Elektro

E-GMP - neue Elektro-Plattform mit Heckantrieb

Hyundai hat jetzt seine neue Elektro-Plattform E-GMP (Electric Global Modular Platform) vorgestellt. Diese ist ausschließlich für batterieelektrische Fahrzeuge mit Heckantrieb oder mit einem zusätzlichen Motor vorne für Allradbetrieb gedacht.

Die neue Basis ist flexibel gestaltet und eignet sich sowohl für den Einsatz in Limousinen als auch in SUV- oder Crossover-Modellen.Auch Hochleistungsmodelle mit bis zu 600 PS (441 kW) sind möglich und schaffen es in weniger als 3,5 Sekunden von Null auf 100 km/h. Beim Radstand sind bis zu drei Meter möglich.

Der Ioniq 5 wird das erste Elektrofahrzeug sein, das die neue Plattform nutzt. Bis 2024 folgen die Modelle 6 und 7. Bis 2025 plant Hyundai indes, bis zu 23 E-Fahrzeuge auf den Markt zu bringen. Elf davon werden ausschließlich einen batterieelektrischen Antrieb auf E-GMP-Basis besitzen.

Die kompakte Antriebseinheit (Motor, Getriebe und Inverter sind in einem Modul zusammengefasst) soll seine Leistung besser entfalten als bisherige Systeme. Die Reichweite soll sich um bis zu fünf Prozent verbessern. Hyundai verspricht konkret mehr als 500 Kilometer. Das Batteriemodul lässt sich den Anforderungen anpassen. Als Kühlung fungiert eine integrierte Ölkühlung. Die Energiedichte soll zehn Prozent höher sein als bei vorherigen Batterien des Herstellers.

Hyundai ist Partner des Schnellladenetzwerks Ionity, das europaweit schon 298 Stationen betreibt. Bis 2022 sollen es 400 Stationen sein. An diesen Ladesäulen lassen sich die künftigen Modelle in 18 Minuten bis auf 80 Prozent laden. Das Ladesystem ist so ausgelegt, dass es ohne technische Hilfsmittel auch an Ladsäulen mit 400 Volt angeschlossen werden kann.

Neben Hyundai werden auch die Konzernmarken Kia und Genesis von der Entwicklung profitieren. Danach sind auch andere Lösungen denkbar.


arrive Nr. 1/2021

Arrive Nr. 1 / 2021 jetzt im Handel: Sind Sie reif für das Elektroauto?

Elektromobile kommen immer mehr auf den Markt. Jetzt, in diesen Tagen, verbessert sich endlich auch die Ladeinfrastruktur spürbar. Und wer demnächst zuhause laden will, bekommt sogar noch viel Geld vom Staat. Kein Zweifel. E-Fahrzeuge sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Und wir von arrive stellen allen Interessierten die entscheidende Frage: Sind auch Sie bereits reif für ein E-Auto. Wer sich unsicher ist, kann anhand von 11 Fragen und Antworten, unsere Titelstory als Entscheidungsgrundlage sicher verwenden. Wir erklären alles Wichtige, komprimiert und leicht verständlich auf wenigen Seiten:

Von der Wallbox, über die Haltbarkeitsdauer der Batterie, bis hin zu den zahlreichen Förderungen und dem entscheidenden Punkt für die meisten: Ist mein E-Auto tatsächlich umweltfreundlicher und günstiger im Unterhalt als mein alter Verbrenner.

Das neue Auto könnte dann etwas ganz Besonderes sein, vielleicht ist es ja eines der Neuheiten , die in den kommenden Wochen auf den Markt kommen wird und die wir in der Mitte des Heftes vorstellen. Wir haben im Heft Vorstellungen und Testberichte vom Elektro-VW-SUV ID.4, dem Opel Zafira E-Life, dem Kleinstwagen Citroen Ami, dem BMW iX3, dem revitalisierten MG ZS EV. Dabei ist auch der Mercedes EQV 300 und die Plug-In-Hybride Kia Sorento, Mini Countryman, Porsche Panamera, Toyota RAV4, VW Tiguan eHybrid, Golf GTE, Peugeot 3008, der Luxusliner Mercedes S 580 E, der Skoda Octavia iV und und und…

Wem das noch zu wenig ist, kann einen Blick auf das erste elektrische Leichtflugzeug und alte, aber edle Oldtimer werfen, die zu Elektro-Oldtimern umgerüstet werden.

