Deutsche Automobilindustrie wird immer elektrischer

Lange zeigte sich die deutsche Automobilindustrie träge in Sachen Elektromobilität. Doch längst haben auch die hiesigen Autobauer die Zeichen der Zeit erkannt. Produktionsstätten werden umgestellt. Nicht zuletzt dem Druck der Politik ist es zu verdanken, dass es mittlerweile immer seltener um die ausgefeiltesten Verbrennermotoren geht, sondern ihre elektrischen Pendants. Und die Produktion der Verbrennungsmotoren? Die wandert mittlerweile immer öfter ins Ausland.

Jüngst hat etwa BMW verkündet, die Produktion seiner Verbrennungsmotoren nach Österreich Großbritannien auszulagern. 400 Millionen werden von BMW investiert, um die fast 1400 Beschäftigten des Motorenbaus im Stammwerk München umzuschulen oder an anderen Stellen einzusetzten. Entlassungen sollen indes vermieden werden. Dennoch: Die  Produktionskosten sollen um etwa 500 Millionen Euro sinken. Auch die Energiespeicher für deutsche Autos werden mittlerweile in Deutschland gebaut, Akkufabriken entstehen.

Doch die Veränderungen ernten nicht nur Lob. Bei VW sind es vor allem die Arbeitnehmervertreter, die gegen so manche Umstellung protestieren.In den nächsten zehn Jahren will VW fast 70 Elektroauto-Modelle auf den Markt zu bringen. Mehrere Standorte der Produktion wurden dafür schon modernisiert. Teils wird die Produktion von Modellen mit Verbrennungsmotoren noch parallel fortgesetzt. Das mag aber auch nur eine Frage der Zeit sein.