Das trägt die Energiewirtschaft zur Ladeinfrastruktur bei

Durch die Mobilitätswende soll der Verkehr bis 2050 klimaneutral sein, ohne dass die Mobilität der Menschen eingeschränkt wird. Damit Elektromobilität in Deutschland zur Erfolgsgeschichte werden kann, ist eine Grundausstattung mit öffentlich zugänglichen Ladepunkten über Ladesäulen unverzichtbar. Für eine Million E-Autos werden nach Berechnungen des Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) 70.000 Normalladepunkte und 7.000 Schnellladepunkte benötigt.

Schon seit Jahren fordern die Politik einen Ausbau der Ladeinfrastruktur. Im Fokus stehen dabei bisher Städte mit Car-Sharing-Anbietern und vielen Einwohnern ohne eigene Stellplätze. Gleichzeitig ist ein gut ausgebautes Schnellladenetz erforderlich, insbesondere für den Einsatz der Fahrzeuge über lange Strecken.

Etwa 80 Prozent der bereits bestehenden Ladepunkte werden von Energieunternehmen betrieben. Der Betrieb der Ladesäulen sei dabei aufgrund der geringen Anzahl an E-Autos noch keineswegs wirtschaftlich, sagt der Verband. Viele Stationen würden kaum genutzt. Manchmal seien es nur ein bis drei Ladevorgänge am Tag. „Es ist vielmehr eine Investition in die Zukunft, damit die Energiewende auch im Verkehrssektor gelingt. Die Automobilindustrie muss jetzt endlich nachziehen und E-Autos auf den Markt bringen, die in Preis und Leistung attraktiv sind“, sagt der BDEW.

Für den Erfolg der Elektromobilität sind zuverlässige Informationen über Standorte und Verfügbarkeit von Ladeinfrastruktur notwendig. Für Kunden muss transparent sein, wie viele öffentlich zugängliche Ladepunkte tatsächlich installiert und funktionsfähig sind. Dafür erhebt der BDEW regelmäßig die Zahlen zum Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland. Aktuell (Stand November 2020) sind etwa 33..000 öffentliche und teilöffentliche Ladepunkte von Energieunternehmen, Parkhaus- und Parkplatzbetreibern, Supermärkten und Hotels erfasst. Das ist ein Zuwachs von 19 Prozent seit April 2020. Jeder zehnte Ladepunkt ist ein DC-Schnelllader.

Regional betrachtet ist übrigens München Spitzenreiter im Städte-Ranking, dicht gefolgt von Hamburg und Berlin. Beim Vergleich der Bundesländer liegt Bayern mit großem Abstand vorn. Auf Platz zwei und drei folgen Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.