

Mit Material von auto-medienportal.com / Jens Meiners


Volkswagen setzt neue Bestzeit im großen Rennen von Pikes Peak

Der Volkswagen Konzern ist stärker denn je in das Rennen von Pikes Peak involviert. Mit dem aktuellen Elektrorennfahrzug hat der Konzern nun für das „Pikes Peak International Hill Climb“-Rennen eine neue Marke deutlich gesetzt. (Wir berichteten über das Rennen in der Print-Ausgabe von arrive 3.) Der Franzose Romain Dumas fuhr am 24. Juni mit dem 680 PS (500 kW) starken I.D. R Pikes Peak einen neuen Rekord für Elektrofahrzeuge. Zudem war er an diesem Tag der Schnellste. Dumas schlug die bisherige Bestzeit von Sébastien Loeb, Frankreich, aus dem Jahr 2013 um 16 Sekunden. Dumas bewältigte in dem Elektrorennwagen von VW die Strecke in 7.57,148 Minuten.
Das Bergrennen im US-Bundesstaat Colorado, das seit 1916 ausgetragen wird, führt über knapp 20 Kilometer und durch 156 Kurven. Der Volkswagen I.D. R Pikes Peak wiegt inklusive seiner Batteriezellen weniger als 1.100 Kilogramm. Den Strom für eine komplette Ladung in unter 20 Minuten lieferten Generatoren am Fuße des Pikes Peak. Als Kraftstoff diente Glycerin, das chemisch gesehen ein Zuckeralkohol ist.
Es entsteht beispielsweise bei der Herstellung von Bio-Diesel und verbrennt nahezu völlig ohne schädliche Abgase oder Rückstände. Glycerin selbst ist ungiftig und wird als Zusatzstoff auch in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie verwendet. Rund 200 Gäste verfolgten am Sonntag auch in der Autostadt in Wolfsburg den erfolgreichen Rekordversuch bei einer Live-Übertragung.
Zusammen mit Autostadt-Geschäftsführer Roland Clement gaben zudem der Markenvorstand für technische Entwicklung von Volkswagen, Frank Welsch, Jost Capito von der R GmbH Einblicke in die Technologie des I.D. R Pikes Peak. Rallyelegende Jochi Kleint fuhr einst mit einem VW Golf 2 beim Pikes Peak Hillclimb und warf auf der Bühne einen Blick in die Vergangenheit dieses spektakulären Autorennens. Bei den Motorrädern gewann Ducati-Fahrer Carlin Dunne auf der Multistrada 1260 mit 9.59,102 Minuten.

Mit Material von auto-medienportal.net
Foto: VW