 

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Das trägt die Energiewirtschaft zur Ladeinfrastruktur bei

Durch die Mobilitätswende soll der Verkehr bis 2050 klimaneutral sein, ohne dass die Mobilität der Menschen eingeschränkt wird. Damit Elektromobilität in Deutschland zur Erfolgsgeschichte werden kann, ist eine Grundausstattung mit öffentlich zugänglichen Ladepunkten über Ladesäulen unverzichtbar. Für eine Million E-Autos werden nach Berechnungen des Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) 70.000 Normalladepunkte und 7.000 Schnellladepunkte benötigt.

Schon seit Jahren fordern die Politik einen Ausbau der Ladeinfrastruktur. Im Fokus stehen dabei bisher Städte mit Car-Sharing-Anbietern und vielen Einwohnern ohne eigene Stellplätze. Gleichzeitig ist ein gut ausgebautes Schnellladenetz erforderlich, insbesondere für den Einsatz der Fahrzeuge über lange Strecken.

Etwa 80 Prozent der bereits bestehenden Ladepunkte werden von Energieunternehmen betrieben. Der Betrieb der Ladesäulen sei dabei aufgrund der geringen Anzahl an E-Autos noch keineswegs wirtschaftlich, sagt der Verband. Viele Stationen würden kaum genutzt. Manchmal seien es nur ein bis drei Ladevorgänge am Tag. "Es ist vielmehr eine Investition in die Zukunft, damit die Energiewende auch im Verkehrssektor gelingt. Die Automobilindustrie muss jetzt endlich nachziehen und E-Autos auf den Markt bringen, die in Preis und Leistung attraktiv sind", sagt der BDEW.

Für den Erfolg der Elektromobilität sind zuverlässige Informationen über Standorte und Verfügbarkeit von Ladeinfrastruktur notwendig. Für Kunden muss transparent sein, wie viele öffentlich zugängliche Ladepunkte tatsächlich installiert und funktionsfähig sind. Dafür erhebt der BDEW regelmäßig die Zahlen zum Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland. Aktuell (Stand November 2020) sind etwa 33..000 öffentliche und teilöffentliche Ladepunkte von Energieunternehmen, Parkhaus- und Parkplatzbetreibern, Supermärkten und Hotels erfasst. Das ist ein Zuwachs von 19 Prozent seit April 2020. Jeder zehnte Ladepunkt ist ein DC-Schnelllader.

Regional betrachtet ist übrigens München Spitzenreiter im Städte-Ranking, dicht gefolgt von Hamburg und Berlin. Beim Vergleich der Bundesländer liegt Bayern mit großem Abstand vorn. Auf Platz zwei und drei folgen Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.


E-Roller rollen auch während der Corona-Krise

58 Prozent Wachstum: Während so mancher Akteur der Mobilitätsbranche während der Corona-Kriese leidet, geht es für Roller-Sharing-Anbieter stark bergauf. E-Roller - nicht zu verwechseln mit den kleinen Tretroller-Äquivalenten E-Scootern - werden immer beliebter. Die Mopeds zum Leihen legen zu - sowohl in Sachen Nutzung, als auch im Angebot.

Laut einer Studie der E-Roller-Marke Unu hat sich die Zahl der Fahrzeuge im Scooter-Sharing von 66.000 Ende 2019 auf mittlerweile 104.000 erhöht. Das entspricht einem Zuwachs um ganze 58 Prozent. Die Zahl der registrierten Nutzer ist im Laufe des vergangenen Jahres von 5 auf 9 Millionen gestiegen. Das entspricht sogar einem Plus von 80 Prozent.

In Deutschland ist die Zahl der verfügbaren E-Roller dabei stärker als im globalen Durchschnitt gewachsen, hier um ganze 67 Prozent. Von 4.200 Ende 2019 wuchs die Zahl auf nun 7.000 an. Damit ist Deutschland weltweit immerhin auf Rang 5. Wichtigster Markt für das E-Moped-Sharing ist aktuell Indien (25.000 Fahrzeuge), gefolgt von Spanien (23.050), Taiwan (15.350) und Italien (8.800).

