Mercedes

Die neue arrive: Toyotas Weg in das Zeitalter „unter Null“ Emissionen

Ambitionierte Umweltschutzziele setzen sich derzeit nicht nur deutsche Hersteller. Auch die Asiaten verfolgen immer stärker klimafreundliche Strategien, um immer mehr Hybrid- und E-Fahrzeuge an den Käufer zu bringen. Toyota verfolgt hier eine ganz bestimmte Strategie, die wir in einem Special näher erläutern. Überhaupt werden die Fahrzeuge, besonders die Batterien immer reifer, zugkräftiger, erwachsener. Und die Garantie auf die Akkus? Die ist schon ordentlich und war uns eine Titelgeschichte wert. Natürlich fehlen auch nicht die Fahrtests. Diesmal dabei: Der Mercedes EQE, der Volvo XC40 und der Mégane E-Tech Electric. Weitere Themen: Die Produktion der letzten Verbrenner, Reinhold Messner und die E-Mobilität und die Arbeiten des Mate Rimac. Interviews mit den Schauspielern Jannis Niewöhner und Collien Ulmen-Fernandez und eine schöne Story über „Schöner Warten“ an den Ladesäulen runden das Heft ab.

Arrive Nr. 6 / 2022 – Jetzt im Handel

oder unter www.arrive-magazin.com als e-paper.


Klassen-Primus mit Stern

Kein anderer Plug-in-Hybrid als die neue C-Klasse schafft in der Mittelklasse eine elektrische Reichweite von 100 Kilometern. Dieser Mercedes ist fast ein E-Auto und lässt vergessen, dass da vorn unter der Haube noch ein Verbrenner sitzt.

Technische Fortschritte von einer zur nächsten Autogeneration gehören in der Branche zur Normalität. Wäre auch seltsam, wenn es anders wäre. Schließlich liegt meist ein Zeitraum von sieben Jahren dazwischen. Doch wie modern sich jetzt die neue Mercedes C-Klasse (intern W 206) präsentiert, markiert schon einen gewaltigen Entwicklungssprung. Revolution unterm Blech. Die seit vielen Jahren sehr erfolgreiche Baureihe dürfte in nahezu allen Disziplinen Maßstäbe setzen. Es ist nicht vermessen, sie als „kleine S-Klasse“ zu bezeichnen.

Eher evolutionär weiterentwickelt wurde das Design. Es wirkt glatter und reduzierter. Passanten würden vermutlich dennoch nicht registrieren, dass an ihnen gerade die neue C-Klasse vorbeigefahren ist. Kleine Nachhilfe: An der Flanke fehlt der Bogen in den Türen, die sogenannte „Dropping-Line“. Und am Heck zieren den W 206 erstmals geteilte Rückleuchten, die in den Kofferraumdeckel reichen.

Hochwertig und absolut luxuriös

Der große Wow-Effekt kommt, sobald man hinter dem Lenkrad Platz genommen hat. Hochwertige Materialien, luxuriöses Ambiente und ein Gefühl wie in der S-Klasse, woran in erster Linie der ähnlich große Zentralbildschirm schuld ist. Darstellungen und Auflösung sind brillant, die Menüführung ist klar und intuitiv, nie war es einfacher, mit neuer Technik so schnell zurecht zu kommen. Mit der S-Klasse teilt sich die C-Klasse auch das lernfähige MBUX-Bediensystem (2. Generation). Fast alles lässt sich über Sprache steuern. Stereotypische Befehle sind nicht nötig. Man startet die Unterhaltung lediglich mit „Hey Mercedes“ und äußerst seine Wünsche. Klappt hervorragend. Meistens.

