VDIK

Volvo

Starkes Wachstum bei E-Fahrzeugen in 2020

Der Pkw-Bestand in Deutschland ist zum 1. Januar 2021 gegenüber dem Vorjahr um 1 Prozent auf 48,2 Millionen gestiegen, meldet der VDIK. Knapp 18 Millionen Pkw erfüllen die Euro-6-Norm, ihre Zahl stieg laut Kraftfahrtbundesamt um 16 Prozent an.

Besonders stark ist der Bestand von Elektrofahrzeugen gewachsen. Reine Elektro-Pkw legten um 126 Prozent, Plug-in-Hybride um 174 Prozent zu. Am 1. Januar 2021 waren damit 588.900 Elektrofahrzeuge (BEV und PHEV) in Deutschland zugelassen. Außerdem waren gut 800 Brennstoffzellen-Pkw im Bestand zu verzeichnen (plus 59 Prozent). Pkw mit Erdgasantrieb legten um 1 Prozent auf 83.100 Einheiten zu, während Pkw mit Flüssiggasantrieb um 7 Prozent auf 346.800 zurückgingen. Auch die Hybride ohne Stecker verzeichneten mit 66 Prozent ein deutliches Plus, ihr Bestand belief sich auf 724.200. Insgesamt fahren rund vier Prozent des Bestands-Pkw in Deutschland nun mit einem alternativen Antrieb.


Ubitricity

Gesamtautomarkt bricht ein - aber E-Automarkt boomt

Während der Gesamtautomobilmarkt in Deutschland in extrem schwierigem Fahrwasser sich generell befindet, sind im Segment der Elektrofahrzeuge fantastisch anmutende Zuwächse zu beobachten.

Die Extreme könnten nicht extremer sein: Um 31 % ist der Gesamtmarkt im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat eingebrochen, aber Elektrofahrzeuge werden, ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau, weiterhin und vor allem immer stärker nachgefragt. Allein im Dezember 2020 wurden 82.800 Elektrofahrzeuge neu zugelassen. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahresmonat beträgt unglaubliche 629 Prozent. Das Gesamtjahr 2020 lief ebenso gut für die Stromer. Im 2020 stiegen die E-Fahrzeugzulassungen (E-Fahrzeuge, Plug-in-Hybride, Brennstoffzellenfahrzeuge) um 263 Prozent auf 394.939 Einheiten, verkündet der VDIK, der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller in Deutschland.

Allein die Neuzulassungen von Teilsegment der batteriebetriebenen Elektroautos (BEV) wurden im Dezember nahezu verachtfacht (+ 660 Prozent) auf 43.671 Einheiten (im Vergleich zum Vorjahresmonat). Außerdem wurden laut Kraftfahrtbundesamt 39.107 Plug-in-Hybride registriert – ein enormes Plus von 601 Prozent). Im gesamten Jahr 2020 wurden 194.163 rein batteriebetriebene Elektroautos neu zugelassen (+ 207 Prozent), 200.468 Plug-In-Hybride (plus 342 Prozent) und 308 Brennstoffzellenfahrzeuge (plus 48 Prozent).

Dass die Zuwächse so stark sind, hat den Präsidenten des VDIK, Reinhard Zirpel, nun dazu verleitet, von einem Durchbruch der Öko-Antriebe zu sprechen: „Die alternativen Antriebe haben 2020 trotz der Corona-Krise den Durchbruch geschafft. Es wurden fast 400.000 Elektrofahrzeuge (E-Autos, Plug-in-Hybride, Brennstoffzellenautos; Anm. der Redaktion) neu zugelassen, nahezu viermal so viele wie 2019. Dieser Boom wird auch 2021 weitergehen. Dieses Jahr könnten in Deutschland bis zu 600.000 Batterie-Elektroautos und Plug-In-Hybride neu zugelassen werden.“ Allein die im VDIK zusammengeschlossenen Hersteller, zu denen fast alle gehören, die in Deutschland nicht ihren Stammsitz haben, bietet aktuell mehr als 80 Modelle an.

Die Nachfrage nach Fahrzeugen mit alternativen Antrieben insgesamt hat im Dezember ebenfalls deutlich zugelegt und verdeutlicht den dezenten, aber sichtbar werdenden exponentiellen Trend: Es wurden 126.520 neue Elektroautos, Hybride mit und ohne Stecker, Mild-Hybride (48 Volt) und Gas-Pkw zugelassen. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahresmonat beträgt 319 Prozent. Im Gesamtjahr wurden 736.035 neue Einheiten registriert. Darunter waren 7.159 neue CNG-Autos, die zu mehr als drei Vierteln von internationalen Herstellern (77 Prozent) stammen. Insgesamt haben Autos mit alternativen Antrieben in den vergangenen zwölf Monaten ihren Anteil am Gesamtmarkt auf 25 Prozent mehr als verdoppelt, nach knapp 9 Prozent im Jahr 2019.