Schwerpunkt für das Moped-Sharing bleiben die Großstädte in Europa. Gab es 2018 weltweit 88 Metropolen mit Sharing-Angeboten, sind es in diesem Jahr bereits 122, von denen allerdings nur 18 außerhalb Europas liegen. Spitzenreiter ist übrigens Deutschland mit 26 Städten, gefolgt von Polen (23), Holland (19) und Spanien (9). Die größten Sharing-Metropolen sind Bangalore (22.000 Fahrzeuge), Taipeh (10.650), Barcelona (8.900) und Madrid (6.200). 

In den meistenLändern mit diesen Sharing-Angeboten werden die Roller fast ausschließlich elektrisch angetrieben. Der Anteil der Mopeds mit E-Antrieb liegt bei 77 Prozent und mehr.

28 Hersteller weltweit gibt es, die Mopeds für Sharing-Anbieter produzieren. Mit einem Marktanteil von 13,3 Prozent wichtigster Produzent für Sharing-Roller ist Silence, gefolgt von Niu (12,9%), Kymco (9,8 %) und Govecs (9,0 %). 


Die besten Ladekarten kommen von Shell und EnBW

Gute Ladekarten sind echte Lebensretter. Geht die Akkuladung gen null, muss nicht die nächste Steckdose fürs Automobil schnell gefunden werden. Auch der Zugang muss schnell und unkompliziert klappen.

Die Zeitschrift „Edison“ hat jetzt getestet, mit welchen Karten welcher Anbieter ma n in Europa am weitesten kommt - sprich: welche Karten mit den meisten Ladesäulen kompatibel sind. Die Nase vorn hat dabei laut "Edison" ganz klar die Ladekarte von Shell. Mit der "Shell Recharge" kann man an 142.500 von 168.000 Säulen in in Frankreich, Italien, Deutschland, Österreich, der Schweiz, Liechtenstein, in den Benelux-Staaten und Dänemark direkt den Ladevorgang starten können. Damit liege die Netzabdeckung bei 85 Prozent.

Auf Rang zwei der Marktanalyse folgt die Ladekarte „Mobility +“ von EnBW, die an 123.500 Ladesäulen funktioniert. Auf Platz drei landet „Plugsurfing“ mit 119.500 Ladepunkten.

Auf den folgenden Plätzen liegen DKV (99.000 Ladepunkte), Maingau (79.500), GP Joule (73.000), Get Charge (60.000) und der deutsche Stadtwerke-Verbund Ladenetz.de (56.000 Säulen).

Allein auf Deutschland geschaut, liegen wieder die „Shell Recharge“ und „Mobility +“ mit 34.600 beziehungsweise 35.600 Ladepunkten vorn. Deutlich enger beieinander liegen dann die Karten von DKV (28.500) und Maingau (28.000), Plugsurfing (26.900), GP Joule (25.000), Get Charge (21.200) und dem Stadtwerke-Verbund Ladenetz.de (20.700).


In Frankreich kann man bald elektrische Dacia-Modelle mieten

Noch kann man ihn noch nicht mal kaufen, doch schon am März kommenden Jahres soll er bereits als Mietwagen zur Verfügung stehen: Der Dacia Spring Electric. Er soll künftig das günstigste Elektroauto auf dem europäischen Markt sein. Aber auch leistungstechnisch spielt er eher im untersten Segment mit: Sein Motor kommt auf 45 PS (33 kW). Die Batterie des Spring Electric kommt immerhin auf Reichweiten von bis zu 225 Kilometer. In der Stadt kann er noch etwas länger durchhalten.

Als Mietwagen nun wird er zunächst in Frankreich auf den Markt kommen. Dafür arbeitet der Renault-Konzern, zu dem auch die Marke Dacia gehört, mit dem Autovermieter und Supermarktbetreiber E. Leclerc zusammen. Ganze 3000 Wagen kommen ins Programm des Vermieters. Und verfügbar soll der Dacia Spring Eletric dann an allen 504 Vermietstationen sein.