So konsequent die C-Klasse in der Bedienung und im Cockpit digitalisiert wurde, so zielgerichtet setzten die Ingenieure auf die Elektrifizierung der Antriebe. Es gibt keinen konventionellen Benziner und Diesel mehr. Vierzylinder und Sechszylinder wurden ausgemustert. Die Neuen sind in allen Leistungsstufen 48-Volt-Mildhybride der neuesten Generation. Im Unterschied zur Konkurrenz verwendet Mercedes einen sogenannten integrierten Startergenerator (ISG) und keinen riemengetriebenen (RSG) und kann so den Motor fast unmerklich starten, zum Beispiel nach dem „Segeln“. Zudem erhält der Leerlauf eine unvergleichliche Laufruhe. Der ISG besitzt eine Boost-Leistung von 15 kW (20 PS) und stärkt mit 200 Newtonmeter Drehmoment die Souveränität deutlich.

Mercedes C-Klasse Plug-in-Hybrid
Mercedes C-Klasse Plug-in-Hybrid

100 Kilometer Reichweite sind Bestwert

Fast in Vergessenheit gerät der Verbrennungsmotor jedoch, sobald man in die Plug-in-Hybrid-Variante steigt. Auch hier gibt es im Vergleich zum Vorgänger einen Riesensprung. Im Heck sitzt jetzt eine Batterie mit einer Kapazität von 25,3 kWh, fast doppelt so viel wie zuvor. Klar, dass diese Maßnahme eine entsprechend große Reichweite bringt. Nach Aussage von Mercedes sollen es knapp über 100 Kilometer sein, ein Bestwert im gesamten Segment. Der Grund, warum Mercedes sich für diese Lösung entschied, ist folgender: „Wir wollen, dass die Kunden den Plug-in-Hybrid im Alltag so oft wie möglich elektrisch fahren“, sagt Christian Früh. Der Chefingenieur der C-Klasse trifft damit genau ins Schwarze. Die große elektrische Reichweite machen den C 300 e gefühlt zum reinen Elektroauto.

Das Antriebspaket umfasst einen Zweiliter-Vierzylinder mit 150 kW (204 PS) und eine E-Maschine mit 95 kW (130 PS). Im Verbund leisten beide 230 kW (312 PS) und erreichen ein maximales Drehmoment von 550 Newtonmeter. Dass diese Werte für beste Souveränität und eine sportliche Fahrdynamik sorgen, ist ein Naturgesetz. Doch selbst, wenn nur im E-Modus gefahren wird, hat man nicht das Gefühl, dem C 300 e mangele es irgendwie an Leistung. Im Gegenteil, 440 Newtonmeter sind ein gutes Pfund. Man schwimmt wunderbar im Verkehr mit und freut sich, dies ohne Emissionen machen zu können. Ein wirklicher Fahrgenuss.

Zumal die Entwickler nicht nur Motor, E-Maschine und Getriebe perfekt aufeinander abgestimmt, sondern auch dem Fahrwerk viel Beachtung geschenkt haben. Auf der Agenda standen höchster Komfort, bei gleichzeitig guter Agilität. Beides merkt man bereits auf den ersten Kilometern. Die neue C-Klasse lässt sich unglaublich handlich bewegen, von draußen dringen so gut wie keine Geräusche in den Innenraum, das Federungsverhalten ist exzellent. Erstmals gibt es sogar eine Hinterachslenkung, die zum einen die Handlichkeit verbessert und fürs Rangieren den Wendekreis um fast einen halben Meter reduziert. In engen Parkhäusern ist das eine Wohltat.

Ein Plug-in-Hybrid für Gleichstrom ausgelegt

Seinen Premium-Anstrich bekommt der Teilzeitstromer auch bei der Ladetechnik. Gewöhnlich sind Plug-in-Hybride nicht mit Gleichstrom zu laden. Mercedes spendierte dem C 300 e einen 55-kW-DC-Lader. Die Batterie kann so an einer Schnellladesäule in rund 30 Minuten wieder vollständig aufgeladen werden und dürfte dazu animieren, noch mehr elektrisch unterwegs zu sein.

