Plug-in-Hybride

Ubitricity

Gesamtautomarkt bricht ein - aber E-Automarkt boomt

Während der Gesamtautomobilmarkt in Deutschland in extrem schwierigem Fahrwasser sich generell befindet, sind im Segment der Elektrofahrzeuge fantastisch anmutende Zuwächse zu beobachten.

Die Extreme könnten nicht extremer sein: Um 31 % ist der Gesamtmarkt im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat eingebrochen, aber Elektrofahrzeuge werden, ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau, weiterhin und vor allem immer stärker nachgefragt. Allein im Dezember 2020 wurden 82.800 Elektrofahrzeuge neu zugelassen. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahresmonat beträgt unglaubliche 629 Prozent. Das Gesamtjahr 2020 lief ebenso gut für die Stromer. Im 2020 stiegen die E-Fahrzeugzulassungen (E-Fahrzeuge, Plug-in-Hybride, Brennstoffzellenfahrzeuge) um 263 Prozent auf 394.939 Einheiten, verkündet der VDIK, der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller in Deutschland.

Allein die Neuzulassungen von Teilsegment der batteriebetriebenen Elektroautos (BEV) wurden im Dezember nahezu verachtfacht (+ 660 Prozent) auf 43.671 Einheiten (im Vergleich zum Vorjahresmonat). Außerdem wurden laut Kraftfahrtbundesamt 39.107 Plug-in-Hybride registriert – ein enormes Plus von 601 Prozent). Im gesamten Jahr 2020 wurden 194.163 rein batteriebetriebene Elektroautos neu zugelassen (+ 207 Prozent), 200.468 Plug-In-Hybride (plus 342 Prozent) und 308 Brennstoffzellenfahrzeuge (plus 48 Prozent).

Dass die Zuwächse so stark sind, hat den Präsidenten des VDIK, Reinhard Zirpel, nun dazu verleitet, von einem Durchbruch der Öko-Antriebe zu sprechen: „Die alternativen Antriebe haben 2020 trotz der Corona-Krise den Durchbruch geschafft. Es wurden fast 400.000 Elektrofahrzeuge (E-Autos, Plug-in-Hybride, Brennstoffzellenautos; Anm. der Redaktion) neu zugelassen, nahezu viermal so viele wie 2019. Dieser Boom wird auch 2021 weitergehen. Dieses Jahr könnten in Deutschland bis zu 600.000 Batterie-Elektroautos und Plug-In-Hybride neu zugelassen werden.“ Allein die im VDIK zusammengeschlossenen Hersteller, zu denen fast alle gehören, die in Deutschland nicht ihren Stammsitz haben, bietet aktuell mehr als 80 Modelle an.

Die Nachfrage nach Fahrzeugen mit alternativen Antrieben insgesamt hat im Dezember ebenfalls deutlich zugelegt und verdeutlicht den dezenten, aber sichtbar werdenden exponentiellen Trend: Es wurden 126.520 neue Elektroautos, Hybride mit und ohne Stecker, Mild-Hybride (48 Volt) und Gas-Pkw zugelassen. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahresmonat beträgt 319 Prozent. Im Gesamtjahr wurden 736.035 neue Einheiten registriert. Darunter waren 7.159 neue CNG-Autos, die zu mehr als drei Vierteln von internationalen Herstellern (77 Prozent) stammen. Insgesamt haben Autos mit alternativen Antrieben in den vergangenen zwölf Monaten ihren Anteil am Gesamtmarkt auf 25 Prozent mehr als verdoppelt, nach knapp 9 Prozent im Jahr 2019.


Peugeot

Ladesäulen-Infrastruktur wächst – Förderung von Wallboxen kommt

Das Angebot an Strom-Ladesäulen in der Bundesrepublik Deutschland wächst rasant und geht von niedrigem Niveau ausgehend, langsam in ein exponentielles Wachstum über. Derzeit stehen laut dem Energieverband Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) 33.107 öffentliche Steckdosen zur Verfügung, jeder zehnte Ladepunkt ist ein Schnelllader, welche hauptsächlich an den Autobahnen stehen. Im vergangenen halben Jahr ist die Menge damit um 5.300 Ladepunkte beziehungsweise 19 % hierzulande gewachsen.
Grund zur Freude für die Betreiber ist das aber noch nicht. Denn ein Geschäft sind Stromtankstellen für die Betreiber bislang nicht, betont der große Verband. Die Branche sei mit dem Ausbau der Infrastruktur in Vorleistung getreten. Geld verdienen lässt sich nach BDEW-Einschätzungen erst, wenn sich die E-Auto-Flotte mehr als verdoppelt hat. Aktuell sind in Deutschland rund 240.000 reine E-Mobile zugelassen, dazu kommen 200.000 Plug-in-Hybride. Das entspricht einer Quote von 13 Fahrzeugen pro Ladepunkt. Lohnen würde sich demnach das Fahrstromgeschäft bei der aktuellen Säulendichte erst mit 550.000 reinen E-Autos. Bis man in Deutschland dort angekommen ist, wird das noch ein wenig dauern, mindestens, so vermuten Experten, noch ein bis zwei Jahre.

