Rekuperationsleistung

Mission R

Porsche lässt es mit dem Mission R richtig krachen

Wer glaubte, bisher alle Rennfahrzeuge oder gar nur Prototypen gesehen zu haben, sollte sich einmal den Mission R von Porsche genauer anschauen. Das Fahrzeug wurde einige Meter weit weg von der IAA, inklusive Schauspieler und LeMans-Pilot Patrick Dempsey vorgestellt und ist tatsächlich mit Blick auf die technischen Werte herausragend. Durch den Mission R zeigt Porsche die Vision eines Kundensport-Rennwagens von morgen. Und er soll natürlich elektrisch fahren - natürlich.

Zwar darf das Fahrzeug von Amts wegen derzeit nur 100 km/h fahren, im so geannten Qualifying-Modus sind aber satte 800 kW/1.088 PS veranschlagt. Damit kommt das Gerät dann auf mehr als 300 Stundenkilometer. Beeindruckende Werte, allemal. Der Bolide war selbst für die Entwickler eine echte Herausforderung, Das weiß auch Porsche-Chef Oliver Blume. Denn laut seiner Aussage floss in den Rennwagen, „die komplette DNA von allem, was Porsche ausmacht”.

Das Gewicht ist reduziert. Die Karosserie besteht zum Großteil aus nachhaltigem Naturfaser-verstärktem Kunststoff. Für den Renneinsatz wurde eine relativ leichte und kleine Batterie mit einer Kapazität von 80 kWh eingebaut, die im Rennmodus Saft für nur eine halbe Stunde (oder 80 Kilometer) mit über 300 km/h hat. Das reicht zwar nicht für die ganz großen Rennen, beispielsweise in der Formel E, für die Sprintrennen aber allemal.

Die Rekuperationsleistung des Geschosses ist absolut beeindruckend. Sie erfolgt mit maximal 800 Newtonmeter - beim Taycan Turbo S sind es zum Vergleich nur 290.  Das maximale Achs-Drehmoment liegt vorn bei 2.400 Newtonmetern und hinten bei spektakulären 3.900 Newtonmetern - in der Verbrennerwelt wären das zwischen 1.000 und 1.200 Newtonmeter. Und noch ein Superlativ: Zum ersten Mal arbeitet Porsche mit einem 900 Volt-Bordnetz, das eine Ladung des Akkus mit 350 kW zulässt. In deutlich unter 15 Minuten kann die Batterieleistung so auf über 80 Prozent geladen werden.

Warten wir ab, ob, wann und wo dieses Fahrzeug zum Einsatz kommt. Man darf gespannt sein.