Zum Stromern gehört natürlich die Rekuperation. Mercedes wäre nicht Mercedes, wenn man sich nicht auch hier etwas mehr hat einfallen lassen als die Konkurrenz. Über die Wippen hinter dem Lenkrad kann die Verzögerungsleistung der E-Maschine beeinflusst werden und die C-Klasse bremst entsprechend stärker oder schwächer ab, sobald der Fuß vom Fahrpedal geht. Drei Stufen sind wählbar. In der Stellung D- (One-Pedal-Driving) war die Verzögerung bei uns so stark, dass wir die hydraulische Fußbremse so gut wie nie benutzen mussten, höchstens für eine abrupte Notbremsung. Die entspannenste Lösung bot aber zweifelsfrei die automatische Rekuperation. Mercedes nennt es „streckbasierte Betriebsstrategie“. Hier arbeiten Navigation und Kamera zusammen, kennen somit die Strecke, die Topografie, die Tempolimits und die aktuellen Verkehrsverhältnisse. Ist die Landstraße frei, „segelt“ die C-Klasse beispielsweise, rekuperiert also nicht. In der Stadt passt sich die Rekuperation dem Verkehrsgeschehen selbstständig an, verzögert mal mehr, mal weniger. Der Fahrer muss sich um nichts kümmern. Genauso soll es sein.

Mehr elektrische Reichweite, mehr Fahrkomfort, mehr Souveränität, mehr Konnektivität, mehr Sicherheit. Gegenüber der Vorgängerversion hat Mercedes bei der neuen C-Klasse eine große Schippe draufgelegt. Viel besser kann man solch ein Auto nicht bauen – und als Kunde in diesem Segment nicht kaufen. Erst recht nicht, wenn man das T-Modell, also den Kombi wählt. Das machen in Deutschland rund 70 % der C-Klasse-Kunden. Im September wird der C 300 e in den Markt gehen. Preise nennt Mercedes noch keine. Sie dürften aber leicht über jenen der Vorgänger-Baureihe liegen und somit bei rund 50.000 Euro starten.


EQE

IAA 2021: Mercedes wird zum Elektro-Vorreiter

Einst als Nachzügler der E-Mobilität gesehen, verfolgt Daimler mit der Marke Mercedes derzeit stärker als manch anderer Konzern ziemlich ambitionierte E-Auto-Ziele in den kommenden Jahren. Nicht „EV first“ soll es bei Daimler heißen, sondern „EV only“, erzählt  Konzernlenker Ola Källenius bei der Vorstellung der Daimler-Strategie auf der IAA in München. Zwei Modelle sind in den Startlöchern und kommen gegen Ende des Jahres auf den Markt, drei weitere dann 2022 oder etwas später.

Ab 2022 wird in jedem Segment ein Stromer zu finden sein und ab 2025 gibt es von jedem Modell mindestens eine E-Variante. Im gleichen Jahr sollen drei reine E-Architekturen in Serie gehen, auf denen jeweils diverse Modelle entstehen werden. Das soll helfen, den Anteil von E- und PHEV-Autos an den weltweiten Verkäufen zur Mitte des Jahrzehnts auf 50 Prozent zu erhöhen.

Einen Meilenstein setzt Mercedes dabei mit dem EQE, dessen Serienvariante in München erstmals vorgestellt wurde. Bis zu 660 Kilometer weit kann der kleine elektrische Verwandte aus der E-Klasse kommen (siehe auch unseren Bericht in der kommenden Ausgabe 6/2021).

Der knapp fünf Meter lange EQE wird von vielen auch als „kleiner Bruder“ des bereits früher im Jahr vorgestellten EQS tituliert. Der „E“ wurde auf der IAA als AMG-Modell mit 560 kW/761 PS aus zwei E-Motoren sowie verschärfter Optik und Akustik Premiere präsentiert.  Neben dem ersten reinen Elektromobil hat die Tuning-Tochter von Mercedes auch ihren ersten Plug-in-Hybrid mit auf die IAA gebracht. Der E-Motor an der Hinterachse dient beim viertürigen GT 63 SE Performance nicht in erster Linie der emissionsfreien Fortbewegung, sondern als Dynamik-Booster für mehr Leistung und bessere Kraftverteilung.

Neben AMG wurde auch bei Luxusanbieter Maybach die E-Offensive eingeläutet. In München zu sehen ist eine Studie des kommenden, rein elektrischen Oberklasse-SUV Mercedes-Maybach EQS. Das in München vorgestellte Concept-Car dürfte einen ersten, wichtigen Eindruck auf das konventionelle EQS-SUV geben, das 2022 auf den Markt kommt.