Dem Durchbruch verhelfen wird sicher auch das Förderprogramm des Bundes, dass dieser für den Bau und den Kauf von Wallboxen für zuhause aufgelegt hat. Damit wurde nun eine Förderlücke geschlossen. Ende November startet die Wallbox-Förderung. Und seit letzter Woche ist auch klar, für welche Modelle es Geld gibt. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat auf ihren Internetseiten die Liste der förderfähigen Exemplare veröffentlicht. Zu finden sind dort neben den Ladestationen großer Autohersteller auch solche von Zulieferern wie ABB, Juice, Wallbe oder Walther Werke. Ergänzungen der Liste in den kommenden Wochen sind möglich.

Mit 900 Euro gefördert wird der Erwerb und die Errichtung einer fabrikneuen, nicht öffentlich zugänglichen Ladestation inklusive des elektrischen Anschlusses sowie der damit verbundenen notwendigen Nebenarbeiten an Stellplätzen von bestehenden Wohngebäuden. Die Ladestation muss über eine Normalladeleistung von 11 Kilowatt verfügen und Strom aus erneuerbaren Quellen bereitstellen, zum Beispiel aus der eigenen Photovoltaik-Anlage. Zudem muss sie intelligent steuerbar sein. Die Anträge können ab dem 24. November gestellt werden. Der geförderte Kauf der Wallbox ist erst nach Antragstellung möglich.

Plug-in-Hybride stehen
unter Beobachtung

Unterdessen hat sich Grünen-Politiker Cem Özdemir für eine Überprüfung des Fahrverhaltens von Plug-in-Hybrid-Fahrern ausgesprochen. Der TÜV solle in Zukunft prüfen, wieviel der Halter eines Plug-in tatsächlich elektrisch mit seinem Fahrzeug gefahren ist. Hintergrund der Idee ist, dass viele Fahrer dieser Teilzeitstromer gar nicht oder nur sehr selten mit dem Ladekabel die Batterie aufladen. Auf der anderen Seite werde aber der Kauf der Plug-in-Hybride durch Förderungen subventioniert. Wer also ohne Stromladen den Hybriden bewegt, erhält eine Prämie für einen Quasi-Verbrenner durch die Hintertür.

Bereits in der Vergangenheit wurde Kritik an der Nutzung von Plug-in-Hybriden im politischen Raum geäußert.


Der ID.3

arrive Nr. 6: Der ID.3 von Volkswagen. Das beste deutsche Elektroauto

Die Auslieferung des ID.3 läuft seit wenigen Tagen auf Hochtouren. Und wenn es nach dem Willen von Volkswagen geht, so soll es mindestens in diesem Jahr das beste deutsche Elektro-Auto sein. Nach dem sich lange hinziehenden Dieselskandal will der weltweit größte Autobauer sich an die Spitze der neuen Stromer setzen und ein großes Massenpublikum begeistern. Inwieweit das gelingen könnte, zeigen wir in unserer Titelgeschichte über das Modell, das mit drei Batterieausführungen auf den Markt kommt.
Weitere aktuelle Fahrzeuge, die wir als Test oder Vorabbericht im Heft präsentieren: der Polestar 2, der Audi Q4 Sportback e-tron, der Audi e-tron 55 quattro, Fiat 500, BMW 545e und DS3 Crossback. In einem kleinen Block wenden wir uns den strategischen Elektro-Aktivitäten von BMW zu und erklären, warum der iX3, den wir vorstellen, so wichtig für den bayrischen Konzern ist.
Aber auch die Hybride und Plug-in-Hybride sollen bei uns nicht zu kurz kommen. Mit dabei: Die neue S-Klasse von Mercedes, die Jeep-Modelle Renegarde und Compass, Maserati Ghibli, Toyotas RAV4 Hybrid, und der Volvo V40.
Was aber wird uns die Elektro-Auto-Zukunft bescheren? Das verrät der Nissan Ariya, den unser Autor Michael Specht für uns exklusiv beschreibt.
Und was gibt´s sonst noch? Wie immer wird das Heft durch Service- und Hintergrund-Artikel abgerundet. Ganz zum Schluss kommt wieder unsere bewährte Kolumne von Fernseh-Moderator Thomas Ranft, einige Infografiken zur Innovationsfähigkeit der E-Auto-Produzenten und der letzte Teil der E-Auto-Liste mit Mild-, Vollhybridfahrzeugen und Vans.

