Wallbox

VW

Arrive Nr. 2: Die ganze Welt der Wallboxen

Mehr Modelle, mehr Ladesäulen und nun auch immer mehr Equipment machen das Elektroauto endlich attraktiv für alle. Im Focus stehen dabei vor allem aktuell die Wallboxen fürs Laden zuhause. Denn die werden ja bekanntlich mit 900 Euro vom Staat kräftig seit kurzem gefördert.

Wer sich hier einen Überblick verschaffen will, liegt mit der neuen arrive-Ausgabe, die im gut sortierten Zeitschriftenregal zu finden ist, genau richtig. Von den technischen Vorraussetungen, über Fördermöglichkeiten, bis hin zu Ladezeiten und dem großen 1 x 1 der Wallboxbedienung ist dort alles zu finden, was man als Elektro-Auto-Newcomer jetzt braucht.

Natürlich fehlen wichtige Fahrberichte und Vorstellungen nicht. Aktuelle Fahrzeuge im Heft sind der Audi RS e-tron GT, Jaguar I-Pace EV400S, BMW IX, Honda e, der Mercedes EQC, Lexus UX 300e, Renault Twingo und der Citroen eC4. Einblicke in die neue Welt der eBikes gibt YouTube-Star Alex Bangula mit einem spannenden Alltagstest des exquisiten XF3 Adventure der deutschen Fahrrad-Manufaktur HNF-Nicolai.

Weitere Themen im Heft: Der brandneue Elektro-Baukasten E-GMP des koreanischen Autokonzerns Hyundai und dessen verbesserter Brennstoffzellen-Bolide Mirai, der als Version 2 sowohl günstiger im Preis ist als der Vorgänger als auch über eine höhere Reichweite verfügt.

Dass immer mehr Promis sich mit den umweltfreundlichen Stromern beschäftigen zeigt unsere Promiseite und unser großes Interview mit Comedian Dieter Nuhr, der einmal empfiehlt, bei allem Neuen, was auf den Markt kommt, einmal über den Tellerrand zu schauen und genau hinzuschauen, was wohl mit den Verbrennern passiert, wenn alle gleichzeitig auf Elektro-Fahrzeuge umsteigen würden.

Weitere Themen: Hypercars und günstige Umrüstungen von Verbrennern zu E-Mobilen!

Im Handel, im Abo, oder als e-paper unter www.arrive-magazin.com.


Peugeot

Ladesäulen-Infrastruktur wächst – Förderung von Wallboxen kommt

Das Angebot an Strom-Ladesäulen in der Bundesrepublik Deutschland wächst rasant und geht von niedrigem Niveau ausgehend, langsam in ein exponentielles Wachstum über. Derzeit stehen laut dem Energieverband Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) 33.107 öffentliche Steckdosen zur Verfügung, jeder zehnte Ladepunkt ist ein Schnelllader, welche hauptsächlich an den Autobahnen stehen. Im vergangenen halben Jahr ist die Menge damit um 5.300 Ladepunkte beziehungsweise 19 % hierzulande gewachsen.
Grund zur Freude für die Betreiber ist das aber noch nicht. Denn ein Geschäft sind Stromtankstellen für die Betreiber bislang nicht, betont der große Verband. Die Branche sei mit dem Ausbau der Infrastruktur in Vorleistung getreten. Geld verdienen lässt sich nach BDEW-Einschätzungen erst, wenn sich die E-Auto-Flotte mehr als verdoppelt hat. Aktuell sind in Deutschland rund 240.000 reine E-Mobile zugelassen, dazu kommen 200.000 Plug-in-Hybride. Das entspricht einer Quote von 13 Fahrzeugen pro Ladepunkt. Lohnen würde sich demnach das Fahrstromgeschäft bei der aktuellen Säulendichte erst mit 550.000 reinen E-Autos. Bis man in Deutschland dort angekommen ist, wird das noch ein wenig dauern, mindestens, so vermuten Experten, noch ein bis zwei Jahre.

Dem Durchbruch verhelfen wird sicher auch das Förderprogramm des Bundes, dass dieser für den Bau und den Kauf von Wallboxen für zuhause aufgelegt hat. Damit wurde nun eine Förderlücke geschlossen. Ende November startet die Wallbox-Förderung. Und seit letzter Woche ist auch klar, für welche Modelle es Geld gibt. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat auf ihren Internetseiten die Liste der förderfähigen Exemplare veröffentlicht. Zu finden sind dort neben den Ladestationen großer Autohersteller auch solche von Zulieferern wie ABB, Juice, Wallbe oder Walther Werke. Ergänzungen der Liste in den kommenden Wochen sind möglich.

Mit 900 Euro gefördert wird der Erwerb und die Errichtung einer fabrikneuen, nicht öffentlich zugänglichen Ladestation inklusive des elektrischen Anschlusses sowie der damit verbundenen notwendigen Nebenarbeiten an Stellplätzen von bestehenden Wohngebäuden. Die Ladestation muss über eine Normalladeleistung von 11 Kilowatt verfügen und Strom aus erneuerbaren Quellen bereitstellen, zum Beispiel aus der eigenen Photovoltaik-Anlage. Zudem muss sie intelligent steuerbar sein. Die Anträge können ab dem 24. November gestellt werden. Der geförderte Kauf der Wallbox ist erst nach Antragstellung möglich.

Plug-in-Hybride stehen
unter Beobachtung

Unterdessen hat sich Grünen-Politiker Cem Özdemir für eine Überprüfung des Fahrverhaltens von Plug-in-Hybrid-Fahrern ausgesprochen. Der TÜV solle in Zukunft prüfen, wieviel der Halter eines Plug-in tatsächlich elektrisch mit seinem Fahrzeug gefahren ist. Hintergrund der Idee ist, dass viele Fahrer dieser Teilzeitstromer gar nicht oder nur sehr selten mit dem Ladekabel die Batterie aufladen. Auf der anderen Seite werde aber der Kauf der Plug-in-Hybride durch Förderungen subventioniert. Wer also ohne Stromladen den Hybriden bewegt, erhält eine Prämie für einen Quasi-Verbrenner durch die Hintertür.

Bereits in der Vergangenheit wurde Kritik an der Nutzung von Plug-in-Hybriden im politischen Raum geäußert.


Das Recht auf eine Wallbox wird geprüft

Die Errichtung von E-Auto-Ladestationen und einer Wallbox in Mehrfamilienhäusern soll einfacher werden. Das sieht nach Informationen des Verbands der Immobilienverwalter (VDIV) ein vom Justizministerium nun vorgelegter Referentenentwurf zur Novellierung des Wohneigentumsgesetzes (WEG) vor. Demnach sollen bauliche Maßnahmen zur Errichtung einer Lademöglichkeit für elektrisch betriebene Fahrzeuge, zur Barriere -Reduzierung sowie zum Einbruchsschutz nicht mehr der Zustimmung aller Wohnungseigentümer bedürfen. Stattdessen soll jeder Eigentümer grundsätzlich einen Rechtsanspruch darauf haben und die damit verbundenen Kosten selbst tragen.

Bislang ist beispielsweise der Anschluss einer Wallbox in gemeinschaftlich genutzten Tiefgaragen meist nur bei Zustimmung aller Wohnungseigentümer möglich. Schon eine Gegenstimme kann die Installation verhindern. Der Gesetzentwurf muss noch final abgestimmt und vom Bundestag verabschiedet werden. Der VDIV hofft, dass ein entsprechendes Gesetz noch 2020 in Kraft tritt.

Foto: Renault