Als dritte Mercedes-Submarke zeigt das Concept-Car EQG wie die G-Klasse zukünftig elektrifiziert werden wird. Der Marktstart liegt um das Jahr 2024.

Smart stellte außerdem die Studie seines 2022-er Modells vor, welches nunmehr als Kompakt-SUV mit mehr als 400 Kilometern Reichweite daherkommt. Die Zeiten des Kleinwagenbauens scheinen vorbei. Gebaut wird auch mit Großaktonär und Partner Geely in China, und zwar das erste neue Serienmodell, das mit dem Concept#1 auffällig viele  Überschneidungen hat.


arrive Nr. 5

Arrive Nr. 5: Akku voll in weniger als 20 Minuten

Um Sie dreht sich beim Elektroauto alles. Die Batterie. Der Energiespeicher hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht. Jetzt könnte ein weiterer Meilenstein den Speicher richtig voranbringen. Dabei wird immer deutlicher: Die Energiemenge, die gespeichert werden kann, ist wichtig für die Reichweite. Viel wichtiger ist aber das richtige Lademanagement und die 800-Volt-Technologie, die nun bei einigen Modellen Einzug hält. Darum dreht sich vieles in der  Titelgeschichte der Zeitschrift arrive (Ausgabe 5), die in den Handel kommt und schon jetzt als e-paper abrufbar ist unter https://www.ikiosk.de/shop/epaper/arrive.html.

Andere Themen der Ausgabe beschäftigen sich mit dem smarten „Mieten pro Minute“, dem Transportsystem „Ducktrain“ und einer großen Story über Elon Musk. Natürlich gibt es auch wieder zahlreiche Tests, darunter Fahrten mit dem ID.4 GTX, Audi Q4 e-tron und dem Cupra Born. Ein besonderer Leckerbissen ist der Test mit dem Mercedes C 300 e, den sowohl Chefredakteur Martin Steffan als auch E-Auto-Spezialist Michael Specht ausgiebig gefahren sind.

Arrive Nr. 5 – zu finden auch unter www.mykiosk.de


Källenius

EQXX von Mercedes mit mehr als 1.000 Kilometer Reichweite

Mercedes hat im Rahmen der Hauptversammlung heute neue Informationen zur Elektro-Transformationsstrategie des Konzerns vorgestellt und nebenbei noch einige weitere erstaunliche Details zum Langstrecken-Stromer EQXX verraten.

Der EQXX, den Mercedes 2022 offiziell vorstellen will, soll unter realen Bedingungen mehr als 1.000 Kilometer Reichweite bieten. Die soll das batterieelektrische Fahrzeug unter anderem mit Effizienzvorteilen erreichen. Bei normaler Autobahngeschwindigkeit prognostizieren die Schwaben einen Verbrauch von unter 10 Kilowattstunden auf 100 Kilometer. Selbst die sparsamsten aktuell am Markt verfügbaren E-Autos liegen deutlich darüber. Die technologischen Fortschritte, die Mercedes im Rahmen des Projekt EQXX erzielen will, sollen auch in die Entwicklung neuer Fahrzeugarchitekturen des Konzerns einfließen.

Die, so wurde jetzt mit dem neuen Programm „Electric only“ verkündet, werden ab 2025 ausschließlich elektrisch sein. Bis 2025 wollen der Stuttgarter Autobauer drei neue E-Plattformen einführen. Die Plattform MB.EA soll als skalierbares modulares System die Basis aller mittelgroßen und großen BEV-Pkw sein. Mit AMG.EA ist außerdem eine auf Spitzenleistung ausgelegte Elektro-Plattform vorgesehen. VAN.EA heißt schließlich der künftige Unterbau für elektrische Vans und leichte Nutzfahrzeuge.

Ab dem kommenden Jahr will Mercedes seinen Kunden in allen Segmenten eine elektrisch angetriebene Alternative anbieten können. Zwischen 2022 bis 2030 sollen 40 Milliarden Euro in die E-Mobilität investiert werden. Unter anderem will der Autobauer mit Partnern Batteriezellenkapazitäten von mehr als 200 Gigawattstunden und acht Gigafabriken aufbauen.

