Die Drohne bringt den Defibrillator schneller

Kleine Flugdrohnen könnten schon bald nicht nur Pakete ausliefern sondern Leben retten.

Erleidet eine Person einen Herz-Kreislauf-Stillstand, entscheiden wenige Minuten über Leben oder Tod. Leider kommt der lebenswichtige Defibrillator oft zu spät. Im Schnitt vergehen in Deutschland 9 Minuten, bis das Gerät den Patienten mit akutem Herzstillstand erreicht. Studierende der TU München haben nun ein Projekt initiiert, um den Defibrillator mittel Drohne schneller zum Notfallpatienten zu bringen. Die Drohne verkürzt den Einsatz des Gerätes im Umkreis von 6 Kilometern auf 4 bis 5 Minuten. Damit würde sich theoretisch die Überlebenschance für Betroffene von 11 auf 34 % erhöhen, bis ein Notarzt eingetroffen ist, so die Studenten. Vor Ort soll der Defibrillator per Seilwinde abgelassen werden. Freiwillige Ersthelfer oder andere dritte Personen können diesen dann umgehend beim Notfallpatienten anwenden, noch bevor der Notarzt eintrifft.