Schon früher hat Dacia auf alternative Antriebe gesetzt. So gab es manche Modele etwa mit Gasantrieb, dem so genannten LPG. 


Jaguar entwickelt neuen Antrieb für Formel E

Gold und Polyester treffen im neuen Rennwagen von Jaguar aufeinander. Für die Formel E hat der Hersteller jetzt seinen neuen I-Type 5 vorgestellt, der in der nächsten Saison zum Einsatz kommen soll.

Die Hersteller dürfen ab der kommenden Saison komplett in Eigenregie entwickelte Antriebe nutzen. Diese Chance nimmt auch der britische Hersteller wahr. Sein neues System soll leichter und effizienter sein. Den Schwerpunkt des Rennwagens senkt es ab. Neue Einstellmöglichkeiten am Fahrwerk eröffnet eine neue Aufhängung. Auf besonders edles Material setzt Jaguar im sogenannten Inverter. Der Wechselrichter wird unter Einsatz von 24 Karat Gold hochleitfähig und dadurch schneller.

Die Rennsitze im neuen Jaguar-Rennwagen sind aus einem Material, dass die Briten Typefibre nennen. Dieses kommt auch in den Rennanzügen der beiden Formel-E-Fahrer Sam Bird und Mitch Evans zum Einsatz.

Mit de Erfahrungen in der Formel E sammeln Hersteller wie jaguar wertvolle Erfahrungen, die auch der Entwicklung von Antrieben für ihre Straßenfahrzeuge von Vorteil sind.


Kia Sorento Plug-in-Hybrid: Großer Auftritt mit Rücksicht

Mit der vierten Generation seines größten SUV will Kia einmal mehr den hiesigen Qualitätsmarken ein paar Marktanteile abjagen. Das wird funktionieren, weil der Sorento ein paar exklusive Stärken hat – und einen starken Plug-in-Hybriden.

Kennen Sie den Satz von Henry Ford über sein erstes Auto für den Massenmarkt? „Sie können unser Auto in jeder Farbe haben – Hauptsache, sie ist schwarz.“ In der Beschränkung zeigt sich eben manchmal der Meister. Das T-Modell war denn auch vor 100 Jahren ein Riesenerfolg.

Für den letzten Kia Sorento galt bisher etwas ganz Ähnliches: „Sie können unser Auto mit jedem Antrieb haben – Hauptsache, es ist ein Diesel.“ Bis vor wenigen Wochen war das nämlich der einzige Antrieb, den deutsche Interessenten für das große SUV der Koreaner bekommen konnten. Doch die Zeiten, in denen Diesel die alleinseligmachende Motorisierung für solcherart Dickschiffe waren, sie sind vorbei.

Darum kommt der neue Sorento jetzt erstmals auch mit einem Plug-in-Hybriden. Und der kann einiges, woran gerade die deutschen Konkurrenten derzeit noch knobeln. Allen voran ein ganz besonderes Raumerlebnis.

Denn der 4,81 Meter lange Sorento ist ein echter Siebensitzer; auch in Reihe Drei können sich dabei zwei Erwachsene ganz wohl fühlen. Das liegt an dreierlei Tricks: Erstens ist der Elektromotor anders als bei vielen Konkurrenten nicht auf der Hinterachse angebracht, sondern am Getriebe. Zweitens ist der Radstand um fast vier Zentimeter gewachsen. Und drittens liegt der Akkupack flach unterm Interieur statt etwa unter der Rücksitzbank. Für zusätzlichen Komfort sorgen eigene Luftauslässe für die Klimaanlage, Extra USB-Anschlüsse und Getränkehalter und die segensreiche Wirkung der Niveauregulierung in den höheren Ausstattungsvarianten.

Sanft ist das Wechselspiel der Motoren

Auf den Schoß nehmen muss dabei zumindest auf kurzen Fahrten auch bei sieben Passagieren niemand sein Gepäck: Beim Siebensitzer stehen auch mit dritter Reihe in Sitzposition immer noch 175 Liter Gepäckraum zur Verfügung – mit eingeklappter dritter Sitzreihe bis zu 809 Liter. Es kann also losgehen auf große Fahrt.