Wie das Manager-Magazin berichtet bereitet Konzernchef Ola Källenius Mercedes-Benz auf ein scharfes Szenario vor, wenn Diesel- und Benzinantriebe schon 2030 verboten werden sollten, so wie es einige hochrangige Politiker jetzt fordern. In Konzernkreisen heißt es, dass Källenius die Elektrifizierung der Mercedes-Modellpalette noch mehr als bisher ohnehin schon vorantreiben will. Mehrere Elektroautos der ab 2024/2025 geplanten nächsten EQ-Generation sollen ein Jahr früher als ursprünglich geplant auf den Markt kommen. Der Vorstandschef  will anscheinend den beschleunigten Elektro-Auto-Kurs wahrscheinlich unmittelbar vor der Sommerpause vorstellen, heißt es aus gut in formierten Kreisen.

Im laufenden Jahr und in 2022 folgen bereits von Mercedes-Benz Cars mehrere Elektro-Autos: Dem EQA folgt bald die Luxuslimousine EQS (siehe auch die aktuelle Ausgabe der arrive) und im weiteren Jahresverlauf der EQB und der EQE. Im Bereich der Vans tut sich ebenfalls einiges


„arrive“ Heft Nr. 4 2021: Schon bald wird autonomes Fahren real!

„Autonom fahren“ ist in Deutschland auf lange Sicht nicht möglich. Das glauben die meisten Deutschen. Dabei bieten die Hersteller schon heute Fahrzeuge an, die dem Fahrer immer mehr Arbeit beim Fahren abnehmen. Wenn die Entwicklung so weitergeht, ist in es in vier bis fünf Jahren möglich, völlig autonom fahrende Autos auf den deutschen Markt zu bringen. Wie das konkret aussehen wird, zeigt die Story über den „Landjet“ von AUDI in der aktuellen arrive-Ausgabe. Eindrucksvoll erläutert Chefdesigner Marc Lichte wie durch immer weniger Technik im Inneren mehr Raum für das Interieur geschaffen wird. So hat also die Reise für die Zukunft bereits begonnen! Mit völlig neuen Displays, Bedienelementen und Sitzanordnungen.

Weitere Themen in der arrive Nr. 4 sind der Elektro-Mars-Roboter „Curiosity“, ein Interview mit Popmusiker Schiller, und der mit 1.900 PS stärkste Elektro-Sportwagen der Welt, der Pininfarina Battista „Anniversario“.

Natürlich kommen die Fahrtests und Alltagstests nicht zu kurz. Im Portfolio haben wir Berichte zum Polestar 2, Audi Q4 e-tron, Kia EV6, Porsche Taycan 4 Cross Turismo, Mercedes EQS, Skoda Eniaq iV und Nissan Quashqai.

Allen Fahrern von Plug-in-Hybriden wird in einem Artikel zudem erklärt, mit welchen Verhaltenskniffen sich die Reichweite spürbar steigern lässt.

Die neue arrive Nr. 4: Jetzt im Handel!

 

PS: Suchen Sie nach arrive im Zeitschriftenhandel? Schauen Sie einfach für Ihren Ort auf www.mykiosk.de. Das E-Paper ist hier erhältlich.


EQT

Mercedes macht mit dem EQT elektrisch weiter

Mercedes gibt jetzt richtig Gas bei der Weiterentwicklung seiner E-Autos und kommt bald nun mit einer eigenen Klasse, der T-Klasse für kleine Vans, auf den Markt. Start des ersten Modells wird sehr wahrscheinlich im kommenden Frühjahr 2022 sein. Schon jetzt haben die Stuttgarter den EQT Concept präsentiert, der sehr nahe am Serienauto ist.

Mit der T-Klasse und der elektrischen Variante EQT nehmen die Stuttgarter erstmals einen kleinen Van in ihr Angebot, der sich in erster Linie an die Privatkunden richtet.

