E-Roller rollen auch während der Corona-Krise

58 Prozent Wachstum: Während so mancher Akteur der Mobilitätsbranche während der Corona-Kriese leidet, geht es für Roller-Sharing-Anbieter stark bergauf. E-Roller – nicht zu verwechseln mit den kleinen Tretroller-Äquivalenten E-Scootern – werden immer beliebter. Die Mopeds zum Leihen legen zu – sowohl in Sachen Nutzung, als auch im Angebot.

Laut einer Studie der E-Roller-Marke Unu hat sich die Zahl der Fahrzeuge im Scooter-Sharing von 66.000 Ende 2019 auf mittlerweile 104.000 erhöht. Das entspricht einem Zuwachs um ganze 58 Prozent. Die Zahl der registrierten Nutzer ist im Laufe des vergangenen Jahres von 5 auf 9 Millionen gestiegen. Das entspricht sogar einem Plus von 80 Prozent.

In Deutschland ist die Zahl der verfügbaren E-Roller dabei stärker als im globalen Durchschnitt gewachsen, hier um ganze 67 Prozent. Von 4.200 Ende 2019 wuchs die Zahl auf nun 7.000 an. Damit ist Deutschland weltweit immerhin auf Rang 5. Wichtigster Markt für das E-Moped-Sharing ist aktuell Indien (25.000 Fahrzeuge), gefolgt von Spanien (23.050), Taiwan (15.350) und Italien (8.800).

Schwerpunkt für das Moped-Sharing bleiben die Großstädte in Europa. Gab es 2018 weltweit 88 Metropolen mit Sharing-Angeboten, sind es in diesem Jahr bereits 122, von denen allerdings nur 18 außerhalb Europas liegen. Spitzenreiter ist übrigens Deutschland mit 26 Städten, gefolgt von Polen (23), Holland (19) und Spanien (9). Die größten Sharing-Metropolen sind Bangalore (22.000 Fahrzeuge), Taipeh (10.650), Barcelona (8.900) und Madrid (6.200). 

In den meistenLändern mit diesen Sharing-Angeboten werden die Roller fast ausschließlich elektrisch angetrieben. Der Anteil der Mopeds mit E-Antrieb liegt bei 77 Prozent und mehr.

28 Hersteller weltweit gibt es, die Mopeds für Sharing-Anbieter produzieren. Mit einem Marktanteil von 13,3 Prozent wichtigster Produzent für Sharing-Roller ist Silence, gefolgt von Niu (12,9%), Kymco (9,8 %) und Govecs (9,0 %).