Und der Plug-In mit seiner 13,8-kWh-Lithium-Ionen-Polymer-Batterie ist dafür ein perfekter Begleiter: Die Kombination aus 1,6-Liter-Turbobenziner und 66,9 kW starkem Elektromotor gewährleistet immer mühelose Kraftentfaltung, die dem Diesel absolut ebenbürtig ist. In weniger als neun Sekunden ist aus dem Stand Tempo 100 erreicht. Vor allem bei Zwischensprints zeigt sich aber der Vorteil des E-Motors, der sein 304 Newtonmeter-Drehmoment sofort anbietet. Vom Wechselspiel zwischen den Motoren merkt auch der feinfühligste Fahrer nichts. 

Dass der Sorento seine Kraft so gut auf die Straße bringt, liegt auch am Allradantrieb. Auf den rutschigen Straßen der verregneten Eifel brachte das bei ausführlichen Testfahrten einen eindeutigen Mehrwert in schneller gefahrenen Passagen. Der Sicherheitsgewinn lässt sich aber auch per Software automatisch herbeiführen. Ein superintelligenter Tempomat hält nämlich nicht nur automatisch Abstände, sondern erkennt auch scharfe Kurven oder Geschwindigkeitsbegrenzungen voraus – und bremst den Wagen sanft entsprechend ein.

Die vier angetriebenen Räder bringen übrigens auch außerhalb befestigter Straßen starke Ergebnisse. Gekoppelt mit einem vollelektronischen „Terrain Mode“-System und der Möglichkeit, Programme für Schnee, Matsch und Sand zu wählen, steigt die Traktion erheblich. Dieses SUV kann auch Gelände – wenn es denn nicht zu extrem für Überhänge oder Reife wird.  Und dabei geht es auch auf ruppigerem Geläuf im Inneren meist noch limousinenhaft zu.

Zum Wohlfühlen auf allen Sitzplätzen trägt auch bei, dass der Hybride ein echter Flüsterriese ist. Klar, wenn der Fahrer die volle Kraft von 265 PS und maximalem Systemdrehmoment von 350 Nm im Sport-Programm abruft, ist die Konversation zwischen den Sitzreihen deutlich eingeschränkt. In den Normalprogrammen bleibt es hingegen extrem ruhig im Sorento.

Das liegt zum einen am hohen Niveau der Verarbeitung, dass die Koreaner längst erreicht haben. Besonders in den edleren Ausstattungsvarianten ist der Sorento in seiner Anmutung und bei der Liebe zum Design-Detail durchaus auf Augenhöhe mit deutlich teureren Angeboten aus Deutschland, Schweden oder Großbritannien – auch, wenn dort die Holz- oder Aluminium-Optik wirklich aus diesem Material gefertigt ist. Da soll der Kunde entscheiden, was ihm dieses Anfass-Erlebnis wert ist. 

Jede Menge digitale Features

Die Kia-Ingenieure haben ihren Ehrgeiz zudem auf die Technik des Hybrid-Antriebs konzentriert. Ergebnis: Der Rotor des Elektromotors arbeitet so hörbar geräusch- und vibrationsarmer als in anderen E-Antrieben. Oder besser gesagt: unhörbar.

Bei Infotainment, Vernetzung und Assistenzsystemen lassen Asiaten sich von uns Europäern ja ohnehin schon lange nichts mehr vormachen – im Gegenteil: Der Sorento bietet je nach Geldbeutel die ganze heute übliche Armada aus Head-Up-Display, 26-cm-Touchscreen, cloud-basierter Online-Navigation, der Anzeige von nahe gelegene Ladestationen samt Details zu Kompatibilität und Verfügbarkeit. Per App lassen sich zudem geplante Routen an das Navigationssystem schicken – und die Routenführung etwa in einer Fußgängerzone auch nach dem Aussteigen per Smartphone fortsetzen. Automatisch in der Spur bleiben, bremsen, beschleunigen, lenken, den Verkehr drum herum beobachten und so weiter…alles drin.