Beim 4,95 Meter langen Auto spielen die Designer mit dem Mercedes-Markenzeichen, dem Stern. Funkelnde Sterne finden sich unter anderem auf dem Kühlergrill, den 21 Zoll großen Rädern, dem Panoramadach und dem Heck. Im Inneren erwartet den Fahrer ein tolles Ambiente. Es stechen weiße Ledersitze, Ledereinsätze am Armaturenbrett und in den Türen, sowie ein helles Lederlenkrad hervor.

Zusätzlich an Bord ist das MBUX-Bediensystem. Erstaunlich dabei: Sowohl die T-Klasse an sich, als auch der Citan wurden in Kooperation mit Renault entwickelt.

Und selbst wenn weder der sternenreiche Kühlergrill, das flaschenförmige Panoramaglasdach, die 21-Zöller, noch das weiße Leder den Sprung in die Serienfertigung schaffen werden, so soll das Konzept-Fahrzeug eines zeigen: Mercedes legt Wert darauf, dass der EQT und die T-Klasse als Mini-Me der V-Klasse angelegt sind. Sie sind ohne Kompromisse mit allem Komfort ausstattbar, den das Mercedes-Angebot bereithält.

Die Verbindungen zu Renault sind nicht zu leugnen: Abseits von Design- und Ausstattungsmöglichkeiten nutzt Mercedes das technische Layout, das auch beim Kangoo zum Einsatz kommt.

Beim EQT wird ein 75 kW/102 PS starker E-Motor für den Vortrieb sorgen, die 44 kWh große Batterie ist gut für eine Reichweite von bis zu 265 Kilometer. Auch bei den T-Klassen-Modellen wird Mercedes auf Renault-Motoren zurückgreifen.

Die Grundform des Vans bietet leider nur wenige Möglichkeiten zur Differenzierung. Der Zugang in den Fond erfolgt über seitliche hintere Schiebetüren. Die Fünf-Meter-Version ist 5 Zentimeter länger als die kurze V-Klasse und kann als Siebensitzer geordert werden. Neben dieser wird es auch eine ca. 4,60 Meter lange Variante von EQT und T-Klasse geben. Diese ist als Fünfsitzer ausgelegt. Angaben zu Kofferraumvolumina macht Mercedes noch nicht.

Wir dürfen gespann sein, was aus dem Hause Daimler noch alles an E-Fahrzeugen kommen wird.


Lena

Lena Meyer-Landrut und Mark Forster bald elektrisch unterwegs?

Die Gerüchteküche brodelt ja, ob die zwei tatsächlich ein Paar sind. Und ob die beiden dann elektrisch unterwegs sein werden, wissen wir von arrive auch nicht. Fest steht aber: Immer mehr Promis lieben Elektro-Fahrzeuge. Zum Beispiel eben Lena Meyer-Landrut. Mit ihrem Album „Only Love, L“,war sie auf Anhieb in den Charts vertreten und gab beim Thema E-Mobilität Vollgas: Sie setzt auf den smart EQ forfour, den Sie seit Januar 2019 fährt.
„Manchmal tut ein ‚Reset‘ gut. Einfach mal umdenken und die Dinge ganz anders machen. Deshalb habe ich mir mit meinem neuen Album viel Zeit gelassen“, sagte Lena Meyer-Landrut vor mehreren Wochen. „Auch beim Thema Mobilität finde ich es an der Zeit, über Alternativen nachzudenken und die ersten, richtigen Schritte zu gehen. Für mich selbst heißt das: Mein Auto fährt komplett elektrisch. Damit möchte ich meinen individuellen Beitrag leisten, um die Umwelt zu entlasten. Es ist zwar schwer alles richtig zu machen, aber ich glaube mit vielen kleinen, bewussteren Entscheidungen können wir die Dinge etwas besser machen. Dementsprechend empfinde ich auch die Entscheidung der Marke smart, ab 2020 „fully electric“ zu gehen, als wichtiges und starkes Statement.“
Popstar Lena ist aber schon seit längerer Zeit eine begeisterte smart-Fahrerin. Und mit ihrem neuen smart EQ forfour verbindet Sie die sprichwörtliche Agilität und Parkplatz-freundlichkeit mit emissionsfreiem Fahren und der Reichweite von 155 Kilometer. Als überzeugte und regelmäßige Nutzerin eines Elektrofahrzeugs hat sich Lena dafür entschieden, eine Partnerschaft mit smart einzugehen, einer Marke von Mercedes, die an Geely teilweise verkauft werden könnte, und die bereits 2007 mit dem smart ed ein vollelektrisches Serienfahrzeug vorgestellt hat. Damit gibt es den smart EQ fortwo, den smart EQ cabrio und den smart EQ forfour als vollelektrische Versionen.
smart will ab diesem Jahr vollständig auf den elektrischen Antrieb setzen und damit die erste Automobilmarke der Welt sein, die von Verbrennungsmotoren komplett auf elektrische Antriebe umsteigt. „Wir freuen uns, mit Lena das Gesicht für die Elektrifizierung unserer Marke gewonnen zu haben. Als Fahrerin eines smart EQ forfour und überzeugte Vertreterin der Elektromobilität ist Lena die perfekte Botschafterin, ab 2020 „fully electric“ zu gehen“, so Kirsten Ehrlich, Leiterin Vertrieb smart des Mercedes-Benz Cars Vertrieb Deutschland (MBD). Gemeinsam mit Lena wollen wir unseren Beitrag dazu leisten, der Elektromobilität zum Erfolg zu verhelfen.“


