arrive Nr. 4 - Jetzt im Handel - mit dem großen ID.4-Test

Der ID.4 von Volkswagen dürfte dem Elektroauto-Markt nun tatsächlich zum Durchbruch verhelfen. Wir haben das Modell deshalb auf den Schild gehoben und den Fahrzeugtest als Titelgeschichte in unserer aktuellen Ausgabe verankert. Mit einer Reichweite von bis zu 522 Kilometer könnte er tatsächlich für die familienfreundliche breite Masse der Autofahrer interessant sein. Auch andere Fahrzeuge haben wir wieder ausgiebig gefahren: zum Beispiel den Opel Mokka-e, den Mercedes EQA, den Hyundai IONIQ 5, Volvo XC40 Recharge P8 PAWD und den NIO ET7.
In unserem FUTURE-Block gehen wir wieder den Fragen der Zukunft neuer Mobilität nach. Wann werden Verkaufsroboter in Autohäusern eingesetzt? Wann starten die ersten Passagierflugzeuge mit Brennstoffzellen? Und was macht Gabor Steingart mit seinem Elektro-Schiff auf der Spree in Berlin?
Außerdem machen wir einen Abstecher ins b´mine-Hotel nach Düsseldorf, in das man mit dem E-Auto bis an sein Zimmer in den höheren Stockwerken fahren kann. Instagram-Mode-Star Melisa Şahin war mit arrive vor Ort und nahm Platz dort auf Designer-Möbeln.

Arrive Nr. 3 / 2021 – Jetzt im Handel!
DIE ZEITSCHRIFT FÜR DIE MOBILITÄT DER ZUKUNFT

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BMW Console

IDrive-System demnächst auch im BMW iX und i4

Nichts Neues - aber irgendwie dann doch: BMW hat sein „iDrive“-Bediensystem verbessert und wird es demnächst in den Elektro-Auto-Modellen iX und i4 von zum Einsatz kommen lassen.

Dabei bleibt das zentrale Bedieninstrument der Knopf „iDrive“, der sich in der Mittelkonsole befindet. Viele Funktionen sind nun aber alternativ zusätzlich über die Sprachsteuerung bedienbar, die als „Intelligent Personal Assistent“ arbeitet. Im Gegenzug sinkt die Zahl der klassischen Taster und Schalter im Cockpit natürlicherweise weiter. Selbst die Klimaanlage verfügt nicht mehr über haptische Knöpfe.

Drittes zentrales Element des neuen „Operating System 8“ ist ein großer konkaver Bildschirm, der sich vom Instrumentenbrett bis in die Mittelkonsole zieht. Die Darstellung auf dem berührungsempfindlichen Curved-Display lässt sich ebenso wie die Tachodaten personalisieren. Im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern erlaubt BMW auch die Integration von Drittanbieter-Apps; unter anderem sollen die Nutzer nahtlos zwischen dem Hersteller-Infotainment und Inhalten von Apple Car Play oder Android Auto wechseln können. Für die Verbindung zur Außenwelt sorgt ein 5G-Modul, über das auch Fernwartungs-Aktualisierungen, sogenannte Over-the-Air-Updates, möglich sind.

Von dem neuen System verspricht sich BMW eine intuitivere und flüssigere Bedienbarkeit. Vor allem die Sprachsteuerung soll in dieser Hinsicht für Erleichterung und mehr Entspannung an Bord sorgen. Letztlich bereiten die Bayern damit auch die Einführung autonomer Fahrfunktionen vor, bei denen sich der Fahrer nicht mehr auf die Fahrzeugführung konzentrieren muss, sondern an Bord arbeiten oder Unterhaltung konsumieren kann.