Ab sofort ist Ausgabe 6 der arrive in vielen gut sortierten Zeitschriftenregalen erhältlich!


arrive Nr. 3 2020

Die neue arrive – ab sofort im Handel mit der großen „Parade der Hybriden“

Die Corona-Krise bestimmt derzeit alles was wir tun. Unsere Gesundheit, unser Business, unsere Familie – all das ist, erkennen wir, derzeit das Wichtigste, was wir haben. Und wir alle setzen uns stärker als jemals zuvor dafür ein. Selbst der Einkauf im Supermarkt wird zur Herausforderung, wenn wir plötzlich kein Toilettenpapier oder Mehl mehr ergattern. Wir von arrive wollen was anderes anbieten: „Lebensmittel für den Kopf“.
Darum haben wir auch in dieser Ausgabe wieder viele Themen aufbereitet, die das mobile Leben mit Elektro- und Hybridantrieben nach Corona lebenswerter machen sollen. Gleich mehrere Fahrtests mit Hybridfahrzeugen (Opel Grandland X4, Peugeot 3008 Plug-in, Kia Ceed SW Plug-in-Hybrid, BMW 745e Plug-in, Fiat 500 Hybrid und Panda Hybrid) zeigen, dass hoher Komfort und ein immer niedrigerer Verbrauch immer stärker bei den aktuellen Modellen Einzug halten. Auch das Autonome Fahren kommt voran. Nissan macht es vor, und schickt einen Leaf 370 Kilometer auf eine Strecke bei London. Vor einem Jahr noch undenkbar! Aber auch die Konzerne und Metropolen kommen beim smarten Umbau ihrer Mobilitätsbedürfnisse voran: Bestes Beispiel ist hier – man mag es nicht glauben – die us-amerikanische Stadt Chattanooga, die mit tollen Nahverkehrsangeboten und viel Grün positiv von sich reden macht. Außerdem zeigen wir die Gewinner unserer Autotausch-Aktion.

Und: Wer jetzt vielleicht schon einen Stromer im Herbst plant zu kaufen, kann sich bereits jetzt auf kräftige Rabatte freuen. Wir erklären, warum und weshalb es so wichtig ist, sich ständig zu informieren, was am Markt passiert! Der neue Citroen AMI ist das beste Beispiel dafür. Er ist das kleinste vollwertige E-Auto, dass demnächst auf dem Markt zu kaufen ist, und kommt immerhin 70 Kilometer weit mit einer einzigen Ladung. Zudem sollen die Franzosen mit diesem Gefährt an einem Leasing-Modell arbeiten, dass so günstig ist, dass es faktisch aus der Porto-Kasse eines jeden Haushaltes zu bezahlen ist.

Wir sind gespannt. Und Sie hoffentlich auch!

www.arrive-magazin.com


Die neue arrive Nr. 4

arrive Nr. 4 im Handel: Die große Wunderwelt der Elektro-Reichweite

An der Reichweite von E-Mobilen wird immer gerne rumgemeckert. Völlig zu unrecht. Denn schon heute gibt es Fahrzeuge mit 300, 400 und sogar 500 Kilometern pro Ladung. Und wer einige Dinge beachtet, kann sogar direkt Einfluss nehmen darauf, wie weit er kommt. Wie man die Reichweite strecken bzw. verändern kann, steht jetzt in der brandneuen arrive-Ausgabe Nr. 4, die heute im Zeitschriftenhandel zu finden ist.