Volvo folgt der Elektrolinie.

Polestar könnte zum Zugpferd werden

Volvo hat bereits vor längerer Zeit angekündigt, in unmittelbarer Zukunft, genauer gesagt ab dem kommenden Jahr 2019, nur noch elektrische Fahrzeuge produzieren zu wollen. Jetzt wurden für den Elektro-Fahrplan der Marke Polestar erste Einzelheiten veröffentlicht, fast parallel zum Start der Produktion der ersten Polestar 1-Fahrzeuge im nordschwedischen Göteborg, die aber erstmal als Vorserienmodelle für Crash- und Fahrtests eingesetzt werden sollen.
Nach diesem Fahrplan bringt also die neue Volvo-Tochter bis 2022 sowohl eine rein elektrische Limousine als auch ein SUV-Coupé auf den Markt, wie Brent Ellis von Polestar vor kurzem erläuterte. Der reinelektrische „Polestar 2“ wird ab 2019 erst auf Messen gezeigt, ein Jahr später folgt dann das Fahrzeug mit einer Reichweite von 500 Kilometern in der Serie. Damit könnte das Auto zu einem ernstzunehmenden Wettbewerber des Model 3 von Tesla avancieren, neben dem Jaguar E-Pace, dem Audi E-tron und dem Mercedes EQC. Der Preis des Polestar 2 wird vermutlich bei zirka 40.000 Euro liegen, heißt es aus dem Umfeld von Volvo.
Allerdings soll der Newcomer im Hause Volvo erstmal nicht als konventionelles Kauffahrzeug sondern nur als Abo-Auto mit einem zwei- oder drei-jährigen Abonnement angeboten werden. 2021 oder 2022 soll dann der „Polestar 3“ auf den Markt kommen. Bei diesem Fahrzeug handelt es sich um ein ebenfalls rein elektrisches SUV-Coupé, das ebenfalls über eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern verfügen soll. Beide Marken-Autos werden in ihrem Design ganz anders aussehen als der bereits vorgestellte Polestar 1, der noch deutliche Anleihen bei den traditionellen Volvo-Fahrzeugen aufweist.
Die neue Marke ist für den schwedisch-chinesischen Player Volvo eine zukunftsweisende Tochter und sowas wie ein hausinterner Tuner, der an Volvo ähnlich angedockt ist wie AMG bei Mercedes. Seit Oktober 2017 wird die Marke für Hybrid- und Elektroautos schrittweise ausgebaut und soll schon bald zu einem echten Zugpferd in der Branche werden. So wünscht es sich jedenfalls die Unternehmensführung.