Und manchmal noch ein paar exklusive Gimmicks dazu: Der mit Außenspiegeln 2,17 breite Kia lässt sich etwa auch von außen per Druck auf die Fernbedienung automatisch aus einer engen Parklücke lotsen oder öffnet die Heckklappe auch ohne Fußakrobatik, wenn der Fahrer vollbeladen dahinter steht. Und bei der Rücksicht unterstützt der Sorento auch besonders: In das digitale Cockpit öffnet sich immer dann automatisch das Bild der Rückfahrkamera, wenn der Fahrer blinkt. Der Schulterblick wird Geschichte. Peter Weißenberg

Technische Details

  • Typ: Fünftüriges, fünf- oder siebensitziges SUV
  • Motoren: 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner in Kombination mit E-Motor und Sechsgang-Automatikgetriebe
  • Elektro-Motor: Lithium-Ionen-Batterie mit 13,8 kW/h brutto Kapazität
  • Systemleistung: 194 kW (265 PS) 
  • Elektr. Reichweite (WLTP): k. A.
  • Länge x Breite x Höhe: 4,81 m x 1,90 m x 1,70 m
  • 0 bis 100 km/h: noch nicht bekannt
  • Abgasnorm: Euro 6d
  • Effizienzklasse: A+
  • Preis: noch nicht bekannt

Schnellladestationen an französischen Autobahnen

Das Unternehmen Fastned hat die Ausschreibung für Schnellladerstationen an französischen Autobahnen gewonnen. Elektrofahrzeuge können an den Stationen von Fastned eine Reichweit von bis zu 300 Kilometern innerhalb von 15 Minuten Ladevorgang erreichen, heißt es von dem Unternehmen.

Betrieben werden die Schnellladestationen von Fastned ausschließlich mit erneuerbaren Energien aus Windkraftanlagen und Solaranlagen. Sie sollen die Kapazität haben, hunderte Autos am Tag zu laden.

Entstehen sollen nun neun Schnellladestationen entlang der wichtigsten Autobahnen Frankreichs. Die französische Autobahn- und Mautstraßengruppe "Autoroutes Paris-Rhin-Rhône (APRR) muss die Entscheidung für Fastned nun noch vom französischen Verkehrsministerium genehmigen lassen.

Fastned ist ein niederländisches Unternehmen, das plant europaweit an Autobahnen ein Schnellladenetz zu etablieren. Es betreibt bereits Stationen in den Niederlanden, Belgien, Deutschland und auch in Großbritannien.


Deutsche Automobilindustrie wird immer elektrischer

Lange zeigte sich die deutsche Automobilindustrie träge in Sachen Elektromobilität. Doch längst haben auch die hiesigen Autobauer die Zeichen der Zeit erkannt. Produktionsstätten werden umgestellt. Nicht zuletzt dem Druck der Politik ist es zu verdanken, dass es mittlerweile immer seltener um die ausgefeiltesten Verbrennermotoren geht, sondern ihre elektrischen Pendants. Und die Produktion der Verbrennungsmotoren? Die wandert mittlerweile immer öfter ins Ausland.

Jüngst hat etwa BMW verkündet, die Produktion seiner Verbrennungsmotoren nach Österreich Großbritannien auszulagern. 400 Millionen werden von BMW investiert, um die fast 1400 Beschäftigten des Motorenbaus im Stammwerk München umzuschulen oder an anderen Stellen einzusetzten. Entlassungen sollen indes vermieden werden. Dennoch: Die  Produktionskosten sollen um etwa 500 Millionen Euro sinken. Auch die Energiespeicher für deutsche Autos werden mittlerweile in Deutschland gebaut, Akkufabriken entstehen.

Doch die Veränderungen ernten nicht nur Lob. Bei VW sind es vor allem die Arbeitnehmervertreter, die gegen so manche Umstellung protestieren.In den nächsten zehn Jahren will VW fast 70 Elektroauto-Modelle auf den Markt zu bringen. Mehrere Standorte der Produktion wurden dafür schon modernisiert. Teils wird die Produktion von Modellen mit Verbrennungsmotoren noch parallel fortgesetzt. Das mag aber auch nur eine Frage der Zeit sein.