Wichtig, wenn man die Reichweite im Blick hat: Nicht nur die Kilometerzahl ist entscheidend für die Wahl eines Stromers. Ladeparks, die entlang der Autobahnen gebaut werden, bieten bald mehr Komfort ebenso wie Touchscreens, die verstärkt Einzug ins E-Auto halten. Sehr umtriebig beim Bau von Ladeparks sind übrigens Innogy, Enercon, EnBW, aber auch natürlich die IONITY. Und wer die Zukunft Autonomen Fahrens in Deutschland sich ganz aus der Nähe anschauen möchte, könnte sich einmal die e-Golf-Story durchlesen. Denn in der Hafencity von Hamburg gibt es erste e-Golf-Fahrzeuge tagsüber auf einer Strecke rund um die Elbphilharmonie zu bestaunen. Natürlich testeten wir wieder mehrere Fahrzeuge. Dieses Mal dabei die Fahrzeuge Corsa-e, Toyota Camry Hybrid, Kia e-Soul, Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid und der Volvo V60 T8. Fans von YouTube-Elektroauto-Tester Alex Bangula dürfen sich übrigens auf einen Bericht von ihm über den Tesla Model 3 freuen. Storys von Willy Loderhose über Japan als möglichem Mobilitätsvorreiter, der deutschen Märchenstraße, die mit Ladesäulen der Firma Plug´n Charge ausgestattet werden und ein Interview mit E-Mobil-Experte Axel Schmidt runden den Themenstrauß ebenso ab wie die tolle Bilder-Story über zahlreiche Film- und Fernsehstars, die immer stärker die Elektro-Auto-Kampagnen der Hersteller unterstützen. Unter ihnen: Daniel Craig (der als James Bond 2020 einen elektrischen Aston Martin fahren wird), Schauspieler Jürgen Vogel, die Influencerinnen Lisa und Lena, Popstar Khalid und Ex-Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg.

Die arrive gibt es im Abo, als E-Paper-Abo oder Einzel-E-Paper. Schaut einfach oben in die Leiste. Ebenso natürlich gibt es die arrive im Zeitschriftenhandel (wo dort zu finden? Schaut mal auf www.mykiosk.de). Auch in dieser Ausgabe wieder dabei: Der große 10fach-PAYBACK-Aral-Coupon für Autogas-Fahrer.


Umweltliste vom VCD: Überraschungen inklusive

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat seine alljährliche Kaufempfehlung für besonders umweltfreundliche Autos auf den neuesten Stand gebracht. Wie üblich werden in dieser „Umweltliste“ vor allem Hydride, kleine Benziner sowie Erdgas- und E-Fahrzeuge als die aus Umweltsicht attraktivsten Autos angepriesen. Darüber hinaus gelten aber auch etliche Diesel als sauber, zumindest, wenn diese die Abgasnorm Euro 6d-temp erfüllen. Ist das nicht der Fall, wird dringend von einem Kauf abgeraten.

Unter den 61 Empfehlungen der Umweltliste tummeln sich gleich 22 Dieselfahrzeuge, denen der Verkehrsclub ein vergleichsweise umweltfreundliches Zeugnis ausstellt. Dank der strengen Vorgaben der 6d-temp-Abgasnorm und einem SCR-Kat seien diese nicht nur im Labor, sondern auch auf der Straße sauber. Vor allem aber halten sich diese Autos beim Verbrauch zurück, wie etwa der Peugeot 308 SW Blue HDi 100, der nur 4,4 Liter auf 100 Kilometer benötigt und entsprechend wenig klimaschädliches CO2 emittiert. Andererseits warnt der VCD vor dem Kauf von Dieselfahrzeugen, die nur die 6c-Norm erfüllen. Oft lägen bei diesen die Stickoxidwerte viel zu hoch, weshalb diese aktuell noch am Markt verfügbaren Selbstzünder in naher Zukunft ebenfalls von Fahrverboten betroffen sein könnten.

Darüber hinaus listet der Autoclub in der Umweltliste 21 Benziner, 8 Benzin-Hybride, 7 Elektroautos, 2 Plug-in-Hybride und ein Erdgasauto auf. Auch in diesem Jahr verzichtet der VCD dabei auf ein Ranking. Alle 62 gelisteten Fahrzeuge emittieren nicht mehr als 135 Gramm CO2 pro Kilometer, was Verbrauchswerten von maximal 5,1 (Diesel) beziehungsweise 5,7 Liter (Benziner) entspricht. Den niedrigsten CO2-Wert in der Liste weist der VW Eco Up mit 100 Gramm auf, gefolgt von den Hybriden Toyota Yaris, Prius sowie Lexus CT 200h. Sparsamster Diesel ist der Peugeot 208 Blue HDi 100. Das E-Auto mit dem niedrigsten Verbrauch ist der VW E-Up mit 11,7 kWh auf 100 Kilometer.

Autos mit E-Antrieb können umweltfreundlich sein, oftmals sind sie es laut VCD aber nicht. Als ökologisch problematisch gebrandmarkt werden große E-Limousinen und -SUV sowie die oft lediglich auf dem Papier verbrauchsarmen Plug-in-Hybride. Sinnvoller seien vielmehr kleine und leichte Fahrzeuge mit moderater Reichweite wie etwa der für 2019 angekündigte Kleinstwagen e.Go Life.

Mit Material von Spotpress