VW

Jede Menge Batterien wird Volkwagen herstellen

Volkswagen wird in Europa eine große Batterie-Zellenfertigung einrichten. So sollen bis zum Jahre 2030 mit befreundeten Unternehmen 6 Produktionsanlagen mit einer jährlichen Kapazität von 240 Gigawattstunden in Betrieb genommen werden. Vor allem die Volumenmodelle von VW, u. a. der ID. 3 und ID.4 (siehe Foto), sollen künftig mit Zellen aus dem niedersächsischen Salzgitter fahren.
Das erste neue Werk will der Automobilhersteller bis 2023 gemeinsam mit Northvolt in Schweden errichten und dort Zellen für Premiummodelle bauen. Perspektivisch ist eine Kapazität von 40 GWh geplant. Die von Volkswagen selbst betriebene Gigafabrik in Salzgitter soll ab 2025 die Einheitszelle für das Volumensegment produzieren – ebenfalls mit einer Kapazität von 40 GWh. Für die weiteren Fabriken werden derzeit mögliche Standorte und Partner geprüft.
Besondere Bedeutung in der Batterie-Strategie kommt der Einheitszelle aus Salzgitter zu. Sie soll ab dem Jahr 2030 in bis zu 80 Prozent aller E-Fahrzeuge des Konzerns verwendet werden und dank der hohen Stückzahlen besonders günstig sein. Die Wolfsburger wollen so die Kosten für Batterien auf deutlich unter 100 Euro pro Kilowattstunde senken.
Mit dem starken Aufbau dieser Produktion von Batteriezellen will VW massiv Kosten senken und sich gleichzeitig mit Akkus für E-Autos bestmöglich ausstatten. Vor allem die Abhängigkeit von Asien könnte so sinken, auch wenn die Chinesen wohl weiterhin weltweit die Nummer eins bei der Zell-Fertigung für E-Autos bleiben werden. In China werden einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger zufolge 2022 voraussichtlich rund 2.400 GWh an Zellenkapazität produziert, auf Rang zwei folgen die USA mit 281 GWh vor Südkorea mit 159 GWh. Für Deutschland lag die Prognose vor der VW-Ankündigung bei 63 GWh.


Volvo

Starkes Wachstum bei E-Fahrzeugen in 2020

Der Pkw-Bestand in Deutschland ist zum 1. Januar 2021 gegenüber dem Vorjahr um 1 Prozent auf 48,2 Millionen gestiegen, meldet der VDIK. Knapp 18 Millionen Pkw erfüllen die Euro-6-Norm, ihre Zahl stieg laut Kraftfahrtbundesamt um 16 Prozent an.

Besonders stark ist der Bestand von Elektrofahrzeugen gewachsen. Reine Elektro-Pkw legten um 126 Prozent, Plug-in-Hybride um 174 Prozent zu. Am 1. Januar 2021 waren damit 588.900 Elektrofahrzeuge (BEV und PHEV) in Deutschland zugelassen. Außerdem waren gut 800 Brennstoffzellen-Pkw im Bestand zu verzeichnen (plus 59 Prozent). Pkw mit Erdgasantrieb legten um 1 Prozent auf 83.100 Einheiten zu, während Pkw mit Flüssiggasantrieb um 7 Prozent auf 346.800 zurückgingen. Auch die Hybride ohne Stecker verzeichneten mit 66 Prozent ein deutliches Plus, ihr Bestand belief sich auf 724.200. Insgesamt fahren rund vier Prozent des Bestands-Pkw in Deutschland nun mit einem alternativen Antrieb.


Berlingo

Berlingo kommt bald mit 100-kW-Elektro-Motor

Parallel zu den anderen Modellen im Ex-PSA-Konzern, wie dem Opel Combo-e Cargo, dem Peugeot e-Partner und e-Rifter wird nun auch die Marke Citroën ab Herbst seinen bei Familien beliebten Hochdachkombi als Elektrofahrzeug auf den Markt bringen. Er erhält ebenfalls den 100-kW-Motor (136 PS), der in allen E-Modellen des früheren PSA-Konzerns (heute: Stellantis) eingesetzt wird. Die Lithium-Ionen-Batterie hat eine Kapazität von 50 kWh, die für bis zu 280 Kilometer Reichweite stehen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 135 km/h. Auch den ë-Berlingo gibt es in zwei Längen und mit bis zu sieben Sitzen. Preise nennt Citroën vorerst noch nicht.


