Limousine

Renault

IAA Mobility: Renault rockt mit „Mobilize“ die Zukunft

Die ersten Tage der Automobilmesse IAA Mobility 2021 sind vorbei. Und viele Aussteller, aber auch Besucher spüren, dass eine neue mobile Zeit tatsächlich anbricht. So digital, elektro-getrieben und coronabedingt auch bescheidener, war noch keine IAA. Nicht nur, dass der Standort nicht wie gewohnt, statt Frankfurt nunmehr München ist, versetzt alle, die auf der Messe arbeiten oder zu Besuch sind, in wechselnde Gefühlslagen. Vor allem völlig neue Mobilitätskonzepte zeigen dem Publikum, wo die Reise in Zukunft lang gehen wird.

Vor allem Taxi- und Ridepooling-Dienste ziehen ein noch etwas ungläubiges Publikum an und verleiten zu Fragen wie: „So werde ich mich in 5 Jahren bewegen?“

Mal euphorisch, mal staunend gehen viele durch die Hallen und bleiben stehen an Ständen, die Sie so irgendwie auch noch nicht gesehen haben. Zum Beispiel bei Hersteller Renault, der Anfang 2021 offiziell die Mobilitätsmarke Mobilize ins Leben gerufen hat und auf der Messe mit vier Autos einen Ausblick auf verschiedene Services, die dieses breit aufgestellte Start-up unter anderem in Deutschland etablieren will, gibt.

Neben einer elektrischen Limousine für Taxi-Dienste umfasst die Flotte zwei elektrische Kleintransporter und einen Nachfolger des Micro-Stromers Twizy. Mobilize will in europäischen Ländern wie Frankreich und Deutschland neue Dienstleistungen rund um elektrische Mobilität anbieten, bei denen Kunden unter anderem die gezeigten Fahrzeuge nutzen können, ohne diese kaufen zu müssen.

Mit Limo führt Mobilize ab dem kommenden Jahr also eine rund 4,70 Meter lange Elektro-Limousine ein. Zunächst will man mit 40 Fahrzeugen in Europa starten. Das Angebot wird sich vornehmlich an Fahrer von Hailing-Taxidiensten wie Uber sowie an Flottenbetreiber richten, die auf ein rein elektrisch angetriebenes Fahrzeug wechseln wollen, ohne es zu erwerben. Der modern designte Viertürer stammt von Renaults chinesischem Joint-Venture-Partner Jiangling Motors Group. Angetrieben wird die Limo von einem 110 kW/150 PS starken E-Antrieb, der den Sprint aus dem Stand auf 100 km/h in 9,6 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h ermöglicht. Eine 60 kWh große Batterie erlaubt 450 Kilometer Reichweite (WLTP). Laut Mobilize ist die Reichweite für den Anwendungsfall mehr als ausreichend, da professionell genutzte Taxis in der Regel 250 Kilometer pro Tag genutzt werden. Per Schnellladesäule lässt sich Strom für 250 Kilometer in 40 Minuten nachladen. Ein Fond mit üppiger Beinfreiheit sowie ein gut 400 Liter großer Kofferraum sind weitere Eigenschaften, mit denen sich die Limo für den Taxieinsatz empfiehlt. Das Fahrzeug verfügt über ein digitales Cockpit mit zwei großen Displays. Konnektivitätstechnik wie auch viele Assistenzsysteme sind an Bord. Noch hat sich Mobilize nicht final entschieden, in welchen Städten in Europa sein E-Taxi bereitgestellt wird. Unter anderem in Deutschland will man die Fahrzeuge anbieten.

 

Darüber zeigt Mobilize mit Duo ein knapp 2,40 Meter kurzes Miniauto mit rein elektrischem Antrieb, das speziell auf die Carsharing-Nutzung in Großstädten ausgelegt wurde. Der kleine Stromer benötigt wenig Verkehrsfläche, außerdem ist der Energiebedarf niedrig. Zugleich verspricht Mobilize ein sicheres, agiles und vernetztes Fahrzeug, das zu 50 Prozent aus recycelten Materialien gefertigt werden soll und zu 95 Prozent recyclebar sein wird. Die Serienversion des auf der IAA enthüllten Showcars könnte ab 2023 auf die Straßen kommen.

Technisch eng verwandt ist der Kleintransporter Bento, der sich durch einen geschlossenen Laderaum im Heck mit Platz für rund 1.000 Liter Gepäck auszeichnet. Dank eines modularen Gepäcksystems soll der Bento für unterschiedliche Transportaufgaben nutzbar sein. Zielgruppe sind Dienstleister, Handwerker, Lieferprofis und auch private Nutzer.

Vornehmlich für Lieferservices im städtischen Umfeld sowie in Umweltzonen mit Emissionsverboten ist der elektrische Kleintransporter Hippo ausgelegt. Der 3,86 Meter lange Zweisitzer bietet eine Ladekapazität von 200 Kilogramm und einen 3.000 Liter großen Stauraum. Auch hier lässt sich dank verschiedener Lademodule der Aufbau auf unterschiedliche Einsatzzwecke anpassen. Das Fahrzeug ist speziell für die Nutzung im professionellen Einsatz optimiert. Die Kunden des Hippo-Angebots werden den E-Laster bei Mobilize mieten und für den gefahrenen Kilometer zahlen. Der auf der IAA vorgestellte Hippo ist ein reines Showcar. Zu den technischen Eigenschaften des Antriebs machen die Franzosen bislang keine Angaben. Auf die Straßen kommen soll ein dem vorgestellten Konzept ähnlicher E-Laster ab 2024.


Macan

Schon bald könnte dem Elektro-Macan von Porsche der Cayenne folgen

Porsche baut künftig zwei verschiedene Macan-Modelle. Neben der für das in diesem Jahr geplanten und durchgängig gelifteten Benziner-Variante wird es ab dem Jahr 2023 eine vollelektrische Version des Boliden geben. Diese Ausführung basiert auf der gemeinsam mit Audi entwickelten PPE-Elektro-Plattform und greift auf eine Nennspannung von 800 Volt zurück. Sowohl Verbrenner- wie Elektro-Modellvariante werden in Deutschland zunächst parallel angeboten. Schön dabei schon jetzt zu erwähnen: Wie bei der Elektro-Limousine Porsche Taycan wird es vom Macan einen Audi-Spross geben. Wie das Modell heißen wird, ist noch nicht klar. Eine größere Autozeitschrift vermutet den Namen „Q6 E-Tron“. Dieses Modell könnte dann kurz nach dem Stuttgarter Pendent auf den Markt kommen.

Der Macan als rein elektrisch betriebener Porsche-Kompakt-SUV wird ab 2023 im Werk Leipzig produziert und gesellt sich dann zum Produktportfolio des Taycan und Taycan Cross Turismo. Der E-Macan elektrisiert wie der Taycan mit 800 Volt, dadurch geht’s an der Ladesäule natürlich in Zukunft recht zügig voran.

Fachleute gehen davon aus, das nun auch bald der Cayenne in der Vollstromer-Versioni folgen wird.