Brennstoffzellen-Lkw von Toyota – erste Tests ab 2022 

Die Brennstoffzelle gilt als langstreckentaugliche Alternative zum reinen Batterieantrieb. Toyota will sie nun schon bald in einem Lkw auf die Straße bringen.

Toyotas erster Brennstoffzellen-Lkw soll konkregt im Frühjahr 2022 zu Testzwecken auf die Straße rollen. Der emissionsfrei fahrende Truck absolviert dann zunächst seine Praxiserprobung bei japanischen Logistikunternehmen, die Großserienproduktion soll aber erst zu einem späteren Zeitpunkt starten. Als Basisfahrzeug dient der 25-Tonnen-Lkw Profia von Toyotas Nutzfahrzeug-Tochter Hino. Die mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzelle soll eine Reichweite von bis zu 600 Kilometern ermöglichen und gegenüber einem Dieselantrieb jährlich bis zu 82 Tonnen CO2 einsparen können.

Toyota sieht die Brennstoffzelle im Güterverkehr als die reichweitenstarke Alternative zum batterieelektrischen Antrieb. Kürzlich hatte der Konzern angekündigt, auch einen Wasserstoff-Lkw für den US-Markt zu entwickeln und dafür die Erfahrungen mit dem Brennstoffzellen-Pkw Mirai zu nutzen. 

Mit ihrem Wasserstoff-Engagement liegen die Japaner im Branchentrend: Mercedes etwa hat für 2023 einen Brennstoffzellen-Lkw für den Fernverkehr angekündigt, dazu kommen Start-ups wie Nikola und Hyzon mit eigenen Plänen. E-Auto-Pionier Tesla will hingegen einen batterieelektrischen Konkurrenten auf den Markt bringen, den Sattelschleppeer Tesla Semi. Dessen Produktionsstart sollte schon 2020 sein, musste jedoch auf 2021 verschoben werden.