Twingo

Renault verrät den Preis des Twingo Electric

Ende Februar erweitern die Franzosen das Angebot um die Ausstattungsversionen „Zen” und „Intens” beim frischen Twingo Electric, den wir von arrive in der aktuellen Ausgabe 2 ausgiebig vorstellen. Die nun kommende Variante „Zen“ ist schon – abzüglich der 10.000 Euro Renault Elektrobonus insgesamt – bereits ab 13.790 Euro erhältlich. Ein Superpreis, wenn man bedenkt, dass andere Modelle der gleichen Klasse ungleich teurer sind.
Den Electric „Intens“ gibt es dagegen ab 15.190 Euro. Eine Basisversion „Life” soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen und nach Abzug der Prämie 11.790 Euro kosten. Gestartet war der Renault Twingo Elektric im vergangenen Jahr mit dem Sondermodell „Vibes“.
In der Ausstattungsvariante Zen verfügt der Twingo Electric über das Online-Multimediasystem Easy Link mit 7-Zoll-Touchscreen und einer serienmäßigen Klimaautomatik. Für Fahrkomfort sorgen unter anderem der höhenverstellbare Fahrersitz und das höhenverstellbare Lenkrad. Der Twingo Electric Intens kommt ab Werk unter anderem mit 15-Zoll-Leichtmetallrädern, Lederlenkrad und Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer. Die Ausstattungsvariante Vibes fährt bereits zusätzlich mit Navigationssystem, beheizbaren Vordersitzen und einer Einparkhilfe hinten mit Rückfahrkamera.
Als Antrieb hat die batterieelektrische Variante des fünftürigen City-Car einen 60 kW- bzw. 82-PS-starken Elektromotor, und zwar im Heck. Die kompakte Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 22 kWh hat eine WLTP-Reichweite von 190 Kilometern. Der Twingo kommt im Stadtverkehr natürlich weiter: und zwar auf bis zu 270 Kilometer.


Ford.

Ford investiert 1 Milliarde in E-Autoproduktion in Köln

Nun kommt auch Ford so langsam in Elektro-Auto-Stimmung – zumindest in Deutschland. Der amerikanische Autobauer investiert 1 ganze Milliarde US-Dollar (ca. 830 Millionen Euro) in die Modernisierung der Fahrzeugfertigung in Köln und proklamiert damit die größte Summe, die je an einem Ford-Standort investiert wurde. Mit den Geldern wird das Werk gründlich auf Vordermann gebracht und danach als „Ford Cologne Electrification Center“ deklariert.
Ab 2023 wird in Köln-Niehl das erste batterie-elektrische Volumenmodell der Marke in Europa vom Band rollen. Die deutsche Dependance prüft zudem die Möglichkeit, ein zweites Elektro-Auto in Köln zu fertigen. Dies gaben heute Europa-Chef Stuart Rowley und Ford-Werke-Geschäftsführer Gunnar Herrmann im Beisein von Ministerpräsident Armin Laschet bekannt.
„Der Wettlauf zur Elektrifizierung Europas ist in vollem Gange, und das Ford Cologne Electrification Center wird unsere künftigen Elektrofahrzeuge für Kunden in ganz Europa entwickeln und fertigen“, sagte Stuart Rowley. Die technische Entwicklung im europäischen Entwicklungszentrum in Köln-Merkenich. Im Rahmen der bestehenden strategischen Allianz mit Volkswagen will Ford bei der Entwicklung des Fahrzeugs auf dem Modularen Elektrobaukasten (MEB) aufbauen. Über den gesamten Lebenszyklus ist die Produktion von insgesamt rund 600.000 Einheiten geplant. Schon jetzt ist außedm seitens des Konzerns klar eingeplant: Ab 2030 will Ford nur noch E-Autos anbieten.


Smart Fortwo als Sondermodell

Der Smart EQ Fortwo als "Edition Bluedawn"

Der elektrische Smart ist schon ein ganz besonderes Modell. Früher eher belächelt, avanciert er zurzeit zum Kultobjekt in der stetig wachsenden Gemeinde der Elektro-Auto-Jünger. Bester Beleg dafür ist der im April auf den Markt kommende EQ Fortwo, der als limitiertes Sondermodell „Edition Bluedawn“ noch mehr Convenience und Extras als bisher bieten soll. Kennzeichen des neuen Verwöhn-Fahrzeugs sind die Bodypanels und die Sicherheitszelle in mattem Velvet Blue sowie Räder und Karosserieanbauteile von Brabus, die teilweise auch in glänzendem Schwarz ausgeführt sind.

