Elektromobilität

Der Bundesrat möchte die Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge verbessern

Der Bundesrat möchte die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge verbessern. Rechtliche Hürden, die dem entgegenstehen, sollen nun endlich abgebaut werden. Dies sieht zumindest ein Gesetzesentwurf vor, den die Länder am 15. Dezember 2017 beschlossen haben, heißt es auf der Internetseite des Bundesrates.

Der Gesetzentwurf zielt vor allem auf Verbesserungen bei der Installation von Ladestationen an privaten Kfz-Stellplätzen. Sie sollen nicht mehr von der Zustimmung anderer Wohnungseigentümer bzw. des Vermieters abhängen. Die Länder sehen in dieser Privilegierung einen notwendigen Schritt, um mehr Elektroautos auf die Straße zu bringen. Dass eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur eine der entscheidenden Bedingungen für die Nutzung von Elektromobilität sei, zeigten Vergleiche mit Ländern wie Norwegen oder die Niederlande, heißt es aus der Länderkammer.

Das Thema ist für die Vertretung der Länder aber kein neues. Der Bundesrat hatte nämlich einen entsprechenden Gesetzentwurf bereits im September 2016 in den 18. Deutschen Bundestag eingebracht. Dieser hatte ihn jedoch bis zum Ende der letzten Wahlperiode nicht aufgegriffen, weshalb er – so der Fachjargon – der Diskontinuität unterfiel. Der neue Vorstoß wird nun über die geschäftsführende Bundesregierung dem 19. Bundestag vorgelegt.

Foto: Bundesrat / Frank Bräuer


Renault und Brillance kooperieren bei Entwicklung von E-Antrieben

Renault und die Brilliance China Automotive Holdings Limited haben eine Kooperation zu Produktion und Vertrieb von leichten Nutzfahrzeugen für den chinesischen Markt vereinbart. Ziel des Joint Venture ist die Fertigung von bis zu 150.000 Einheiten jährlich in drei unterschiedlichen Fahrzeugklassen und unter drei Markennamen sowie der verstärkte Einsatz von elektrifizierten Antrieben.

Das neue Joint Venture „Renault-Brilliance-Jinbei Automotive Company” nutzt Fertigungsstätten im Distrikt Dadong (Shenyang) und wird Kompaktlieferwagen sowie mittlere und schwere Transporter produzieren. Die Fahrzeuge werden unter den Marken Jinbei, Renault und Huasong in China vertrieben. Weiteres Ziel der Kooperation ist die verstärkte Entwicklung von elektrifizierten Antrieben für den chinesischen Markt. Der stark wachsende Nutzfahrzeugmarkt im Reich der Mitte verzeichnet rund drei Millionen Transporter-Neuzulassungen pro Jahr.

Brilliance China bringt in das Joint Venture ein Vertriebsnetz mit 220 Stützpunkten sowie Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten ein. Die Renault Gruppe steuert ihre Nutzfahrzeugexpertise, neue Technologien und ihr Management-Knowhow bei.

Als Basis für das neue Joint Venture hat die Renault Gruppe 49 Prozent an Shenyang Brilliance Jinbei Automobile Co. übernommen. 51 Prozent der Anteile bleiben im Besitz der CBA. Der erfahrene Automobil-Manager Thierry Aubry zeichnet als neuer Geschäftsführer des Joint Venture verantwortlich.

Die Marke Renault verfügt über nahezu 120 Jahre Erfahrung in der Nutzfahrzeugfertigung: Der Unternehmensgründer Louis Renault stellte den ersten Transporter bereits 1900 vor. Renault vertreibt als einziger Anbieter vier rein batteriebetriebene Nutzfahrzeugmodelle.