VW Neo

Elektrofahrzeuge kommen in 2019 verstärkt - erst langsam, dann mächtig

Das Angebot der reinen Elektrofahrzeuge ist bislang eher langsam gewachsen in Deutschland. In den kommenden Monaten dürfte es sprunghaft zunehmen - und die E-Mobilität auch für neue Kundengruppen attraktiv machen. Eine Auswahl der erwarteten Neuerscheinungen bis Ende nächsten Jahres haben wir einmal für Sie zusammengestellt.

Es geht schon los in den kommenden Wochen: Ende diesen, Anfang nächsten Jahres starten zunächst die deutschen Tesla-Jäger Audi E-Tron und Mercedes. Die beiden Elektro-SUV der 400-PS-Klasse sind passgenau gegen das Model X der Stromer-Pioniere aus Kalifornien positioniert, bieten bei leicht geringeren Abmessungen ähnliche Fahrleistungen zu einem etwas günstigeren Preis. 73.000 Euro für den Mercedes und 80.000 Euro für den Audi engen die Zielgruppe williger und potenter Kunden allerdings immer noch spürbar ein.

Im Laufe des kommenden Jahres dürfte aber auch die Auswahl für Normalverdiener wachsen. Nicht zuletzt, weil dann VW seine E-Mobilität für alle anlaufen lässt. Ende 2019 soll der Kompaktwagen Neo debütieren, ein geräumiges Familienauto mit mindestens 400 Kilometern Reichweite, das nicht teurer sein soll als ein Diesel-Golf. Die Modellfamilie auf Basis einer neu entwickelten Baukastenarchitektur wird über die folgenden Jahre ständig wachsen: Geplant ist neben SUVs und Limousinen als besonderer Sympathieträger auch ein Kleinbus im Stil des legendären Bulli.

Auch beim bisher in Sachen Elektrofahrzeuge eher vorsichtigen PSA-Konzern startet 2019 das Elektro-Zeitalter. Premiere feiert der E-Antrieb im kleinen Crossover DS3 Crossback, bevor er auch in die gängigeren Modelle des Mehrmarkenkonzerns einzieht, 2020 etwa in den Opel Corsa und den Peugeot 208. PSA setzt jedoch stärker als viele andere Hersteller auf den Plug-in-Hybridantrieb, der vor allem in den größeren Baureihen zunächst dominierend bleiben dürfte.

Ebenfalls für 2019 steht wohl die Premiere des Honda Urban EV an. Der Kleinwagen im Retro-Stil hatte auf der IAA 2017 als Studie für Furore gesorgt und soll nun auch in der Serienversion Europas Stadtbewohner ansprechen. Details und Preise sind allerdings noch nicht bekannt. Klar ist aber, dass der Japaner auf wachsende Konkurrenz im Segment der Elektro-Citycars treffen wird. Häufig kommen diese nicht von etablierten Herstellern, sondern von Start-ups. So wie der Dreitürer e.Go, der von dem Team entwickelt wurde, das zuvor den E-Lieferwagen Streetscooter auf die Straße gebracht hat. Das Konzept ist ähnlich: Freundlicher Look, eher spartanischer Innenausbau und günstige Preise ab rund 16.000 Euro. Zum gleichen Preis startet voraussichtlich der Sion von Sonos Motors aus München, der als besonderes technisches Gimmick über eine mit Solarzellen gepflasterte Karosserie verfügt, die zumindest an sonnigen Tagen Strom für rund 30 Kilometer Fahrt liefern und so die Batterie entlasten soll.

Abgerundet wird die Elektrofahrzeuge-Offensive der kommenden Monate wieder durch ein Luxusmodell. Voraussichtlich Ende 2019 startet mit dem Porsche Taycan die Serienversion der lange Zeit als Mission E bekannten Messestudie. Der Model-S-Konkurrent basiert auf einer eigens entwickelten E-Plattform, die ab 2020 auch Konzernschwester Audi nutzen soll. Neben einer Reichweite um 500 Kilometer soll die neue Technik auch das ultraschnelle Laden ermöglichen – einmal Volltanken soll dann in rund 15 Minuten möglich sein.