Ebenso im Brabus-Stil gestalten sich außerdem einige Interieurdetails, die es in sich haben. Der EQ Fortwo Edition Bluedawn ist in Kombination mit den Ausstattungslinien Pulse und Prime verfügbar. Der serienmäßige Lieferumfang umfasst Details wie das Cool & Audio-Paket, das Digitalradio und die Sitzheizung. Die Preise des Sondermodells beginnen bei 28.920 Euro.


Eine Drohne.

Erste Elektro-Motorsportserie für fliegende Rennwagen

Ein großes Rennen mit fulminanten Raumschiffen, so wie bei Star Wars, die riesige Strecken in der Luft absolvieren? Ist das eine Utopie aus Hollywood, die sich nur in Science-Fiktion-Streifen wiederfindet? Mitnichten. Die Realität solcher Rennen ist uns näher, als viele glauben mögen. Der Airspeeder Mk 3, eine große Elektro-Drohne mit einem 95-kW-Antrieb, soll schon im kommenden Jahr zur ersten Elektro-Motorsportserie für fliegende Rennwagen antreten, noch unbemannt und ferngesteuert mit Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h. 2023 sollen Piloten im Mk 4 im Rennen persönlich gegen einander antreten. Die Idee, die jetzt Ihrer Umsetzung noch bedarf, stammt aus Australien von Matthew Pearson, Gründer, Airspeeder und der Spezial-Firma Alauda Aeronautics. Die Fertigung will Pearson jetzt aber in Großbritannien aufbauen. Geplant sind zunächst zehn Exemplare.

Über die weitere Entwicklung der Rennserie werden wir in den kommenden Ausgaben berichten.


Ein Podbike.

Fast ein Auto für nur knapp 5.000 Euro

Irgendwie sieht das Ding richtig knuffig aus. In jedem Fall kann man nur hoffen, dass es nun den Namen, den es jetzt hat, auch behält. Denn das bei seiner Präsentation im Jahr 2017 zunächst Podbike genannte und später in Frikar umgetaufte Kabinenfahrrad kommt nach langen Anlaufschwierigkeiten im März tatsächlich nun auf den Markt. Ab 4.995 Euro ist der elektrisch angetriebene und mit komfortablen Witterungsschutz gesegnete Zwitter aus Pedelec und Auto zu haben. Für 5.499 Euro bieten die Norweger eine besser ausgestattete Plus-Version an.

Das 2,3 Meter kurze und zudem sehr schmal bauende Vierrad zeichnet sich durch ein weitgehend transparentes Kabinendach aus Plexiglas aus. Der Fahrer bleibt somit vor Witterungseinflüssen geschützt und kann entsprechend auch bei Regen oder Kälte mit dem Frikar fahren. Als Antrieb kommen zwei Motoren zum Einsatz, die wie bei einem Pedelec bis maximal 25 km/h unterstützen. Zudem gibt es einen Pedalantrieb, der allerdings nicht direkt auf die Räder, sondern auf einen Strom erzeugenden Generator einwirkt. Der Pedalantrieb dient zur Regulierung von Geschwindigkeit und Rekuperation sowie zur Maximierung der Reichweite.

Zur Basisausstattung des Frikar gehören Front- und Heckleuchten, Fernlicht, ein Außenrückspiegel, ein Akku für 80 Kilometer Reichweite, Ladegerät, Klingel und Smartphone-Halterung. Die in Deutschland zulässige Variante muss auf die eigentlich in der Basisversion vorgesehenen Blinker und Rückfahrleuchte verzichten, zudem muss man für eine StVZO-konforme Lichtanlage sogar 308 Euro Aufpreis zahlen. Ebenfalls aufpreispflichtig sind Zusatzakku (700 Euro), Schnelllader (480 Euro), Scheibenwischer (180 Euro) sowie Kindersitz (200 Euro). Wer das Plus-Paket für 500 Euro bestellt, bekommt einen zweiten Außenspiegel, Teppich innen, Seitentaschen, Ventilator und Alarmanlage.